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Unterhalt für ein über 18-jähriges Kind

07.08.2015 12:45 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Brigitte Draudt


Folgender Fall:
Mein Kind, über 18 Jahre, in der Ausbildung ohne Vergütung, lebt bei ihrer Mutter X, die berufstätig ist und inzwischen mit einem anderen Mann verheiratet ist. Aus dieser Ehe hat die Mutter noch ein 13-17-jähriges Kind, die ebenfalls bei ihr lebt.

Ich, getrennt lebend. Zwei weitere Kinder (beide max 5 Jahre alt) aus der letzten Ehe mit einer anderen Frau Y. Zahle Unterhalt für beide Kinder, weil sie bei der Mutter Y leben.


Meine Fragen:
1. Wie wird grundsätzlich der Unterhalt der über 18-jährigen Tocher ermittelt?

2. Welche Rolle spielt das Einkommen des Ehemannes von Mutter X in diesem Fall?

3. Ich habe ein Haus, dass sich in Sanierung befindet. Ich wohne noch nicht darin. Kann ich die Zinsen für den Hauskredit trotzdem in Abzug bringen?


Welche Kosten entstehen, wenn Sie für mich den Fall mit der Anwältin der Gegenseite außergerichtlich klären.



Sehr geehrter Fragesteller,

Frage 1

Bei über 18 Jahre alten Kindern sind grundsätzlich beide Elternteile zum Unterhalt verpflichtet.
Es wird solange Unterhalt geschuldet, bis das Kind eine erste Ausbildung abgeschlossen hat, ggf. ist auch ein einmaliger Wechsel der Ausbildung möglich. ("ein Mal darf man sich irren").
Es wird für die Berechnung des Unterhalts das bereinigte Nettoeinkommen beider Elternteile ermittelt und dann der Unterhaltsbedarf. Bei einem Kind in der Ausbildung, das noch zu Hause wohnt, wird die Höhe des Unterhalts nach der Düsseldorfer Tabelle bemessen. Jeder Elternteil muss dann entsprechend seinem bereinigten Nettoeinkommen prozentual einen Anteil zahlen. Der Elternteil, bei dem das Kind wohnt, leistet jedoch zumeist seinen Anteil dadurch, dass das Kind dort wohnt, isst etc., eben lebt.

Ganz grundsätzlich noch zum Unterhalt erwachsener Kinder: Der Unterhaltsanspruch ist ein Anspruch, das das volljährige Kind gegen die Eltern hat. Es ist nicht mehr so, wie bei Minderjährigkeit, das ein Elternteil als gesetzlicher Vertreter den Unterhaltsanspruch gegenüber dem anderen Elternteil durchsetzt.

Frage 2

Das Einkommen des neuen Ehemanns hat keine direkte Auswirkung auf den Kindesunterhalt. Der neue Ehemann ist nicht zum Unterhalt verpflichtet. Auswirkungen können sich höchstens dadurch ergeben, dass die Mutter eben mit dem neuen Ehemann gemeinsam wirtschaftet, also es möglicherweise Abzugsposten von ihrem Einkommen gibt, die im Zusammenhang mit den neuen Ehemann stehen. Denkbar wäre hier etwa, dass beide gemeinsam ein abzugsfähiges Darlehen zur Vermögensbildung abzahlen.
Das kommt aber auf den Einzelfall an.

Frage 3

Ein Hausdarlehen ist dann abzugsfähig, wenn das Haus der Vermögensbildung dienen soll. Dass Sie derzeit noch nicht darin wohnen, spielt insoweit keine Rolle.

Die Anwaltsgebühren berechnen sich nach dem Jahreswert des geschuldeten Unterhalts. Das ist der Streitwert. Aus diesem werden nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz die außergerichtlichen Gebühren berechnet. Das ist eine 1,3 Geschäftsgebühr, Auslagenpauschale von 20 Euro zzgl. Mehrwertsteuer.
Da ich den Jahreswert des Unterhalts nicht kenne, ist hier leider keine nähere Aussage möglich.
Wenn Sie mir den von der Gegenanwältin ausgerechneten Unterhaltsanspruch nennen, kann ich Ihnen über die kostenlose Nachfragefunktion eine genauere Antwort geben.

Die Nachfragefunktion können Sie natürlich auch gerne für andere Nachfragen nutzen.
Ich hoffe Ihre Fragen verständlich beantwortet zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Draudt
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 21.08.2015 | 10:37

Nachfrage zu meiner Frage 2:

Wie beschrieben hat die Mutter der 18-jährigen Tochter (Unterhaltsberechtigte) noch ein über 13-jähriges Kind mit ihrem jetzigen Ehemann. Die Anwältin der Gegenseite rechnet für diese Tochter die volle Unterhaltsleistung der Mutter an ("wegen Leistungsunfähigkeit ihres Ehemannes"). Darf sie das in voller Höhe? Müsste dann nicht die Leistungsunfähigkeit ihres Ehemannes dargelegt werden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.08.2015 | 12:59

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Nachfrage wie folgt:

Da die Gegenseite so die Leistungsunfähigkeit des neuen Ehemanns behauptet, muss sie dies auch darlegen und beweisen. Das stimmt.

Mit freundlichen Grüßen


Draudt
Rechtsanwältin

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