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Unterhalt für Tochter aus 1. Ehe

| 16.10.2009 10:35 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel


Sehr geehrte Damen und Herren ,

Mein Mann hat eine Tochter aus erster Ehe. Die Tochter ist jetzt 22 Jahre alt. Sie lebt seit der Trennung bei Ihrer Mutter und Ihrem Stievater. Mein Mann hat immer Unterhalt gezahlt von 389 euro monatlich. Mein Mann weiß überhaupt nicht was seine Tochter macht. Ob Sie eine Ausbildung, Studium oder Lehre ausübt.
Ihre Eltern sind beide berufstätig.
Wir selber, mein Mann und Ich haben einen kleinen Sohn von 4 Jahren.
Meine Frage ist :

Wieviel muß mein Mann für diese 22 jährige Tochter jetzt noch zahlen und für wie lange ?


Mit freundlichen Grüßen
Familie M.

Sehr geehrte Fragestellerin,

aufgrund des geschilderten Sachverhaltes darf ich Ihre Fragen wie folgt beantworten:

Offensichtlich weiss ihr Mann gar nicht, ob die Tochter aus erster Ehe überhaupt noch unterhaltsbedürftig ist, d.h. ob Sie Ihren Lebensbedarf nicht aus eigenen Mitteln bestreiten kann. Zumindest ab Volljährigkeit muss das Kind aber einen Unterhaltsbedarf geltend machen und nachweisen.

Ihrem Mann kann daher nur geraten werden, die Unterhaltszahlungen vorläufig einzustellen und die Tochter schriftlich aufzufordern, mitzuteilen, wie Sie Ihren Lebensunterhalt bestreitet. Erst nach einer Beantwortung dieser Frage, kann geprüft werden, ob überhaupt noch Unterhalt gezahlt werden muss.

Angenommen die Tochter studiert oder befindet sich in einer Ausbildung, so wäre dennoch die Höhe einer Unterhaltsanspruchs zu überprüfen. Eine Ausbildungsvergütung muss sich das Kind ( zumindest anteilig) auf den Unterhalt anrechnen lassen. Auch muss bei Volljährigen das Kindergeld voll auf den Unterhalt angerechnet werden.

Bei Volljährigen ist weiter zu beachten, dass grundsätzlich beide Elternteile anteilig nach Ihren Einkommensverhältnissen zum Unterhalt verpflichtet sind. Das gilt ausdrücklich auch, wenn die Tochter noch zuhause wohnt.

Zur Unterhaltshöhe kann ohne die Auskünfte der Tochter nichts konkretes gesagt werden. Als Anhaltspunkt mag gelten, dass für Studierende ein Unterhalt von rd. 640,- angenommen wird. Nach Abzug von Kindergeld verblieben also nicht 486,- . dieser Betrag wäre dann grundsätzlich von beiden Elternteilen zu tragen. Sollte eine Ausbildung sogar noch abgeschlossen sein, so besteht bei Anspruch auf Ausbildungsunterhalt mehr. Sie sehen also, die Auskünfte der Tochter sind unbedingt einzuholen. Hierzu besteht auch eine rechtliche Verpflichtung seitens der Tochter zur Auskunftserteilung.

Ich kann daher nur raten, die Zahlungen vorläufig einzustellen und den Unterhaltsanspruch von Grund auf überprüfen zu lassen. Für eine weitere Beratung und Vertretung stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Kontaktieren Sie mich bei Bedarf einfach über email oder Telefon.

Ich hoffe, Ihre Anfrage im Rahmen dieser Erstberatungsplattform zunächst zufriendenstellend beantwortet zu haben.

Nachfrage vom Fragesteller 19.10.2009 | 10:54

Sehr geehrter Herr RA Steidel ,

Da ich noch eine Frage offen habe würde ich gerne nochmals an Sie herantreten.

Als diese Tochter aus erster Ehe 16 oder 17 war wurde gerichtlich festgelegt das mein Mann 389,00 euro monatlich zu zahlen hätte was er auch immer tat und vor dem Beschluss zahlte er monatlich 322,00 euro.

Ich habe es jetzt so verstanden, dass er jetzt nicht mehr diese 389,00 euro zahlen muß sondern die Hälfte davon. Die andere Hälfte zahlt die Mutter.

Ist dies richtig ?

Unabhängig davon ob Sie studiert, eine Lehre oder ähnliches ausübt, was wir noch nicht wissen.


Mit freundlichen Grüßen
J.M.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.10.2009 | 15:23

Guten Tag!

Der Unterhaltstitel gilt nur für die Zeit der Minderjährigkeit der Tochter. Ab Volljährigkeit richtet sich der Unterhaltsanspruch dann grds. gegen beide Elternteile.

Ob es bei dem Unterhaltsbetrag von 389,- Eur bleibt, kann ohne weitere Auskünfte der Tochter nicht gesagt werden. Das ist eher unwahrscheinlich.

Wenn noch ein Unterhalt zu zahlen ist, wird dieser nach den Einkommenverhältnissen der Eltern aufgeteilt. Wenn beide etwa gleich viel verdienen würden, wäre die Unterhaltsschuld zu teilen.

Den Unterhaltstitel ( Beschluß, Urteil, Urkunde ) sollten sie bei der weiteren Vertretung vorlegen, damit geprüft werden kann, wie sich der festgelegte Unterhalt berechnete.

Mit freundlichen Grüßen

S.Steidel
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 16.10.2009 | 11:28

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"Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Sie haben mir sehr weitergeholfen.
Werde mit Sicherheit auf Sie zurückkommen.


Viele Grüße
J.M."
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 16.10.2009 5/5,0
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