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Unterhalt für Tochter


| 26.12.2009 17:30 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Oliver Wöhler



Meine Tochter möchte gegen meinen Willen ausziehen. Ich selbst lebe unverheiratet mit meinem Lebensgefährten und 14 jähriger Tochter. Die große Tochter ist arbeitslos und hat kein Einkommen. Sie sucht zwar eine Ausbildungsstelle, jedoch nur sehr halbherzig. Ich habe die Kinder immer selbst unterhalten, Unterhalt von den Väter gibts keinen. Beide insolvent.
Sollte meine große Tochter vom Sozialamt eine Wohnung vermittelt bekommen, bin ich dann zu Unterhalt verpflichtet? Wie errechnet sich die Höhe des Unterhalts. Ich verdiene 800 € netto und habe noch Mieteinnahmen von 325 €. Wäre ich gezwungen meine Mietwohnung zu verkaufen um den Unterhalt aufzubringen? Würde ich heiraten, wäre das Einkommen meinem Mannes von Entscheidung? Er verdient ganz gut, würde sich dann der Unterhalt erhöhen?
Kann sie so einfach sich eine Wohnung nehmen und mich zwingen sie zu unterhalten?

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Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Frage.

Sie geben leider nicht an, ob Ihre Tochter bereits volljährig ist oder nicht. Wenn Ihre Tochter Sozialleistungen in Anspruch nimmt, dann geht der Unterhaltsanspruch insoweit auf das Amt über. Sollte die Tochter noch minderjährig sein, wären Sie unterhaltsverpflichtet und falls Sie volljährig ist auch, jedenfalls dann wenn Sie ernsthaft ausbildungssuchend wäre. Ihr Selbstbehalt gegenüber minderjährigen Kindern ist 900 € netto und gegenüber volljährigen mit eigenem Haushalt 1100 €. Unterhalt kommt also wegen Ihrer Einkommensverhältnisse nur in geringem Maße in Betracht, zumal man auch die Mieteinnnahmen nicht zu 100 % als Einkommen werten kann, denn die Mietwohnung verursacht ja auch Kosten, die abziehbar sind.

Eine Verpflichtung die Wohnung zu verkaufen gibt es grundsätzlich nicht, jedenfalls dann nicht, wenn Ihre Tochter volljährig ist. Die Wohnung wird man bei Ihnen als notwendige Altersvorsorge sehen können. Das Einkommen Ihres Mannes spielt im Fall der Heirat keine Rolle, es kommt nur auf Ihr eigenes Einkommen an, allerdings würde sich eine evtl. bessere Steuerklasse auf Ihr Nettoeinkommen auswirken und damit auch auf den Unterhalt.

Wenn Ihre Tochter minderjährig ist, dann kann Sie gegen Ihren Willen nicht ausziehen. Ist Sie volljährig, dann ist Sie im wesentlichen für sich selbst verantwortlich. Wenn Sie sich nicht ernsthaft um Ausbildung bemüht dann wäre sie verpflichtet sich selbst zu unterhalten und eine Arbeit aufzunehmen. Unterhaltspflichtig sind Sie nur während einer Schul -oder Berufsausbildung und während des Übergangs.

Man muss sich fragen,ob Ihre Tochter überhaupt noch einen Anspruch auf Unterhalt hat, wenn Sie sich nicht ernsthaft bemüht. Hier hängt es aber von den genauen Umständen ab.

Solte Ihre Tochter Leistungen erhalten und sollte sich dann das Amt bei Ihnen melden, dann rate ich dazu eine genaue Unterhaltsberechnung durch einen Anwalt vornehmen zu lassen.


Nachfrage vom Fragesteller 26.12.2009 | 18:12

Die Tochter ist 18 Jahre alt.
Falls ich zu Unterhalt aufgefordert werde und zu wenig verdiene, wird auch Vermögen herangezogen? Muss ich angelegtes Geld nutzen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.12.2009 | 20:48

Sehr geehrte Fragestellerin,

gegenüber volljährigen Kindern, die nicht mehr im elterlichen Haushalt leben und keine Schüler sind, besteht keine gesteigerte Erwerbsobliegenheit. Sie sind daher nicht verpflichtet Vermögen einzusetzen. Dies gilt auch für angelegtes Geld, dieses müssen Sie nicht einsetzen. Allerdings gehören Erträge aus dem Vermögen, also etwa Zinsen zum laufenden Einkommen, welches für den Unterhalt relevant ist.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht und Arbeitsrecht

Bewertung des Fragestellers 26.12.2009 | 21:01


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