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Unterhalt für Sohn in der Ausbildung

16.08.2010 13:35 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Sohn befindet sich seit dem 2.8.10 in der Ausbildung und lebt bei seiner Mutter. Er bekommt Kindergeld in Höhe von 184,- € und verdient im 1. Lehrjahr 362,- €. Ich habe ein Netto-Einkommen von 3100,- €. Was muss ich jetzt noch an Unterhalt bezahlen?

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

Bei meiner Antwort unterstellte ich, dass Ihr Sohn volljährig ist und die Kindesmutter nicht leistungsfähig ist. Da Ihr Sohn noch im Haushalt eines Elternteils wohnt, richtet sich der Bedarf bei volljährigen Kindern nach Altersstufe 4 der Düsseldorfer Tabelle. Der Bedarf bemisst sich nach dem zusammengerechneten Einkommen beider Elternteile ohne Höher-/Herabstufung. Wenn man nur Ihr Einkommen zugrunde legt, weil man unterstellt, dass die Mutter nicht leistungsfähig ist, erfolgt die Einstufung in Einkommensgruppe 6. Der Bedarf beträgt dann 625 Euro.

Der Unterhaltsanspruch Ihres Sohnes berechnet sich demnach wie folgt:

Ihr Sohn hat ab Volljährigkeit Anspruch auf das volle Kindergeld. Dieses wird vom Bedarf abgezogen, sodass 441 Euro (625 € ./.184 €) verbleiben. Auf den Bedarf von 441 Euro wird die vollständige Nettoausbildungsvergütung nach Abzug eines ausbildungsbedingten Mehrbedarfs von 90 Euro eines angerechnet, also 272 Euro (362 € ./.90 €). Es verbleibt damit ein noch zu zahlender Unterhaltsbetrag in Höhe von 169 Euro (441 € ./. 272 €). Um eine genaue Berechnung vornehmen zu können, müsste noch das Einkommen der Kindsmutter bekannt sein. Unter Umständen ergibt sich dann ein anderer Zahlbetrag.

Sollte der von Ihnen bisher gezahlte Unterhalt nicht durch Jugendamtsurkunde, Beschluss oder Urteil tituliert worden sein, können Sie die Unterhaltszahlung reduzieren. Eine Vollstreckung ist dann nicht zu befürchten. Sollte ein Titel vorliegen, müssten Sie Ihren Sohn auffordern, auf die Vollstreckung zu verzichten bzw. den Titel herauszugeben. Wenn ein Verzicht oder eine Herausgabe verweigert wird, müssten Sie Abänderungsklage erheben, da ansonsten aus dem Titel noch vollstreckt werden kann.

Falls Ihr Sohn noch minderjährig sein sollte, bitte ich Sie, mir dies über die kostenlose Nachfragefunktion mitzuteilen, damit eine entsprechende Berechnung erfolgen kann.

Ich hoffe, dass ich Ihnen zunächst weiterhelfen konnte.

Mit freundlichen Grüßen,

Marion Deinzer
Rechtsanwältin

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Bitte nutzen Sie bei Unklarheiten die kostenlose Nachfragefunktion. Wenn Sie eine weitere Vertretung über die hier erteilte Erstberatung hinaus wünschen, bitte ich Sie, mich zunächst per E-Mail zu kontaktieren.

Ich weise Sie darauf hin, dass diese Plattform lediglich zur ersten rechtlichen Orientierung dient und eine ausführliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann. Es ist nur eine überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems aufgrund Ihrer Angaben zum Sachverhalt möglich. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Angaben zum Sachverhalt kann sich eine abweichende rechtliche Bewertung ergeben.

Nachfrage vom Fragesteller 24.08.2010 | 09:23

Sehr geehrte Frau Deinzer,

es hat leider ein bisschen gedauert, bis ich das Gehalt meiner Ex-Frau ermittelt konnte.
Sie verdient 807,-- € netto im Monat, ist wieder verheiratet und Ihr Mann ist Angestellter bei der Bahn. Ändert sich jetzt noch etwas an
dem von Ihnen errechneten Unterhalt?

Für eine schnelle Antwort wäre ich Ihnen dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
goldtfish

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.08.2010 | 10:32

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Bei Zusammenrechnung beider Einkommen erfolgt die Einstufung in Einkommensgruppe 8 der Düsseldorfer Tabelle. Der Bedarf Ihres Sohnes beträgt dann 703 €. Die Berechnung des Unterhalts gestaltet sich dann wie folgt:

Bedarf ./. Kindergeld (703 €./.184 € = 519 €). Hiervon ist die Ausbildungsvergütung um Kürzung von 90 € abzuziehen, also 519€ ./.272 € =247 €. Es besteht damit ein ungedeckter Bedarf des Kindes in Höhe von 247 €. Diese Summe ist nun anteilig von Ihnen und der Kindsmutter zu tragen. Für die Mutter ergibt sich eine Haftungsquote von 20,65% und für Sie von 79,35%. Demnach hätte die Mutter 51 € zu tragen und Sie 196 €. Die Mutter kann Ihren Anteil aber mit dem Zahlungsanspruch des Sohnes verrechnen, soweit Sie Ihrem Sohn noch Kost und Logis gewährt.

Bei dieser Berechnung bin ich nun davon ausgegangen, dass der Selbstbehalt von 1.100 € für jeden Elternteil bereits abgezogen ist. Sollte dies nicht der Fall sein, ist vom jeweiligen Nettoeinkommen noch der Selbstbehalt abzuziehen. Die Mutter ist dann nicht leistungsfähig. Für diesen Fall bitte ich Sie, mich per E-Mail zu kontaktieren, ich werde Ihnen dann eine genaue Berechnung zukommen lassen.

Mit freundlichen Grüßen,

Marion Deinzer
Rechtsanwältin

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