Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unterhalt für Mutter

| 10.02.2012 08:37 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

hier mein Problem:

Meine Eltern sind geschieden.
Meine Mutter hat sich vor einigen Jahren als Reinigungskraft mit
einem Ein-Mann-Unternehmen selbstständig gemacht, hat einen neuen Lebenspartner gefunden, lebt mit diesem auch in eheähnlicher Gemeinschaft zusammen.
Jetzt ist meine Mutter schwer erkrankt, kann seit einigen Monaten und darf die nächsten Monate nicht arbeiten, hat somit auch kein eigenes Einkommen, kann keine Krankenversicherung und ähnliches mehr bezahlen.
Kann ich zur Unterhaltszahlung für meine Mutter herangezogen werden? Ich bin Hausfrau, geringfügiges Einkommen (100€ monatlich), verheiratet, 2 Kinder, Eigenheim.


Sehr geehrte Fragestellerin,

ich möchte Ihre Anfrage anhand des geschilderten Sachverhaltes im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten. Aufgrund der Komplexität des Unterhaltsrechts und einer Vielzahl von zu beachtenden Parametern, ist eine eindeutige Beurteilung über das Bestehen einer Unterhaltspflicht nicht möglich. So ist z.B. u.a. die Höhe des bereinigten Einkommens Ihres Ehemannes ausschlaggebend für die Beurteilung einer Unterhaltspflicht gegenüber Ihre Mutter.

1.
Grundsätzlich sind die Kinder gegenüber ihren Eltern unterhaltspflichtig. Die Höhe der Unterhaltspflicht hängt von der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Unterhaltsverpflichteten ab (§ 1603 BGB). Diese Pflicht besteht jedoch nur, wenn sie über dafür ausreichende Einkommens- und Vermögensverhältnisse verfügen. Bei Ihrem Einkommen von 100,00€ im Monat wären Sie gegenüber Ihrer Mutter nicht unterhaltsverpflichtet. Denn Im Gegensatz zum Ehegatten- und Kindesunterhalt tritt den Unterhaltsverpflichteten in diesem Fall keine Arbeitsobliegenheit. D.h., Sie sind nicht verpflichtet sich eine Arbeitsstelle zu suchen, um so Ihrer Unterhaltsplicht gegenüber einem Elternteil genügen zu können.
Außerdem ist das eigene Haus, in dem Sie selber wohnen, sicher. Der Staat kann sie nicht zwingen die Immobilie zu verkaufen um Ihrer Unterhaltspflicht nachzukommen.

2.
Ihr Ehegatte hat gegenüber seiner Schwiegermutter keine gesetzliche Unterhaltspflicht. Wenn der nicht unterhaltsverpflichtete Ehepartner (Ihr Ehemann) jedoch über Einkünfte verfügt, durch die er das Alltagsleben der Familie mühelos allein finanzieren kann, so wird das Geld (z.B. Taschengeld sowie Ihr Einkommen in Höhe von 100,00€) des unterhaltspflichtigem Ehepartner (Sie) frei und kann für Unterhaltszahlungen herangezogen werden.

3.
Zur überschlagsmäßigen eigenen Unterhaltsberechnung für die Mutter kann ich Ihnen lediglich folgende Anknüpfungspunkte bieten.
Vom bereinigten Nettoeinkommen (Nettoeinkommen abzüglich z.B. Kosten der privaten Altersvorsorge, berufsbedingte Aufwendungen, Fahrtosten, Werbungskosten….) werden die unvermeidbaren Ausgaben (ein Kredit fürs Haus oder Unterhalt für Kinder laut Düsseldorfer Tabelle) und ein Freibetrag (für Ehepaare seit dem 01.01.2011 2.600,00€) abgezogen. Von dem, was übrig bleibt, müssen Sie sich aufgrund des Zusammenlebens mit Ihrem Mann 10% als Haushaltsersparnis anrechnen lassen. (BGH, Az: ZR 140/07).
Von diesem ermittelten Ergebnis muss die Hälfte für die Mutter abgegeben werden.


Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.

Sobald Sie konkret aufgefordert werden Unterhalt an Ihre Mutter zu leisten, rate ich Ihnen einen Rechtsanwalt in Ihrer Nähe aufzusuchen. Er kann dann im persönlichen Gespräch alle relevanten Parameter für die Unterhaltsberechnung erfragen und Unterlagen anfordern, um die Höhe eines gegebenenfalls bestehenden Unterhaltsanspruchs zu berechnen. Dies würde das Ausmaß der Erstberatung im Rahmen dieser Plattform übersteigen.

Mit freundlichen Grüßen,

C. Tischendorf
Rechtsanwältin

Kanzleianschrift
Grietgasse 22
07743 Jena

Telefon: 03641 47 87 808
Fax: 03641 47 87 809
e-mail: info@racarolinetischendorf.de
homepage: www.racarolinetischendorf.de

Bewertung des Fragestellers 10.02.2012 | 12:24

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Super schnelle und genau richtige Antwort.
Werde bei Bedarf jederzeit wieder fragen.
Einsatz hat sich gelohnt."
FRAGESTELLER 10.02.2012 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 71334 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
alles Bestens, meine Fragen wurden hinreichend beantwortet. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Klare Beantwortung meiner Fragen. Danke. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort kam sehr schnell und alles wurde nachvollziehbar und ausführlich beantwortet. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER