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Unterhalt für Kuckuckskind außerhalb Parterschaft


13.11.2006 12:07 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,

ich habe folgendes Problem:

Ich bin verheiratet, habe seit einem Monat ein Kind mit meiner Frau und seit einem Jahr eine Affäre.

Die Frau aus der Affäre ist ebenfalls seit einem Jahr verheiratet und nun schwanger. Für das Kind kommen sowohl der Ehemann als auch ich in Frage, da sie mit uns beiden sexuell aktiv war.

Sie will sich für das Kind entscheiden, aber einen Vaterschaftstest machen lassen. Gestern hat sie Ihrem Mann erzählt, dass sie schwanger wäre, und nicht weiß ob er der leibliche Vater ist, da sie im letzten Monat noch mit mir geschlafen hätte. Sie hat ihm erzählt, dass dies aus einem einmaligen "Unfall mit mir" entstanden wäre und nicht dass wir schon einem Jahr eine Affäre zusammen haben.

Er will sich jetzt entscheiden, ob er weiterhin mit ihr zusammen bleibt oder sich trennt. Wobei meine Vermutung ist, dass er auf Grund dessen, dass er ja nur einen Bruchteil der ganzen Wahrheit erfahren hat, sich dafür entscheidet mit ihr zusammen zu bleiben.

Nun meine konkreten Fragen:

1) wenn der Ehemann sie verlässt, mit welchen Konsequenzen, sowohl finanziell, als auch generell muss ich rechnen?

2) wenn der Ehemann sich entscheidet, die Ehe mit der Frau weiterzuführen, mit welchen Konsequenzen muss ich rechnen?

3) Bringt es mir in einer eventuellen Auseinandersetzung etwas, dass sie ihm wieder nur die halbe Wahrheit gesagt hat?

Ich freue mich auf eine zeitnahe Antwort meiner Fragen.
Vielen Dank.
13.11.2006 | 12:44

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage. Ich hoffe, zu einer schnellen Klärung Ihres Falles beitragen zu können. Zur Lösung:

1. Generell würde der Ehemann dann nachehelichen Unterhalt schulden. Allerdings wäre dieser dann voraussichtlich verwirkt, da die Ehefrau durch Ihre Affaire aus der Ehe ausgebrochen ist und dann Unterhalt nicht zumutbar ist. Daran änderte es grds. auch nichts, dass der Ehemann nur vom einmaligen Fehltritt weiß.

Sie müssten dann neben dem Kindesunterhalt auch jedenfalls für den Zeitraum von 3 Jahren Betreuungsunterhalt nach § 1615l BGB entrichten. Natürlich setzt dies voraus, dass Sie der Vater des Kindes sind. Ich zitiere die Norm der Vollständigkeit halber:

§ 1615l
Unterhaltsanspruch von Mutter und Vater aus Anlass der Geburt


(1) Der Vater hat der Mutter für die Dauer von sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt des Kindes Unterhalt zu gewähren. Dies gilt auch hinsichtlich der Kosten, die infolge der Schwangerschaft oder der Entbindung außerhalb dieses Zeitraums entstehen.

(2) Soweit die Mutter einer Erwerbstätigkeit nicht nachgeht, weil sie infolge der Schwangerschaft oder einer durch die Schwangerschaft oder die Entbindung verursachten Krankheit dazu außerstande ist, ist der Vater verpflichtet, ihr über die in Absatz 1 Satz 1 bezeichnete Zeit hinaus Unterhalt zu gewähren. Das Gleiche gilt, soweit von der Mutter wegen der Pflege oder Erziehung des Kindes eine Erwerbstätigkeit nicht erwartet werden kann. Die Unterhaltspflicht beginnt frühestens vier Monate vor der Geburt; sie endet drei Jahre nach der Geburt, sofern es nicht insbesondere unter Berücksichtigung der Belange des Kindes grob unbillig wäre, einen Unterhaltsanspruch nach Ablauf dieser Frist zu versagen.

(3) Die Vorschriften über die Unterhaltspflicht zwischen Verwandten sind entsprechend anzuwenden. Die Verpflichtung des Vaters geht der Verpflichtung der Verwandten der Mutter vor. Die Ehefrau und minderjährige unverheiratete Kinder des Vaters gehen bei Anwendung des § 1609 der Mutter vor; die Mutter geht den übrigen Verwandten des Vaters vor. § 1613 Abs. 2 gilt entsprechend. Der Anspruch erlischt nicht mit dem Tode des Vaters.

(4) Wenn der Vater das Kind betreut, steht ihm der Anspruch nach Absatz 2 Satz 2 gegen die Mutter zu. In diesem Falle gilt Absatz 3 entsprechend.

2. Sie wären trotzdem verpflichtet, Unterhalt zu zahlen. Allerdings müsste der Herr die Vaterschaft zunächst anfechten, da ansonsten er als Vater gilt. Wenn er dies täte, würde die Frau Unterhalt von Ihnen einfordern. Soweit Sie dann die Vaterschaft verneinen, müsste ggf. vorher im Namen des Kindes auf Feststellung geklagt werden. Ansonsten geschieht erst einmal nichts.

3. Nein, dies spielt rechtlich keine Rolle, s.o. Allerdings kann dies natürlich die Entscheidung des Mannes beeinflussen.



Für Rückfragen stehe ich natürlich im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung. Ist eine weitere, dringend zu empfehlende Vertretung gewünscht, kontaktieren Sie mich einfach über die untenstehende E-Mail!


Mit freundlichen Grüßen
RA Hellmann


Burgwedel 2006
mail<image> </image>anwaltskanzlei-hellmann.de


Die vorstehende summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Außerdem wird, wie die Plattform-Bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick geboten. Außerdem ist der Umfang der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars. Daher kann diese Beratung das umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch durch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keineswegs ersetzen. Bitte beachten Sie dies!


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

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