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Unterhalt für Kindsmutter bei unehelichem Kind


| 03.12.2006 19:48 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Als verheirateter Familienvater zeugte ich außerehelich ein Kind, das heute 2 Jahre alt ist. Die Mutter war damals verheiratet und hat aus dieser Ehe ein heute 10 Jahre altes Kind. Vor einigen Monaten wurde die Mutter geschieden. Sie erhält sei es für das 10 Jahre alte Kind als auch für sich selbst Unterhalt von ihrem Exmann. Sie erhält für das 2 Jahre alte Kind von mir den gesetzlichen Unterhalt. Ich selbst bin Gutverdiener, der Exmann liegt eher im unteren Mittelfeld.

1. Hat die Mutter die Möglichkeit, zusätzlich auch von mir Unterhalt für sich zu verlangen?

2. Wenn 1. zutrifft, dann auch in dem neuen auch in dem neuen §1615l bis zum max dritten Geburtstag des Kindes?

3. Wenn 1. zutrifft, wie wird dann der „Gesamtunterhalt“ zwischen dem Exmann und mir aufteteilt?

4. Wenn 1. zutrifft, wird der von mir geschuldete Unterhalt der Mutter nach meinem Einkommen bemessen, bzw. nach was wir dieser bemessen?

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Sehr geehter Ratsuchender,

die Mutter kann auch von Ihnen Unterhalt verlangen.

Sie haften aber anteilig n e b e n dem Ex-Ehemann. Die Haftungsanteile richten sich nach der Anzahl, dem Alter der Kinder und der Betreuungsbedürftigkeit der Kinder. Die Mutter kann also nicht von jedem den vollen Unterhalt verlangen. Beide Väter haften anteilig. Dazu ist aber eine besondere Berechnung erforderlich, die dieses Forum so nicht bieten kann.

Auch nach dem "neuen" §1615l BGB ist die Unterhaltspflicht bis zum dritten Lebensjahr des Kindes begrenzt. Nach dem neuen § 1615l BGB kann auch Unterhalt über das dritte Lebensjahr verlangt werden, sofern es unter Berücksichtigung des Kindes unbillig wäre ( jetzt heißt es noch grob unbillig) einen Unterhaltsanspruch nach dieser Frist zu versagen.

Der Unterhaltsanspruch der Mutter richtet sich nach deren Bedarf. Dieser wiederum richtet sich nach den ehelichen Lebensverhältnissen aus deren Ehe, sowie aus einer möglichen Erwerbstätigkeit, die die Mutter vor der Geburt ausgeübt hat und jetzt nicht mehr ausüben kann.

Einen Anteil an Ihrer Lebensstellung hat die Mutter dagegen nicht. Wenn also das Einkommen des Ex-Ehemannes und die ehelichen Lebensverhältnisse dadurch geprägt wurden, richtet sich auch danach der Untrhaltsanspruch, für den Sie neben dem Ex-Ehemann ANTEILG haften.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 04.12.2006 | 12:44

Besten Dank für die umfassende und sachkundige Antwort. Es ergibt sich aus Ihren Ausführungen für mich folgende Frage: Das gemeinsame Kind wird in 10 Monaten 3 Jahre alt. Wenn die Mutter jetzt auf einmal Unterhalt für sich verlangt, dann brauchen die rechtlichen Mühlen doch sicher langsam. Wie funktioniert das? Gilt dann der Stichtag der Forderung der Mutter? Kann Sie rückwirkend Unterhalt für sich verlangen? Gilt das erst von einer (möglicherweise) gerichtlichen Entscheidung an bis zum dritten Geburtstag des Kindes? Besten Dank für Ihre Mühe!

Nachfrage vom Fragesteller 04.12.2006 | 12:46

Besten Dank für die umfassende und sachkundige Antwort. Es ergibt sich aus Ihren Ausführungen für mich folgende Frage: Das gemeinsame Kind wird in 10 Monaten 3 Jahre alt. Wenn die Mutter jetzt auf einmal Unterhalt für sich verlangt, dann brauchen die rechtlichen Mühlen doch sicher langsam. Wie funktioniert das? Gilt dann der Stichtag der Forderung der Mutter? Kann Sie rückwirkend Unterhalt für sich verlangen? Gilt das erst von einer (möglicherweise) gerichtlichen Entscheidung an bis zum dritten Geburtstag des Kindes? Besten Dank für Ihre Mühe!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.12.2006 | 15:20

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie stellen nicht nur eine, sondern mehrer Nachfragen, die ich auf das Wesentliche konzentriert wie folgt beantworten möchte.

Rückständiger Unterhalt der Kindesmutter kann grundsätzlich erst ab dem Zeitpunkt geltend gemacht werden, zu welchem Sie von dieser zur Auskunft über Ihr Einkommen zum Zwecke der Geltendmachung der Unterhaltsansprüche aufgefordert worden sind.

Etwas anderes gilt nur dann, § 1613 Abs.2 BGB, wenn die Mutter zum Beispiel rechtlich gehindert war, den Unterhalt geltend zu machen. Dieses ist dann der Fall, wenn Sie erst jetzt die Vaterschaft anerkannt hätten.

Haben Sie die Vaterschaft sofort anerkannt und macht die Mutter erst jetzt erstmals Unterhalt für sich geltend, gelten die drei Jahre; es sei denn, sie begehrt darüberhinaus noch Unterhalt. Dann kann Sie dieses nur, wenn sie darlegt, dass die Versagung weiteren Unterhaltes unter Berücksichtigung der Belange des Kindes grob unbillig wäre.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True

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