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Unterhalt für Kinder aus erster Ehe

21.08.2015 13:08 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


16:05

Zusammenfassung: Fahrt- und Verpflegungskosten, die im Rahmen des Umgangs entstehen, sind grundsätzlich bei der Berechnung des Kindesunterhalts vom Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen nicht in Abzug zu bringen.

Hallo!

Ich würde Sie bitten, mir bei der Berechnung des Kindesunterhalts in folgendem Fall zu helfen:

Mann, geschieden, hat aus erster Ehe zwei Kinder (12 Jahre und 7 Jahre alt).
Mit neuer Ehefrau hat er ein Kind (1 Jahr alt).
Er hatte 2014 ein durchschnittliches Nettogehalt von ca. 1860 Euro.

2015 hatte er 2 Monate Elternzeit und reduzierte danach seine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden auf 37,5 Wochenstunden (durchschnittliches Nettogehalt beträgt nun 1700 Euro).

Die Kinder aus erster Ehe leben bei ihrer Mutter, ca. 150 km entfernt. Jedes zweite Wochenende und auch in den Ferien holt sie der leibliche Vater und fährt sie wieder zurück.

Die Ex-Ehefrau ist erwerbstätig (25 Std/Woche). An sie muss er keinen Unterhalt bezahlen.
Die neue Ehefrau ist ebenfalls teilzeitbeschäftigt mit 30 Std/Woche.

Mit der neuen Frau hat er sich ein Haus gekauft. Für dieses hat er eine monatliche Belastung (Finanzierung) von ca. 450 Euro mit Nebenkosten.


Könnten Sie mir in diesem Fall den Kindesunterhalt an die beiden Kinder aus erster Ehe unter Berücksichtigung von Selbstbehalt (und anderer Aufwendungen, die geltend gemacht werden können, z.B. Finanzierung der Immobilie, Fahrtkosten, Verpflegung,...) berechnen?

Beste Grüße,
A.F.


21.08.2015 | 14:10

Antwort

von


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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Ihre Anfrage möchte ich auf Grundlage der gegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

In dem vorliegenden Fall ist von einem Nettoeinkommen in Höhe von EUR 1.860,00 auszugehen, da eine gesteigerte Erwerbsobliegenheit besteht. Das Einkommen wird dann fiktiv angerechnet. Bringt man die Kosten für die Raten des Immobilienkredit Abzug, müsste im Gegenzug zudem fiktive Einnahmen wegen dem mietfreien Wohnen in der eigenen Immobilie in Ansatz bringen. Ohne weitere Informationen gehe ich davon aus, dass sich diese Kosten sich entsprechen. Fahrt- und Verpflegungskosten im Rahmen des Umgangs sind nicht abzugsfähig.

In Abzug zu bringen ist weiterhin ein Pauschalbetrag in Höhe von 5 % des Nettoeinkommens für berufsbedingte Aufwendungen. Somit ergäbe sich ein unterhaltsrelevantes Einkommen in Höhe von EUR 1.767,00 (95 % von EUR 1.860,00). Bei drei Unterhaltsberechtigten ergäbe sich für das 12jährige Kind ein monatlicher Unterhaltsanspruch in Höhe von monatlich EUR 440,00 und für das 7jährige Kind ein Unterhaltsanspruch in Höhe von monatlich EUR 376,00. Hiervon ist jeweils der hälftige Kindergeldbetrag in Abzug zu bringen, sofern die Kindsmutter den vollständigen Betrag erhält. Somit ergibt sich ein Zahlbetrag in Höhe von EUR 348,00 (EUR 440,00 - EUR 92,00) bzw. EUR 284,00 (EUR 376,00 - EUR 92,00). Der Selbstbehalt beträgt EUR 1.080,00 und ist nicht unterschritten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfrage benutzen.

Mit freundlichen Grüßen



Astrid Hein
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 21.08.2015 | 14:29

Hallo!

Vielen Dank für ihre schnelle Antwort!
Jedoch haben sie bei der Unterhaltsberechnung nur die beiden Kinder aus erster Ehe berücksichtigt.
Für das dritte Kind aus zweiter Ehe müsste doch ebenfalls ein Betrag berücksichtigt werden bei der Berechnung. Oder täusche ich mich da?

MfG, A.F.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.08.2015 | 16:05

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

nein, Sie täuschen sich nicht. Allerdings habe ich die Tatsache berücksichtigt ("drei Unterhaltsberechtigte"). Der Unterhalt richtet sich gemäß der Düsseldorfer Tabelle dann nach der niedrigeren Einkommensstufe. Dies hatte ich nicht ausdrücklich erwähnt. Hierfür möchte ich mich entschuldigen.


Mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin

ANTWORT VON

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