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Unterhalt für Kinder - Sind meine Berechnung des bereinigten Einkommens richtig?


| 09.07.2007 23:30 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Schönen guten Abend.

zuerst die Fakten:Ich bin geschieden. Ich habe ein Einkomen von ca. 1650 Euro Netto. Ich erhalte 25% Urlaubsgeld und 100% Prozent Weihnachtsgeld von einem Nettolohn.
Laut umrechnung komme ich dann auf ein Nettoeinkommen von:

13x1650€ + 413€ = 21863 / 12 = 1822 Euro
Von diesen 1822 Euro Netto kann ich 5% für berufsbedingte Aufwendungen abziehen

1822€ - 91€ = 1731 €

Meine Tochter ist 17 Jahre, beginnt ab 01.08.2007 eine Ausbildung, Einkommen 605 € Brutto / ca. 470 € Netto.
Mein Sohn ist 13 Jahre, besucht die Schule.
Es bestehen zwei Unterhaltstitel, in welchen der Unterhalt nach DDT festgesetzt wird, und zwar mit 114% und ohne Anrechnung des anteiligen Kindergeldes. Die Titel sind zeitlich nicht begrenzt. Für die KM wird kein Unterhalt gezahlt (Verzichtserklärung im Scheidungsurteil).

Ich möchte eine Änderung der Unterhaltstitel über das Jugendamt. Die Titel sollen Zeitlich Begrenzt ( 18.Lebensjahr bzw. Ende der Erstausbildung ) und auch besser an das kommende Unterhaltsrecht angepasst werden. Die KM stimmt dem wohl zu.

Nun zu meinen Fragen:

Laut DDT muss ich für jedes Kind somit 349 Euro Unterhalt bezahlen.

1.) Sind obige Berechnung des bereinigten Einkommens richtig?

2.)Wie wird das Einkommen meiner Tochter ab August berücksichtigt?
Ist es richtig, das folgende Berechnung erfolgt (lt. Jugendamt)

470 Euro - 90 Euro (Ausbildungsbedingte Aufwendungen)= 380 Euro

380 Euro / 2 ( Minderjähriges Kind, daher nur Hälftige Anrechnung )= 190 Euro.

Unterhalt lt. DDT 349 Euro - 190 Euro(Anrechnung) = 159 Euro

Bedeutet ich müsste für meine Tochter noch 159 Euro, für meinen Sohn 349 Euro an Unterhalt zahlen.

3.) Kann ich eine anteilige Anrechnung des Kindergeldes verlangen, auch in bezug auf die Änderung des Unterhaltsrechtes? Dort wird ja von einer hälftigen Anrechnung (77 Euro) des Kindergeldes gesprochen

4.) Falls meine Berechnungen falsch sind, bitte ich um eine verständliche Richtigstellung bzw. Erklärung, welche dann ja auch auf höhere Einkommen anwendbar wäre.


Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen auf Grundlage der mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten kann:

Nach Ihren Angaben sind Sie in die Einkommensgruppe 4 einzustufen. Dies hat zur Folge, dass für jedes Kind 37,00 € Kindergeld angerechnet werden. Sie haben somit zunächst eine Zahllast in Höhe von 312,00 € pro Kind; insgesamt also 624,00 €

Durch eine Gesetzesänderung, die Anfang 2001 in Kraft getreten ist, kam es zu nicht unerheblichen Änderungen in der Berechnung des Kindesunterhalts.

Ziel der Änderung ist es, dass Minderjährige sowie unverheiratete Volljährige, die das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, noch in der allgemeinen Schulausbildung stecken und im Haushalt des betreuenden Elternteils wohnen, mehr Geld erhalten.

Das Gesetz bestimmt deshalb in § 1612 b Abs. 5 BGB: „Eine Anrechnung des Kindergeldes unterbleibt, soweit der Unterhaltspflichtige außerstande ist, Unterhalt in Höhe von 135% des Regelbetrages nach der Regelbetrag-Verordnung zu leisten“.

Ihre Tochter steht ab dem 01.08.07 in Ausbildung und erhält ca. 470,00 € netto. Wie Sie richtig schreiben, sind von diesen 470,00 € 90,00 € als ausbildungsbedingter Mehrbedarf in Abzug zu bringen. Es verbleibt somit ein Einkommen Ihrer Tochter in Höhe von 380,00 €. Dieser Betrag wird zur Hälte auf den Barunterhalt, den Sie zu zahlen haben, angerechnet.

Für Ihre Tochter haben Sie somit einen Betrag zu zahlen, der sich wie folgt errechnet: 349,00 € DDT - 37,00 € KiGe - 190,00 € anrechenbares Einkommen = 122,00 €.

Für Ihren Sohn müssen Sie die vorerwähnten 312,00 € zahlen; insgesamt haben Sie somit 434,00 € zu zahlen.

Ich hoffe, Ihnen hiermit einen genaueren Einblick in das Unterhaltsrecht gewährt zu haben. Ich gehe davon aus, dass Sie meine Ausführungen zuordnen können, da ich bereits durch Ihre Fragestellung gemerkt habe, dass Sie durchaus fachkundig sind.

Sollten dennoch bei Ihnen Nachfragen entstehen, werde ich Ihnen diese gerne beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

André Schäfer
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 10.07.2007 | 09:15

Hallo Herr Schäfer.
Nachfrage:

Ist die Berechnung meines Einkommens richtig?

So wie ich das verstehe mit ihrer Berechnung, kann ich die anteilige Anrechnung des Kindergeldes also verlangen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.07.2007 | 20:55

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich Ihnen gerne wie folgt beantworte:

Die Berechnung Ihres Einkommens ist korrekt.

Sie können - wie oben dargelegt - eine anteilige Anrechnung des Kindergeldes verlangen.

Ich wünsche Ihnen hierbei viel Erfolg !

Mit freundlichen Grüßen

André Schäfer
-Rechtsanwalt-

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