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Unterhalt für Kinder 16 + 20, einer bei Mutter,einer beim Vater

25.01.2013 10:21 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Carolin Richter


Guten Tag sehr geehrte lesende RA,

Meine Situation ist folgende:

Ich bin seit 10 Jahren geschieden,wir haben zwei gemeinsame Söhne,jetzt 16 und 20 Jahre alt.

Der ältere lebt bei mir,der jüngere bei meiner Exfrau, der ältere studiert im 1 Semester, der jüngere besucht noch für weitere 2,5 Jahre ein Gymnasium.
Bafög wurde nicht beantragt.

Durch eine vor drei Jahren eingetretene Insolvenz bei mir und gleichzeitige schwere Erkrankung war es mir bis Anfang letzten Jahres nicht mehr möglich Barunterhalt für meinen jüngeren Sohn zu bezahlen.

Meine Exfrau ist seitdem Harz IV Empfängerin und hat sich beim Jobcenter finanzielle Unterstützung geholt,in welcher Höhe sie Einkommen bezieht als Teilzeitkraft im Einzelhandel ist mir nicht bekannt.

Ich bin seit 01.03.2012 wieder bedingt berufstätig und verdiene netto gesamt 1.205,62 € von dem 76,00 € Rentenbeihilfe abgezogen werden, sodass ich einen Auszahlungsbetrag in Höhe von 1.129,62 € erhalte sowie das Kindergeld für den älteren Sohn.

Das Jobcenter verlangt nun rückwirkend ab meiner Arbeitsaufnahme am 01.03.12 eine Unterhaltsnachzahlung für den jüngeren Sohn in Höhe von 256,00 € monatlich von mir sowie laufenden Unterhalt in der selben Höhe.

Das würde beuten, dass mir und meinem bei mir lebenden älteren Sohn nur noch 873,62 € zzgl. Kindergeld verbleiben würden, hiervon kann ich unseren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten.

Meine Frage ist jetzt ob diese Berechnung des Jobcenters korrekt ist für die monatliche Unterhaltsleistung und für die Nachzahlung in Höhe von 1.536,00 €, und ob es gemäß der Pfändungstabelle nicht einen erhöhten Selbstbehalt für mich und meinen bei mir lebenden unterhaltsberechtigten volljährigen Sohn gibt, den ich geltend machen kann.

Ich bedanke mich schon jetzt herzlich für ihre Antwort.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Der Jobcenter macht übergeleitete Unterhaltsansprüche Ihres jüngeren Sohnes gegenüber Ihnen geltend. Ich gehe daher davon aus, dass der Jobcenter für Ihren jüngeren Sohn Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes nach SGB II erbringt.

Als nichtbetreuender Elternteil sind Sie zum Barunterhalt verpflichtet. Auf das Einkommen des betreuenden Elternteils, hier der Kindesmutter, kommt es daher nicht an. Die Kindesmutter erbringt ihren Unterhaltsanteil durch Betreuung.

Ihr älterer Sohn ist bei der Berechnung zum Kindesunterhalt für Ihren jüngeren Sohn nicht zu berücksichtigten, da er gem. § 1609 BGB nicht mehr minderjährig ist und sich nicht mehr in der allgemeinen Schulausbildung befindet.

Von Ihrem Nettoeinkommen ist ein Anteil von 5% an berufsbedingten Aufwendungen (60,28 €) abzuziehen. Sollte Sie höhere berufsbedingte Aufwendungen haben, können Sie diese in Abzug bringen. Diese Aufwendungen sind dann zu belegen. Des Weiteren ist die Rentenbeihilfe von 76,00 € einkommnensmindernd zu berücksichtigten, wenn es sich dabei um eine Form der Altersvorsorge handelt.

Es ergibt sich daher ein bereinigtes Nettoeinkommen in Höhe von 1.069,34 €. Der Selbstbehalt für das Jahr 2012 lag bei 950,00 €, sodass monatlich 120,00 € an Kindesunterhalt zu zahlen bzw. nachzuzahlen sind. Für das Jahr 2013 beträgt der Selbstbehalt 1.000,00 €, so dass der Kindesunterhaltsbetrag 70,00 € beträgt.

Die obigen Ausführungen stellen eine grobe Berechnung auf Grund Ihrer Angaben dar. Gern stehe ich Ihnen für eine konkrete Überprüfung der Forderung des Jobcenters zur Verfügung. Die hier angefallenen Gebühren würde ich auf die weiteren Gebühren dabei verrechnen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Carolin Richter, Rechtsanwältin
Carolin Richter
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 25.01.2013 | 13:27

Herzlichen Dank für die Beantwortung,

Meine Nachfrage ist wie ich die Nachzahlung für 2012 leisten kann bzw. In welcher Höhe eine Ratenzahlung angemessen ist unter Zugrundelegung meines Einkommens und der dann laufenden Verpflichtung zur Unterhaltszahlung.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.01.2013 | 14:57

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt. Sie können sich mit dem Jobcenter in Verbindung setzen und zunächst Ihre eigene Berechnung zum Kindesunterhalt dem Jobcenter darlegen. Sie können dem Jobcenter nach Ihren finanziellen Möglichkeiten eine ratenweise Rückzahlung vereinbaren. Die konrkete Summe kann ich Ihnen nicht vorschlagen, dass müssen Sie nach Ihrem eigenen Dafürhalten entscheiden.

Ich hoffe Ihre Nachfrage beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Carolin Richter
Rechtsanwältin

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