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Unterhalt fuer Kinder

27.01.2013 03:18 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Ich lebe seid 30 Jahren im Ausland, Asien.
Meine 2 Kinder sind hier geboren und aufgewachsen .
Mit der Mutter nicht verheiratet.
Wir sind alle deutsche Staatsbuerger, bis juengst ohne Wohnsitz in Deutschland.
Jetzt ging die Mutter mit den Kindern nach Deutschland , hat dort geheiratet.
Sie fordert nun gesetzlichen Unterhalt fuer die Kinder,deutschen Mindest-Satz.
Da ich noch erhebliche finanzielle Forderungen an sie habe, will ich nicht zahlen.
Ich komme jaehrlich nach Deutschland und will sicher sein koennen, dass nichts vorliegt , wenn ich einreise.
Frage 1 : Muss ich deutschen Unterhalt bezahlen ? ( die Lebens-Kosten hier sind deutlich niedriger)
Frage 2 : Inwieweit muss ich mein Einkommen offenlegen, wenn sie klagt ?
Frage 3 : Fuer 1 Kind bin ich nicht als Vater eingetragen. Kann ich bei einem voruebergehenden D-Aufenthalt dazu verpflichtet werden ?
Frage 4 : Falls sie einen Titel fuer Unterhalt erwirkt , bis wann muss ich rueckwirkend bezahlen ? Bis zu ihrer ersten Forderung an mich per e-mail ( die ich beantwortet habe). Oder bis die Unterhaltspflicht festgestellt wurde ?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:


1. Der Bedarf der Kinder bestimmt sich nach deutschem Recht, da die Kinder hier leben. Es ist also korrekt, dass die Mutter den Unterhalt nach Düsseldorfer Tabelle fordert. Bei Auslandsfällen wird anhand des Lebenshaltungsindex geprüft, ob der Selbstbehalt des Pflichtigen zu verändern ist. Wenn Sie geringere Lebenshaltungskosten haben, würde man Ihren Selbstbehalt senken. Es gibt hier entsprechende Tabellen. Grundsätzlich sind Sie verpflichtet, den Mindestunterhalt sicher zu stellen, soweit Sie leistungsfähig sind.

2. Sie sind den Kindern nach § 1605 BGB zur Auskunft verpflichtet. Erteilen Sie die Auskunft nicht freiwillig, kann dies gerichtlich durchgesetzt werden. Die Kindesmutter kann auch einfach auf den Mindestunterhalt klagen. Das Gericht würde Ihnen dann im Verfahren aufgeben Auskunft zu erteilen. Um die Auskunft kommen Sie so oder so nicht herum.

3. Unabhängig von einem Aufenthalt, könnte die Mutter ein Verfahren zur Feststellung der Vaterschaft in Deutschland einleiten. Dies geht auch wenn Sie nicht vor Ort sind, allerdings stellt sich dann regelmäßig das Problem der Zustellung. Die Gefahr ist sicher höher, wenn Sie sich eine Zeit in Deutschland aufhalten.

4. Unterhalt müssen Sie rückwirkend zahlen ab dem Zeitpunkt, in dem Sie in Verzug gesetzt worden sind. Hierzu zählt auch bereits ein Auskunftsverlangen außergerichtlich. Maßgeblich wäre hier also die erste Forderung per mail, sofern der Inhalt der mail ausreichend ist.

Sie können gegen Kindesunterhalt nicht aufrechnen. Forderungen gegen die Mutter berechtigen nicht zur Verweigerung der Unterhaltszahlungen. Anders wäre das nur, wenn es um Unterhalt der Kindesmutter geht. Sie sollten daher die Unterhaltssache regeln. Ich rate hier zu anwaltlicher Vertretung in Deutschland. Es müsste natürlich geprüft werden, inwieweit Forderungen an Ihrem Wohnort vollstreckbar sind, Sie sollten sich aber nicht in falscher Sicherheit wähnen. Gerade weil Sie regelmäßig einreisen, ist es wichtig die Sache klären zu lassen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

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