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Unterhalt für Kind und Frau, Auto im Hausrat?


| 10.01.2018 23:54 |
Preis: 43,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich schildere meine Situation,
Ich(24) bin mit meiner Frau(22) seit dem 31.07.2015 verheiratet unser Sohn ist knapp 2 Monate später zur Welt gekommen und ist dementsprechend 2 Jahre alt.
Nach langen überlegen und vielen Streitereien ist sie zum Entschluss gekommen dass sie sich von mir scheiden lassen möchte.
Sie selber geht nicht arbeiten ist Hausfrau und Mutter bezieht lediglich das Kindergeld auf ihrem Konto.
Ich verdiene im Durchschnitt 2200€ netto im Monat aus nicht selbständiger Arbeit, ohne irgendeinen Nebenverdienst. Außer Weihnachtsgeld gibt's im Durchschnitt Ende des Jahres noch ca 800€ netto.
Sonstige Ausgaben (monatlich):
862€ Miete Wohnung solange ich noch hier wohne und die Scheidung noch nicht durch ist bzw. sie mich noch nicht irgendwie rausgeekelt hat o.ä.
88€ KFZ-Versicherung
26,81 € HAUSRAT/GLAS/HAFTPFL. als Paket
11€ Lebensversicherung
41,21€ zusätzliche Rentenversicherung
21,67€ RiesterRente für Sie!

Sie plant mich hier "rauszuschmeissen" weil Sie mich nicht mehr bei ihr in der nähe bzw. In der Wohnung haben möchte.

1. Kann sie mich ohne triftigen Grund aus der Wohnung schmeißen nur weil sie mich hier nicht mehr haben möchte? Ich könnte zu meinen Eltern ziehen weil sie mich selbstverständlich jederzeit aufnehmen würden, aber da müsste ich auf einem Bett im engen Raume schlafen und hätte nicht unbedingt die Möglichkeit all meine Güter bei Ihnen unterzubringen, sie würden das wiederum auch nicht als längere Lösung bis ich was anderes gefunden hätte gutfinden.K
2. Können Sie mir anhand dieser Ein und Ausgaben sagen wieviel Unterhalt ich für meinen Sohn zahlen müsste?
3. Wieviel müsste ich an meine Frau zahlen und für wie lange?
4. Welche Kosten würden noch auf mich zukommen im Bezug zu der Scheidung und meiner Frau? Einmalzahlungen ?

(Eventuell werden mir wieder Fahrtkosten zur Arbeit von 30km entstehen wenn mir mein Firmenauto wegen Sparmaßnahmen entzogen wird, siehe Punkt 5.!)

Weiterhin plant sie in der nächsten Zeit eine passende Wohnung zu finden die nicht so groß ist wie unsere gemeinsame Ehewohnung (3Zimmer,74qm) damit das Amt dies für sie übernehmen könnte bis sie wieder fest arbeiten geht. Ansonsten würde das Amt Ihr unsere Ehewohnung wenn ich dann nicht mehr da sein sollte für ein halbes Jahr lang zahlen da sie kein Einkommen hat damit sie dann innerhalb dieses halben Jahres die Möglichkeit hat eine kleinere und billigere Wohnung zu finden.

5. Und noch eine Sache die mir schwer auf dem Herzen liegt ist mein Auto.Mir wurde das Geld für mein erstes eigenes Auto vor unserer Hochzeit geschenkt (11650€) von meiner Oma.Mit diesem Geld habe ich mir einen BMW geholt mit dem ich regelmäßig zur Arbeit gefahren bin (30km in eine Richtung).Nachdem wir in unsere Ehewohnung gezogen sind habe ich paar Monate später von meinem Chef ein Firmenauto für den Arbeitsweg bekommen, somit habe ich den BMW natürlich zuhause in der Garage stehen gelassen und meine Frau durfte natürlich diesen jederzeit benutzen. Nach der Geburt unseres Sohnes musste ich den BMW verkaufen weil er mir ganz viele Werkstattbesuche bereitet hat.Ich kaufte mir daraufhin einen Opel (14000€), musste jedoch nachdem ich den BMW für 13000€ verkauft habe natürlich noch 1000€ draufzahlen, dieses Geld hat mir meine Oma ebenfalls dafür nochmals geschenkt.Mittlerweile fahre ich regelmäßig mit dem Firmenauto zur Arbeit und nachhause, dass kann sich aber bald wieder ändern weil sich mein Chef diese Kosten höchstwahrscheinlich ersparen möchte.Zurzeit ist meine Frau nicht zwingend auf ein Auto angewiesen, alles von Arzt bis Einkaufsmöglichkeiten ist ganz gut zu Fuß erreichbar (ca. 5-10 Minuten)Zu einer Kita geht unser kleine auch noch nicht, wird es warscheinlich dann mit dem Alter ab 3 Jahren machen.Einkaufen bin ich immer zum größten Teil gefahren sie ist lediglich Freundinnen und Familie besuchen gefahren und ab und zu Um Kleinigkeiten zu kaufen da es ja mit dem Auto bequemer ist als zu Fuß.Gibt es die Möglichkeit mein Auto nicht zum Hausrat mitzuzählen ? Da ja der PKW vor unserer Hochzeit mir geschenkt worden ist, ich aber das Auto gewechselt habe während unserer Ehe, spielt dass eine Rolle?Sie steht in keinerlei Papieren vom Auto mit drinnen, hat noch nie irgendwelche Reparaturen bezahlt oder einen Cent in das Auto investiert.Sie steht lediglich bei mir in der Kfz Haftpflicht als weiterer Fahrer mit drinnen damit sie abgesichert ist falls was passiert wäre.

Über eine Aufklärung meiner Fragen wäre ich so sehr Dankbar.
11.01.2018 | 05:42

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

1. Ihre Frau kann sich die Wohnung zuweisen lassen. Dies dient der Herstellung der Trennung und ist an keine weiteren Voraussetzungen geknüpft. Es darf nur keine unbillige Härte darstellen, was in Ihrem Fall nicht ersichtlich ist.

2. Angesichts Ihrer Angaben gehe ich davon aus, dass Sie nach Bereinigung Ihres Nettoeinkommens zur Zahlung von Stufe 2 der Düsseldorfer Tabelle verpflichtet sein werden. Dies wären 269 € Kindesunterhalt.

3. Ihre Frau erhält 3/7 Ihres bereinigten Nettoeinkommens nach Abzug des Kindesunterhalts. Gehen wir von 2000 € - 269 € aus, so erhält Ihre Frau während der Trennungszeit 742 €. Dieser Unterhalt ist auch nach der Scheidung weiter zu bezahlen. Dies jedenfalls bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres Ihres Sohnes (was vor der Scheidung der Fall sein dürfte). Danach schmilzt der Unterhaltsanspruch langsam ab in dem Maße indem die Eigenverantwortung Ihrer Frau anwächst.

4. Die Kosten der Scheidung dürften sich in Ihrem Fall in Grenzen halten. Eine Kurzzeitehe dürfte für Sie nicht in Betracht kommen. Da sind zunächst die Gerichtskosten und Rechtsanwaltskosten. Diese sind vom Verfahrenswert abhängig. Dieser ergibt sich aus dem Vermögen, dem Einkommen, den ausgeurteilten Unterhaltsansprüchen, den auszugleichenden Versorgungsanwartschaften etc.. Eine Einschätzung ist hier nicht möglich. Der größere Posten könnte der Zugewinnausgleich sein (alles in der Ehe hinzugewonnene Vermögen muss ausgeglichen werden).

5. Das Auto kann unter Hausrat oder Vermögen fallen, selbst wenn es vor der Ehe mit nur Ihrem Vermögen angeschafft worden wäre. Eine Beurteilung kann nur auf Kenntnis der gesamten Umstände erfolgen. Summarisch basierend auf Ihren Angaben würde ich dazu tendieren das Auto als Vermögen einzustufen. Das muss aber im Streitfall vor Gericht geklärt werden.
Sollte Ihr Chef den Dienstwagen zurück verlangen, sichern Sie Beweismittel aus denen hervorgeht, dass dies unabhängig zur Scheidung erfolgt (vielleicht schon länger feststeht) und nicht erfolgt damit Sie Ihr Auto brauchen und es so dem Zugriff durch Ihre Frau entziehen wollen.

Ich rate Ihnen, baldmöglichst einen Anwalt aufzusuchen. Je nachdem wie die Situation ist können Sie auch mit Ihrer Frau gemeinsam zu einem Anwalt gehen. Dieser darf zwar nur einen Beteiligten vertreten, kann aber eine allgemeine Beratung durchführen (so können schon mal einmal Anwaltskosten gespart werden).

Sollten Sie im weiteren Verlauf dieser Angelegenheit anwaltliche Beratung oder Vertretung benötigen, stehe ich gerne zur Verfügung. Bitte kontaktieren Sie mich in diesem Falle via Email.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend, dem Einsatz angemessen beantwortet zu haben. Sollten Sie Nachfragen haben, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 11.01.2018 | 08:04

Haben sie in ihrer Rechnung auch eventuelle Fahrtkosten die ich zur Arbeit haben werde falls ich das Auto behalten werde mit berücksichtigt ? (30km zur Arbeit)
Die Miete die ich angegeben habe haben sie selbstverständlich nicht berechnet wie ich mir denken kann da sie ja davon ausgehen dass meine noch Frau mit unserem Sohn in der Wohnung bleibt, aber wenn das so passiert wie ich geschildert habe dass meine Frau eine preiswertere Wohnung findet, gehe ich davon aus falls ich die Wohnung behalten möchte, wenn dass klappen würde, dass ich meiner Frau dann kein Unterhalt zahlen müsste da ich ja mehr als 742€ zur Miete zahlen müsste und das mitberechnen wird.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.01.2018 | 12:31

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Um das Nettoeinkommen zu bereinigen ist von einer Vielzahl von Faktoren auszugehen. Berufsbedingte Aufwendungen (zum Beispiel km Geld) sind mit pauschal 5 % zu veranschlagen, maximal aber 150 €. Außerdem können Sie private Krankenzusatzversicherungen und Rentenversicherungen zum Teil abziehen. Wenn Sie dies tun werden Sie mit Ihrem Gehalt zwischen 1.901 € und 2.300 € landen. In diesem Bereich ist der Kindesunterhalt wie genannt zu zahlen.

Für die Berechnung des Unterhalts, spielt die Mitte keine Rolle. Wenn Sie für Ihre Frau die Miete bezahlen und Sie sich darüber einig sind, so kann diese Zahlung als Unterhalt angerechnet werden. Die Miete die Sie für Ihre Unterbringung zahlen kann die Unterhaltsansprüche Ihrer Frau aber nicht schmälern.

Sollten Sie weitere Nachfragen haben oder Unterstützung in diesem Fall benötigen, können Sie mich gerne via Email kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


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Bewertung des Fragestellers 11.01.2018 | 13:19


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