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Unterhalt für Kind und Ex-Freundin


26.10.2007 16:52 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Karin Plewe



Guten Tag!
-Ich bin letzte Woche Vater eines Sohnes geworden.
-Mit der Mutter des Kindes war ich von Dez.06 bis Jan.07 zusammen. -Wir haben nicht zusammen gelebt.
-Nach bekanntwerden der Schwangerschaft habe ich unser Verhältnis beendet und Ihr mitgeteilt meinen Pflichten nachzukommen, jedoch ist die Entscheidung das Kind zu gebären nicht mit meiner Zustimmung erfolgt (ich wurde nicht gefragt)
-Mittlerweile haben wir ein vernünftiges Verhältnis zueinander und ich besuche die beiden fast täglich.
-Die Mutter meines Sohnes war bis zur Geburt berufstätig und befindet sich jetzt in Mutterschutz
-Ich werde und will Unterhalt für meinen Sohn zahlen
-Die Mutter möchte mir ein gemeinsames Sorgerecht zuweisen
-Die Mutter möchte wohl für mind. ein Jahr beruflich aussetzen

Hier meine Konkrete Frage:
Muss ich auch Unterhalt für die Mutter meines Kindes zahlen? Und wenn ja unter welchen Umständen und wieviel? Und sollte ich mit der Unterschrift auf der vaterschaftserklärung warten?

Vielen Dank

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Sehr geehrter Fragesteller,

wenn Sie sich sicher sind, dass Sie der Vater des Kindes sind, macht es keinen Sinn, mit der Anerkennung der Vaterschaft zu warten, denn dann riskieren Sie, dass die Kindesmutter ein Vaterschaftsfeststellungsverfahren einleitet. An der Höhe und Dauer des Unterhalts ändert es nichts. Es würde lediglich die Konfrontation verschärfen, was zu vermeiden ist, insbesondere im Hinblick auf das gemeinsame Sorgerecht (welches allein vom Willen der Kindesmutter abhängt !).

Sie sind nicht nur dem Kind, sondern auch der Mutter des Kindes zum Unterhalt verpflichtet. Dies gilt nach § 1615 l Abs.1 BGB zunächst für die Dauer von sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt des Kindes.
Sofern die Kindesmutter wegen der Pflege und Erziehung des Kindes einer Erwerbstätigkeit nicht nachgeht, sind Sie über den o.g. Zeitraum hinaus für die Dauer von drei Jahren (ab Geburt gerechnet) zum Unterhalt verpflichtet.
Nach Ablauf dieser drei Jahre kann nur in besonderen Härtefällen eine weitere Unterhaltsverpflichtung bestehen. Diese Regelung wird voraussichtlich im neuen Unterhaltsrecht, welches demnächst in Kraft treten wird, nicht wesentlich geändert werden.

Soweit die Kindesmutter also für ca. ein Jahr beruflich aussetzen möchte, steht ihr in dieser Zeit Unterhalt zu.

Während sich der KIndesunterhalt am Einkommen des Vaters orientiert, bemisst sich der Betreuungsunterhalt für die Mutter nach der Lebensstellung und dem früheren Einkommen der Kindesmutter. Der Unterhaltsanspruch entspricht ungefähr ihrem Verdientausfall.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

info@kanzlei-plewe.de




Nachfrage vom Fragesteller 25.11.2007 | 22:08

Sehr geehrte Frau Plewe,
vielen Dank für sie erste Antwort. Wie hoch ist der Unterhaltsanspruch? Mein mtl. Nettoeinkommen beträgt 2330€ abzgl. 325€ private Krankenversicherung. Meine Ex-Freundin hat zuletzt Netto ca. 1700€ bezogen.
MFG....

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.11.2007 | 14:02

Sehr geerhter Fragesteller,

für das Kind beträgt der Unterhalt 196,00 Euro (Kindergeld ist bereits berücksichtigt). Für Ihre Ex-Freundin werden Sie natürlich nicht den Verdienstausfall bezahlen können, aber Sie werden wohl alles oberhalb des Selbstbehalts von 900,00 Euro abgeben müssen. Allerdings könnten Sie versuchen, Ihre Steuerlast durch Eintragung von Freibeträgen zu erleichtern. Ich empfehle Ihnen, entweder mit Ihrer Ex-Freundin eine Regelung zu vereinbaren, die von Ihnen beiden als fair angesehen wird oder abzuwarten, welche konkreten Forderungen die Ex-Freundin stellt. Dann sollten Sie durch einen Anwalt vor Ort prüfen lassen, ob diese Forderung berechtigt ist.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

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