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Unterhalt für Kind in Spanien

| 04.12.2011 12:51 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Hallo
Im Februar diesen Jahres lernte ich während eines Städtetrips eine Spanierin kennen, die vor 2 Wochen ihr Kind entbunden hat. Ein von mir privat angeordneter Vaterschaftstest wird im Laufe der nächsten Woche vom Labor zu einem Ergebnis führen, den ersten Photos nach zu urteilen und der zeitlichen Berechnung ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch.
Momentane Situation:
Sie möchte das das Kind von mir anerkannt wird und meinen Nachnamen trägt (meinen und ihren als Doppelname, das scheint dort üblich zu sein).
Da sie in gut situierten Verhältnissen lebt möchte sie keinen finanziellen Unterhalt von mir, wenn ich im Gegenzug das Kind irgendwann mal nicht zu mir nach Deutschland hole.
Ich kann mir kaum vorstellen das solche Vereinbarungen rechtlich möglich sind, oder?

Ich gehe also davon aus Unterhalt bezahlen zu müssen. Jetzt meine Frage: Wie hoch wird der im etwa sein? Nach deutschem Recht ist der relativ transparent nach der Düsseldorfer Tabelle einzusehen, aber nach spanischem Recht wird vom Gericht individuell entschieden. Kann man im etwas sagen das die Werte ähnlich sind? Muss für die Mutter auch Unterhalt gezahlt werden? Ich möchte nur vom unangenehmsten ausgehen, da ich mich auf Absprachen mit der Mutter nie berufen kann.
Ich bin bereit das Kind anzuerkennen, wenn es denn erwiesen ist das ich der biologische Vater bin. Sie möchte das ich nach Spanien mit ihr zum Standesamt gehe um es anzuerkennen. Muss ich dort wirklich persönlich erscheinen, oder läßt sich das auch aus Deutschland (z.B. über das spanische Konsulat) abwickeln?
Falls das nicht geht, ich zwar der Vater bin (was nur ich weiß durch meinen privat, nicht gerichtsverwertbaren durchgeführten Vaterschaftstest)und nicht nach Spanien zur Anerkennung vorstellig werde, mit welchen Verfahren ist das zu rechnen. Offiziell bin ich ja noch nicht der Vater, also dürften mir doch auch keine finanziellen Nachteile entstehen wenn die Frau vor Gericht zieht und dort sagt der wahrscheinliche Vater würde ich Deutschland leben und nun möchte ich ihn verklagen (was ja nicht gehen dürfte, weil ich noch nicht die Vaterschaft anerkannt habe...somit über eine etwaige Schwangerschaft auch möglicherweise noch gar nichts wusste).
Falls das Verfahren länger dauern sollte, kann die Mutter den Unterhalt für die vergangenen Monate (auch die Monate der Schwangerschaft) nachträglich fordern?
Kurze Info über die Gegebenheiten: sie wohnt ländlich, ca. 30 km weg von Barcelona (dürfte interessant sein für die Unterhaltsberechnung), ist selbständig mit einer eigenen Sprachenschule mit angestellten Sprachlehrern. Ich bin Beamter mit ca. 2100€ Nettogehalt.
Ich weiß momentan nicht wie ich mich verhalten soll. Abwarten bis irgendwas aus Spanien kommt, Rechtsanwalt, oder Gericht....oder kooperativ sein und nach meinem positivem Vaterschaftstest das Kind anerkennen? Ich möchte noch zusätzlich erwähnen das ich es mir nicht vorstellen kann einen Bezug zu dem Kind aufzubauen, durch die Distanz, die sprachliche Hürde und meiner jetzigen Familiensituation. Ich bin bereit dafür meinen Anteil zu bezahlen, da stehe ich in der Verantwortung. Ich habe aber wenig Interesse nach spanischer Gesetzgebung soviel dafür zu bezahlen das ich meine Lebenshaltungskosten nicht mehr tragen kann.

Vielen lieben Dank im voraus.

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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Fragen aufgrund des dargelegten Sachverhalts wie folgt:


Frage 1:
Die Höhe des Unterhalts bemisst sich grundsätzlich nach ihren Einkünften, zum andern aber auch der Berücksichtigung von geringeren Lebenshaltungskosten, geringeren Lohnniveau und niedrigeren sozialen Gefüge in Spanien. Sie können daher davon ausgehen, dass der Unterhalt etwa 80 % des deutschen Unterhalts betragen könnte. Tabellen hierfür, wie die Düsseldorfer Tabelle, gibt es in Spanien nicht.

Frage 2:
Die Mutter Ihres Kindes kann auf Unterhalt verzichten und dies ist auch dann wirksam, wenn es vor einer zuständigen Behörde oder einem Notar geschieht. Eine solche notarielle Vereinbarung könnte in Spanien abgeschlossen werden und von Ihnen bei einem deutschen Notar genehmigt werden. Dann müssten sie nicht gesondert nach Spanien reisen, sondern könnten dies von hier aus erledigen. Auch vor dem spanischen Konsulat in Deutschland könnten sie gegebenenfalls notwendige Erklärungen beurkunden lassen.

Frage 3:
Auch in Spanien gibt es ein Verfahren zur Erwirkung eines Unterhaltstitels. Sofern sie dort nicht vertreten sind, würde der Titel allein nach dem Antrag der Mutter erlassen werden und könnte nach den entsprechenden zwischenstaatlichen Vereinbarungen mit Spanien auch in Deutschland vollstreckt werden. Mindestens von dem Zeitpunkt ab, zu welchem die Mutter des Kindes Unterhalt fordert, müssten sie einen solchen gegebenenfalls auch nachzahlen.

Da die Einzelheiten relativ kompliziert sind, rate ich Ihnen, wenn ihre biologische Vaterschaft festgestellt wurde, einen deutschen Kollegen zu beauftragen, der engen Kontakt zu spanischen Anwälten hat oder mit diesen kooperiert.

Einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage hoffe ich gegeben und Ihnen damit weitergeholfen zu haben. Über eine positive Bewertung würde ich mich in jedem Fall freuen.

Sofern Sie weitere Hilfestellung benötigen, können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

Tel.: 08054 – 9233
Fax.: 08054 – 9234

E-Mail: ra.zuern@gmail.com

Nachfrage vom Fragesteller 04.12.2011 | 17:58

Hallo Herr Zürn,

herzlichen Dank für die schnelle und ausführliche Auskunft.
Nur eine Nachfrage das ich es auch unmissverständlich verstanden haben. In Ihrem Absatz "Frage 1" steht, dass sich die Höhe des Unterhaltes nach "ihren" Einkünften richtet. Sind damit meine oder Ihre gemeint? Bin ich ausschließlich dem Kind zum Unterhalt verpflichtet oder auch der Mutter? Kann man somit sagen das ich beispielsweise statt 200 Euro (gemäß D. Tabelle) nur ca. 160 Euro zahlen müsste? Also keine weiteren Kosten wie Krankenversicherung oder etwaiger Verdienstausfall der Mutter auf mich zukämen?

Sie kann also nur Unterhalt ab dem Zeitpunkt fordern, an dem sie ihn erstmalig beantragt? Das kann sie aber erst sobald ich das Kind offziell anerkannt habe, oder? Sollte das beispielsweise erst ab Februar 2012 sein, dann auch erst ab dem Monat?

Letzte Nachfrage:

Ich muss zur Kindesanerkennung nicht persönlich in Spanien erscheinen, sondern kann das ganz sicher auch von hier.
Habe ich das alles richtig verstanden? :)

Nochmals vielen Dank und selbstverständlich werde ich sie positiv bewerten.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.12.2011 | 08:42

Sehr geehrter Fragesteller,

besten Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworte:

Es sind natürlich Ihre Einkünfte als Beamter gemeint. Auch die Mutter ist verpflichtet, soweit sie leistungsfähig ist. In der Unterhaltszahlung ist alles abgegolten, also auch Krankenversicherung etc.

Unterhalt kann von Ihnen auch gefordert werden, sofern die Anerkennung noch nicht erfolgt oder nicht festgestellt ist.

Erklärungen können Sie anstatt bei einer spanischen Behörde regelmässig auch beim Konsulat abgeben. Eine Ausnahme von dieser Regel sehe ich hier nicht. Verbindlich kann Ihnen dies allerdings nur das Konsulat selbst zusagen.


Ich hoffe, ich habe damit Ihre Nachfrage beantworten können und würde mich über eine gute Bewertung freuen, andernfalls müssten Sie sich einfach nochmals melden.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

Tel.: 08054 – 9233
Fax.: 08054 – 9234

E-Mail: ra.zuern@gmail.com


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Bewertung des Fragestellers 04.12.2011 | 18:23

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 04.12.2011 4,8/5,0
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