Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
503.783
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unterhalt für AZuBi bei getrennt lebenden Elternteilen

21.08.2008 15:23 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Sehr geehrter Herr Anwalt,

ich habe eine Tochter, 16 Jahre. Als meine Tochter 3 Jahre alt war, ist die eheähnliche Gemeinschaft zwischen der Mutter und mir auseinandergegangen.

Die Mutter hat geheiratet und mit Ihren Mann 2 gemeinsame Kinder, meine Tochter lebt mit in diesen Haushalt.
Ich habe ebenfalls geheiratet und meine Frau hat 2 inzwischen erwachsene Kinder die jeweils eine eigene Wohnung haben und sich mitten in der Ausbildung (Abitur + Studium) befinden, so dass wir Sie unterstützen.

Bis zu diesen Monat war meine Tochter schulpflichtig und ich überweise Unterhalt laut Düsseldorfer Tabelle an die Mutter.

Ab nächsten Monat (Sept. 08) hat meine Tochter eine Lehrstelle mit auswärtiger Unterbringung (Miete warm incl. Abschlag Elektro: 290 EUR).
Vergütung vom 1. bis zum 4. Lehrjahr brutto:
1. Lehrjahr = 645 EUR (entspricht ca. 511 EUR netto),
2. Lehrjahr = 708 EUR (entspricht ca. 563 EUR netto),
3. Lehrjahr = 785 EUR (entspricht ca. 625 EUR netto)
4. Lehrjahr = 857 EUR (entspricht ca. 682 EUR netto),

Mein Verdienst beträgt 2400 EUR netto pro Monat.
Die Mutter hat kein Erwerbseinkommen, das Einkommen Ihres Mannes ist mir unbekannt (er ist Pilot bei der Bundeswehr)

1. Wie wird der Unterhalt von mir an meine Tochter ab Dato pro Lehrjahr berechnet und wie verhält es sich bei Eintritt (Jan. 2010) der Volljährigkeit?
2. Gibt es einen Unterhaltsanspruch meine Tochter an die Mutter wegen auswärtiger Unterbringung? Und falls ja wir wird dieser ab Dato pro Lehrjahr berechnet und wie verhält es sich bei Eintritt (Jan. 2010) der Volljährigkeit?

Jeweils ein kleines Rechenbeispiel würde mir hier schon weiterhelfen.
21.08.2008 | 16:56

Antwort

von


(371)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Ratsuchender!

Vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben wie folgt beantworten möchte.

1. Bei ausbildungsbedingter auswärtiger Unterbringung des Kindes sind grds. beide Elternteile zum Barunterhalt verpflichtet.
Die Kindesmutter wäre hier ebenfalls verpflichtet, da Sie keine oder weniger Betreuung aufgrund des Wegzuges des Kindes zu leisten hat.
Die Kindesmutter kann jedoch aufgrund fehlenden Einkommens nicht leisten.

Hier ist wohl aufgrund der auswärtigen Ausbildung bzgl. Bedarf und Bedürftigkeit des Kindes die Regelung für volljährige Auszubildende und Studenten entsprechend anzuwenden.
Der angemessene Bedarf eines volljährigen Kindes mit eigenem Hausstand beträgt 640,00€ monatlich.
Darin enthalten sind die Kosten für Warmmiete bis zu 270 €.

Das eigene Einkommen des Kindes wird dabei jedoch zur Hälfte auf den Barbedarf angerechnet.
Die Ausbildungsvergütung wird zunächst um 90,00 € ausbildungsbedingten Mehrbedarf gekürzt und dann zur Hälfte angerechnet, so dass sich Ihre Unterhaltszahlungen um diese Summe verringern dürften.

1. Lehrjahr: 640,00 € - (421,00 € : 2)= 430,00 €;
2. Lehrjahr: 640,00 € - (473,00 € : 2)= 404,00 €;
3. Lehrjahr: 640,00 € - (535,00 € : 2)= 373,00 €;
4. Lehrjahr: 640,00 € - (592,00 € : 2)= 344,00 €;

Des weiteren wäre noch das gesamte Kindergeld gem. § 1612b I Nr. 2 BGB auf den Barbedarf anzurechnen.


Ab Eintritt der Volljährigkeit ist Ihre Tochter anspruchsberechtigte und der Unterhalt daher direkt an die Tochter zu zahlen.


2. Ist das Kind auswärts untergebracht, so sind beide Elternteile zum anteiligen Barunterhalt verpflichtet, gem. § 1606 III BGB . Das Kind hat somit grds. auch einen Unterhaltsanspruch gegenüber der Mutter.

Da die Mutter jedoch selbst kein Erwerbseinkommen hat, hat die Mutter hier auch nicht zu zahlen.

Ich hoffe, Ihre Fragen zunächst beantwortet zu haben.

Bitte beachten Sie, dass die Beantwortung der Frage auf Ihren Angaben beruht. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann sich die rechtliche Bewertung ändern. Dieses Forum ist nicht geeignet, eine umfassende Beratung durch einen Rechtsanwalt zu ersetzen, sondern soll nur eine erste juristische Tendenz aufzeigen. Bei Rückfragen nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion auf dieser Seite. Sollten Sie eine Interessenvertretung aus dem Bereich von frag-einen-Anwalt.de heraus wünschen, so kontaktieren Sie mich bitte unter der angegebenen e-mail-Adresse.

Gerne bin ich Ihnen im Rahmen der Mandatserteilung behilflich.

Mit freundlichem Gruß,
Rechtsanwältin Wibke Schöpper.

E-Mail: kanzlei-schoepper@alice-dsl.net


Rechtsanwältin Wibke Türk

Nachfrage vom Fragesteller 22.08.2008 | 11:18

Auf welcher Grundlage beruht Ihre Aussage: "Das eigene Einkommen des Kindes wird dabei jedoch zur Hälfte auf den Barbedarf angerechnet."

Danke.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.08.2008 | 12:41

Sehr geehrter Ratsuchender!

Dies Aussage wird gestützt durch die unterhaltsrechtlichen Leitlinien der Oberlandesgerichte. Sie wird einvernehmlich durch die OLG´s vertreten, da es unbillig wäre, den kompletten Unterhalt zu fordern, sofern dem Kind eigene Einkünfte zur Verfügung stehen.

Mit freundlichem Gruß,

Rechtsanwältin Schöpper

ANTWORT VON

(371)

HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Familienrecht, Kaufrecht, Miet und Pachtrecht, Vertragsrecht, Reiserecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 65086 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Liebe Frau Prochnow, ich danke für Ihre Antwort. Präzise, verständlich, mit allem was ich wissen wollte. Einfach super! Viele Grüße ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle ausführliche Antwort! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Eine sehr ausführliche und überaus schnelle Rechtsberatung, trotz des geringen Budgets. Ich empfehle diesen Anwalt uneingeschränkt weiter und werde diesen bei weiterem Bedarf auch für meine Belange hinzuziehen. 5***** ...
FRAGESTELLER