Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unterhalt für 2 Volljährige Kinder

| 31.10.2009 20:21 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Mein Mann zahlte bis September 2009 je 248,00€ Unterhalt an seine beiden, bei der Mutter lebenden Kinder. Die Tochter ist bereits volljährig und geht noch zur Schule, der Sohn wird im Dezember 2009 volljährig und hat am 01.09.2009 eine Ausbildung begonnen. Aufgrund der veränderten Einkommenssituation hat die Mutter beim Jugendamt die Neuberechnung des Unterhalts beantragt. Die Neuberechnung hat folgenden Unterhaltsanspruch ergeben:

Nettoeinkommen des Vaters: 1274,47€
abzüglich Werbungskostenpauschale: - 63,72€
anrechenbares Einkommen: =1210,75€

100% des Mindestunterhaltes: 377,00€
abzüglich hälftiges Kindergeld: -82,00€
Unterhaltsanspruch: =295,00€

Nettoeinkommen des Sohnes: 336,07€
ausbildungsbedingter Mehraufwand: -90,00€
anzurechnendes Einkommen: =246,07€
Der verbleibende Betrag wurde hälftig auf den Unterhaltsanspruch angerechnet. Somit ergibt sich ein Zahlbetrag in Höhe von 295,00€ abzüglich 123,00€ =172,00€ monatlich ab dem 01.10.2009.

Soweit können wir die Rechnung nachvollziehen aber muss das Jugendamt die Unterhaltszahlung an die Tochter in Höhe von 248,00€ nicht anrechnen und wie weit darf der Selbstbehalt bei Unterhaltsberechnungen für volljährige Kinder unterschritten werden?
Für eine schnelle und unkomplizierte Antwort wären wir Ihnen sehr dankbar.

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage.

Sie haben mit Ihrer Einschätzung Recht. Der Unterhaltsanspruch des Sohnes ist nach Ihrer Schilderung zwar für sich genommen korrekt berechnet, allerdings muss in die Berechnung die Unterhaltspflicht gegenüber beiden Kindern eingestellt werden.

Zunächst muss aber die Rangfolge der Kinder geklärt werden. Minderjährige, unverheiratete Kinder gehen vor, es sei denn das volljährige Kind ist nach § 1603 II BGB noch nicht älter als 21 Jahre und lebt im Haushalt eines Elternteils und geht zur Schule. Die Tochter ist also nach § 1603 II BGB einem minderjährigen Kind gleichgestellt. Der Sohn hat in der Tat einen Anspruch auf Ausbildungsunterhalt und steht der Tochter gleich, solange er nicht volljährig ist. Der Sohn wird also ab Dezember im zweiten Rang stehen und die Tochter vorgehen.

Ich gehe davon aus, dass das Nettoeinkommen richtig errechnet ist. Bei einem Netto von 1211 € (gerundet) stehen nur 311 € für den Unterhalt beider Kinder zur Verfügung, denn der Selbstbehalt eines erwerbstätigen Pflichtigen beträgt 900 € netto. Da zur Zeit beide Kinder im gleichen Rang stehen, ist der Betrag hälftig zu teilen. Beide Kinder haben nur einen Anspruch auf 155,50 €, obwohl der Bedarf höher wäre, denn es liegt ein sog. Mangelfall vor.

Wenn Sie weiter 248 € und 172 € zahlen, dann unterschreiten Sie den Selbstbehalt.

Ab Dezember geht dann die Tochter vor, Sie müsste also wieder 248 € erhalten. Beim Sohn ändert sich einiges, denn bei Volljährigen ist das Kindergeld voll auf den Bedarf anzurechnen und nicht hälftig. Außerdem ist auch die bereinigte Ausbildungsvergütung nicht mehr zur Hälfte, sondern voll anzurechnen.

Die Rechnung wäre dann ab Dezember für den Sohn:
432 € - 164 € Kindergeld - 246,07 € Ausbildungsvergütung=21,93 €.

Nach aktueller Tabelle wären für die volljährige Tochter 268 € zu zahlen und für den Sohn dann 21,93 €. Wenn niemand den höheren Betrag für die Tochter fordert, müssen Sie aber nicht von sich aus die Zahlung anpassen.



Bewertung des Fragestellers 03.11.2009 | 08:45

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Dia Antwort war sehr ausführlich und hat mir sehr geholfen,vielen Dank"
FRAGESTELLER 03.11.2009 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70400 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführliche und verständliche Antwort. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ich empfehle Herr Rechtsanwalt Burgmer uneingeschränkt weiter! Klare, unmissverständliche Aussagen.....sehr gut! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle kompetente Antwort innerhalb kürzester Zeit. Kann man definitiv weiterempfehlen. ...
FRAGESTELLER