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Unterhalt für 18jährige


12.11.2005 14:09 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Mein von mir getrennt lebender Mann zahlt Unterhalt für unsere gemeinsamen 3 Kinder. Ich habe eine Frage bezüglich meiner jetzt 18jährigen Tocher. Sie geht in die 12. Klasse Gymnasium und wird noch 2 Jahre zur Schule gehen. Ich bekomme jetzt 382 Euro (Vor dem 18. Geb. waren es 360 Euro). Diese Beträge wurden jeweils von seiner Anwältin errechnet.

1.Wird sich an dem monatlichen Unterhalt etwas ändern, wenn jetzt die Scheidung eingereicht wird?

2.Inwieweit kann der Fall eintreten, dass ich zum Unterhalt beisteuern muss (neben der ganzen Versorgung im gemeinsamen Haushalt.)?

Informationen zu den beiden anderen Kindern:
15 Jahre- Unterhalt 389 Euro
21 Jahre - freiwillige Beitrag des Vaters als Ergänzung zum Praktikumsgeld
Für alle 3 Kinder erhalte ich das volle Kindergeld.
Mit freundlichem Gruß

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen dank für Ihre Anfrage. Diese beantworte ich auf Grundlage Ihrer Sachverhaltsschilderung und im Rahmen des von Ihnen gebotenen Mindesteinsatzes summarisch gerne wie folgt:


1.

Nein! Die Unterhaltspflicht folgt aus § 1610 Abs.2 BGB; sie ist unabhängig davon, ob der unterhaltsverpflichtete Elternteil mit dem anderen Elternteil noch verheiratet ist oder nicht.

2.

Grundsätzlich trifft die Unterhaltspflicht beide Elternteile. Allerdings müssen beide leistungsfähig sein; auch ist bei Minderjährigen in der Regel die Unterhalthaltsleistung durch sog. Betreuungsunterhalt ausreichend, siehe § 1603 Abs.3 BGB:



(3) 1Mehrere gleich nahe Verwandte haften anteilig nach ihren Erwerbs- und Vermögensverhältnissen. 2 Der Elternteil, der ein minderjähriges unverheiratetes Kind betreut, erfüllt seine Verpflichtung, zum Unterhalt des Kindes beizutragen, in der Regel durch die Pflege und die Erziehung des Kindes.


Hinsichtlich des minderjährigen Kindes ist eine Unterhaltsverpflichtung demnach gem. § 1606 Abs.3 S.2 BGB im Regelfall zu verneinen. Bei Volljährigen entscheidet nach S.1 der gesetzlichen Regelung die Leistungsfähigkeit – hier dürfte im Rahmen der diesseits möglichen summarischen Prüfung und ohne genaue Kenntnis der Erwerbs- und Vermögensverhältnisse eine Unterhaltspflicht Ihrerseits ebenfalls eher fernliegen.


Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort zunächst einmal weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung.


Mit freundlichen Grüssen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf

Nachfrage vom Fragesteller 12.11.2005 | 18:38

Zunächst danke für Ihre zügige Antwort. Aber bitte noch einmal genau auf die Unterhaltszahlungen für die 18 jährige bezogen. Kann es sein, dass die Anwälte aufgrund der Volljährigkeit einen geringeren Unterhalt als die bisherigen 382 Euro errechnen werden. Ich möchte mich da im Vorfeld drauf einstellen können, bevor es in die konkreten Scheidungsverhandlungen geht.
Mit freundlichem Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.11.2005 | 18:58

Sehr geehrte Frau S.,

danke für Ihre Nachfrage.

Zunächst: Mir ist ein Tipfehler aufgefallen. In Ziffer 2 der Ausgangsantwort heißt es richtig § 1606 Abs.3 BGB, nicht § 1603 Abs.3 BGB; der zitierte Gesetzestext war aber „der Richtige“.

Ihre Nachfrage kann ich verneinen. Denn solange die Tochter in Ausbildung ist – oder gar noch zu Schule geht- ändert sich nichts zu ihren Lasten.


Mit freundlichen Grüssen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

ra.schimpf@gmx.de

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