Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unterhalt erwachsene Tochter

| 18.01.2013 21:54 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


14:16

Sehr geehrte Damen und Herren,
hier mein Anliegen:

Bei unser Hochzeit im Jahre 1996 hat meine Frau eine Tochter geb. 1991 mit in die Ehe gebracht. Eine Adoption meinerseits erfolgte aber nicht.
Bis zu Ihrem 18. Lebensjahr hatte das Jugendamt die Vormundschaft bezgl. der Unterhaltspflichten des leiblichen Vaters übernommen. Der Unterhalt kam anfangs nur stockend, dann gar nicht mehr, da Vater unbekannt verzogen.

Die Tochter meiner Frau hat mit erfolgreichen Realschulabschluss Ihre Schulpflicht beendet. Das freiwillig besuchte Fachgymnasium hat sie letztes Jahr eigenverantwortlich abgebrochen.

Da bei Ihr eine Zwangsstörung von den Ärzten diagnostiziert wurde, befindet sie sich im Moment in stationärer Therapie. Nach der stationären hTerapie soll eine Unterbringung in ein betreutes Wohnen erfolgen. Da sie wohl im Moment arbeitunfähig ist, hat sie kein Einkommen und erwartet von uns Unterhaltszahlungen.

Meine Frau bekommt momentan noch Kindergeld von der Familienkasse gezahlt.

Nun meine Frage:
- Bin auch ich für die 21 Jährige Tochter meiner Frau unterhaltspflichtig, da sie bei uns gewohnt hat und der leibliche Vater nicht auffindbar ist,

- in welchem Umfang und in welcher Höhe ist meine Frau unterhaltspflichtig (Nettoeinkommen 613 Euro)

- wann kann man fordern, dass sie sich um eine Arbeit / Ausbildung kümmert.

Danke im Voraus

18.01.2013 | 22:25

Antwort

von


(2338)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Ratsuchender,


Sie sind nicht unterhaltspflichtig. Die Tatsache, dass der Erzeuger nicht auffindbar ist und das Kind mit in Ihrem Haushalt gewohnt hat, führt nicht zu einer Unterhaltspflicht Ihrerseits.


Die Mutter hat zwar nur ein Einkommen unterhalb des Selbstbehaltes.

Wenn das Kind aber aus medizinischen Gründen in betreute Wohnen muss, gibt es eine Besonderheit. Hier ist die Höhe des Unterhaltes gesetzlich auf 31,06 Euro begrenzt, müsste im Einzelfall aber genau berechnet werden, da es sich sogar noch reduzieren kann.



Grundsätzlich könnte man nach Abschluss der Schulausbildung fordern, dass das Kind einer Erwerbstätigkeit/Ausbildung nachgehrt. Da es aber derzeit offenbar krank ist, kommt dieses derzeit aber nicht in Frage.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php


Rückfrage vom Fragesteller 19.01.2013 | 13:25

Sehr geehrter Herr Bohlen,
vielen Dank für die schnelle Antwort.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, bin ich nicht unterhaltspflichtig für die Tochter meiner Frau. Bezieht sich das auch auf Leistungen bei Sozialämter o.ä.? Dort wird immer nach Einkünften aller im Haushalt lebenden Personen gefragt.

Danke und viele Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 19.01.2013 | 14:16

Sehr geehrter Ratsuchender,


Sie sind gegenüber der Tochter Ihrer Frau nicht unterhaltspflichtig, da Sie mit dieser nicht verwandt sind.


Ihr Einkommen wird aber bei Bezug staatlicher Leistungen vom Sozialamt, Jobcenter etc. berücksichtigt. Das hat seinen Grund darin, dass aufgrund der Patchworkfamilie zunächst einmal davon ausgegangen wird, dass eine Bedarfgemeinschaft vorliegt.

Diese wird unterstellt, wenn wirtschaftliche Verflechtungen vorhanden sind und ein sogenanntes Für-einander-einstehen angenommen wird. Dieses ist nicht gleichzusetzen
mit der Unterhaltspflicht. Die sozialrechtliche Bedarfsgemeinschaft kann auch angenommen werden, wenn keine Unterhaltspflich besteht. Deswegen
wird auch Ihr Einkommen ermittelt. Ob dieses allerdings auch in Ihrem Einzelfall zutreffend ist, müsste gesondert geprüft werden.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle ohne n
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php

Bewertung des Fragestellers 21.01.2013 | 13:21

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Thomas Bohle »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 21.01.2013
4/5,0

ANTWORT VON

(2338)

Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Familienrecht, Zivilrecht, Baurecht, Miet und Pachtrecht