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Unterhalt eines Möchtegern


18.06.2007 13:20 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Hallo ersteinmal,
ich bin seid 14 Jahren von meiner ersten Frau, mit der ich 2 Kinder habe, geschieden. Sie hat ihren Job gekündigt und ich habe brav meinen Unterhalt gezahlt.Meine Ex-Frau hat nach 5 Jahren wieder geheiratet, so das ich ab Dato nur noch für die Kinder gezahlt habe.Mit dem neuen Mann hat sie ein gemeinsames Kind bekommen, welches heute 6 jahre alt ist. Meine beiden Kinder sind 15(Tochter) und 18(Sohn noch in der Handels-Schule mind 1 Jahr)(18 seid einer Woche.)Ich habe auch neu geheiratet und habe mit meiner Frau auch ein gemeinsames Kind (9Jahre).
Meine Frau verdient ca.1500,00 Netto und ich ca.2200,00, beide mit Steuerklasse 4.
Seid 3 Jahren lebt mein Erstgeborener bei mir, während meine Tochter noch bei Ihrer Mutter lebt.Meine Ex-Frau zahlte die ganzen 3 Jahre keinen Unterhalt für meinen Sohn, weil sie selbstständig ist und lt. ihrer BWA keine Ertrag aus ihrer Firma holt. Auch ist sie der Meinung, nicht zahlen zu müssen, weil sie noch ein Kind unter 8 Jahren zu Hause hat und gar nicht arbeiten müßte. Für meine Tochter zahle ich aber weiterhin Unterhalt die ganze Zeit( nach Absprache mtl.300,00)
Zur Zeit lebt meine Ex-Frau in Scheidung und bewohnt eine kleine Mietwohnung mit meiner Tochter und dem 6 jährigen.
Nun kommen meine Fragen:)
-wie siehts mit dem Unterhalt für meinen 18 jährigem Sohn aus ?
-was ist mit dem Unterhalt von meiner Tochter? muß ich den weiterzahlen, obwohl meine Ex-Frau keinen für den Sohn bezahlt ?
-wo steh ich in der Düsseldorfer Tabelle? in der jetzigen Situation ? (Ehefrau und 2 Kinder im Haushalt+ 1 Kind bei Ex-Frau)
-wird das Gehalt meiner jetzigen Frau irgendwie angerechnet ?

Das ganze fängt an schwierig zu werden, denn mein 18 gewordener Sohn, er ist noch in der höheren Handelsschule, mind. noch ein Jahr, will jetzt ausziehen und eine eigene Wohnung haben.
Wie siehts dann mit dem Unterhalt aus ?


Vielen Dank im voraus für die Beantwotrung meiner Fragen.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch einen Anwalt / Anwältin ersetzen kann.

Die rechtliche Beurteilung kann unter Umständen anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen, wenn bestimmte Angaben hinzugefügt oder weggelassen werden.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben, wie folgt:

Der Unterhalt Ihres volljährigen Sohns errechnet sich aus dem Einkommen der beiden Ehegatten. Diese sind ab der Volljährigkeit des Kindes anteilig zum Barunterhalt verpflichtet. Ab dem Zeitpunkt, indem Ihr Sohn einen eigenen Hausstand gründet beträgt der geschuldete Unterhaltsbetrag pauschal 640 €. Auch dieser ist anteilig von beiden Elternteilen zu entrichten.

Der Unterhaltsanspruch Ihrer Tochter ist unabhängig von dem des Sohnes. Daher können Sie nicht mit Hinweis auf den nicht gezahlten Unterhalt für den Sohn die Unterhaltszahlungen an Ihre Tochter einstellen.

Nach den von Ihnen gemachten Angaben sind Sie in die in die Gruppe 6 der Düsseldorfer Tabelle einzuordnen. Diese erfasst das von Ihnen erwirtschaftete Einkommen in Höhe von 2200 €. Weiter kommt es hier nicht zu einer Umgruppierung, da Ihre Lage dem Normalfall der Düsseldorfer Tabelle entspricht, insgesamt sind Sie drei Personen gegenüber zum Unterhalt verpflichtet.

Ihre jetzige Ehefrau ist nicht zum Unterhalt für Ihre Kinder aus erster Ehe verpflichtet. Sie steht in keinem verwandtschaftlichen Verhältnis zu den Kindern. Aus diesem Grund wird auch ihr Einkommen bei der Unterhaltsberechnung nicht mit einbezogen. Hier ist nur Ihr eigenes Einkommen ausschlaggebend.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit der Antwort weiterhelfen. Sollten Sie noch weiteren Klärungsbedarf haben, nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.

Mit freundlichen Grüßen

Christopher Tuillier
Rechtsanwalt

info@rechtsanwalt-tuillier.de
www.rechtsanwalt-tuillier.de

Nachfrage vom Fragesteller 18.06.2007 | 15:46

vielen Dank für schnelle Antwort.
Ich hab noch eine Frage zu meiner Ex-Frau. Welche rechtlichen Möglichkeiten habe ich, um festzustellen, ob sie Unterhaltsrelevantes Einkommen hat oder nicht ? Soweit ich weiß hat sie auf Unterhalt von ihrem mann verzichtet, weil er ihr die firma überlassen hat - zeigt das nicht, das dort genug erwirtschaftet wird zum Leben? und was macht mein Sohn, der ausziehen will, wenn die Mutter kein Unterhalt zahlt oder zahlen kann? muß ich dann alles zahlen ?

Nachfrage vom Fragesteller 18.06.2007 | 15:47

vielen Dank für schnelle Antwort.
Ich hab noch eine Frage zu meiner Ex-Frau. Welche rechtlichen Möglichkeiten habe ich, um festzustellen, ob sie Unterhaltsrelevantes Einkommen hat oder nicht ? Soweit ich weiß hat sie auf Unterhalt von ihrem mann verzichtet, weil er ihr die firma überlassen hat - zeigt das nicht, das dort genug erwirtschaftet wird zum Leben? und was macht mein Sohn, der ausziehen will, wenn die Mutter kein Unterhalt zahlt oder zahlen kann? muß ich dann alles zahlen ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.06.2007 | 09:20

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Ihr Sohn hat einen Auskunftsanspruch gegenüber seiner Mutter über deren Einkünfte. Dieser Anspruch ergibt sich aus § 1605 BGB. Diese Auskunft hat schriftlich zu erfolgen und muss eine systematische Zusammenstellung der gesamten Einnahmen und Ausgaben (auch mietfreies Wohnen, Zusammenleben mit Partner u. ä.) beinhalten. Bei Selbständigen genügt in der Regel die Mitteilung des Endergebnisses nebst Beifügung der Abschlüsse.

Darüber hinaus besteht ein Anspruch auf Abgabe der eidesstattlichen Versicherung, wenn die Auskunft nicht mit genügender Sorgfalt erteilt wurde.

Sowohl der Anspruch auf Auskunft als auch der Anspruch auf Unterhalt sind im gerichtlichen Verfahren durchsetzbar.

Sollte sich herausstellen, dass Ihre Exfrau nicht Leistungsfähig ist, so müssten Sie allein für den Unterhalt Ihres Sohnes aufkommen. Hierbei ist jedoch auch Ihre eigene Leistungsfähigkeit zu berücksichtigen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Christopher Tuillier
Rechtsanwalt

info@rechtsanwalt-tuillier.de
www.rechtsanwalt-tuillier.de

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