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Unterhalt einer erwachsenen Stieftochter


02.01.2007 19:42 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht



Mein Mann und ich sind seit 5 Jahren verheiratet, wir haben 2 gemeinsame Kinder (13 und 10 Jahre), die in unserem Haushalt leben. Ich bin Lehrerin und mein Mann Arbeiter, mit einem Nettoeinkommen von ca 800€ bei Steuerklasse 5.
Aus erster Ehe hat mein Mann eine 18 jährige Tochter, die nun bei seiner Mutter (ihrer Oma) lebt. Seine erste Frau ist wiederverheiratet und hat einen 2-jährigen Sohn.
Meine Stieftochter hat die Hauptschule abgebrochen-ohne Abschluss und ist auch aus einer Therapiegruppe verwiesen worden, weil sie sich nicht an Regeln hält. Sie hat Borderline Syndrom. Bei der Oma schläft sie lange und schreibt ab und zu Bewerbungen, auf die sie Absagen erhält.
Nun hat sie Hartz IV oder ALG2 beantragt. Meine Schwigermutter hat ca 250000 € gespart, mein Mann hat nichts gespart und auch keinen Besitz, außer einem Auto. Kann mein Einkommen auch mit angerechnet werden und bin ich verpflichtet, Unterhalt zu bezahlen?
Sehr geehrte Fragestellerin,

da Sie weder mit dem Kindes Ihres Mannes verwandt sind, noch freiwillig durch Adoption oä. eine Unterhaltsplicht begründet haben, trifft Sie auch eine solche nicht. Bei der Frage des Bedarfs kann uU Ihrem Ehemann ein Abzug drohen, weil dieser durch die günstigere Kostenverteilung aus dem Zusammenleben mit Ihnen hierfür weniger Geld benötigt.

Im Rahmen des AlG kommt eine Bedarfsgemeinschaft im Verhältnis zu Ihnen nicht in Betracht, weil das Kind nicht bei Ihnen lebt.

Beachten Sie, dass meine Antwort nur als erste Orientierung dienen kann, Änderungen oder Ergänzungen des Sachverhaltes können die rechtliche Beurteilung verändern.

Mit freundlichen Grüssen

RA Oliver Martin

Nachfrage vom Fragesteller 03.01.2007 | 09:51

Sehr geehrter Herr Martin,
Könnten SIe mir bitte erklären, was folgender Teil Ihrer Antwort bedeutet: Bei der Frage des Bedarfs kann Ihrem Ehemann ein Abzug drohen, weil er durch die günstigere Kostenverteilung...weniger Geld benötigt.
Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.01.2007 | 10:21

Sehr geehrte Fragestellerin,

falls dem Kind ein Unterhaltsanspruch zusteht, stellt sich regelmäßig die Frage nach der Leistungsfähigkeit des Verpflichteten. Dieser hat eine "Freigrenze" von 890 € als Erwerbstätiger. In Einzelfällen kann dieser eigene Bedarf des Verpflichteten aber auch abweichend beurteilt werden, wenn er tatsächlich geringer ist. Auf Sie wird sich dies aber nicht auswirken.

Mit freundlichen Grüssen

RA Oliver Martin

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