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Unterhalt beider Kinder


| 27.10.2007 11:31 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Hallo,
bis jetzt habe ich tolle Ergebnisse erhalten. Ich möchte diese aber jetzt nicht wiederholen.

Sie errechneten mir für das minderjährige Kind, Ausbildungsbeginn 1.11.07, Gehalt ca. 480 netto einen Unterhalt von 117 Euro aus.

Mein volljähriges Kind, Ausbildungsbeginn 01.08.07, Gehalt ca. 341 netto. Gehalt Mann 1750 netto, ich 1350 netto. Wieviel muss hier der Kindesvater noch zahlen?

Der Vater zahlt seit August für den Volljährigen nichts mehr. Mein Sohn hat ihn mittlerweile schon 3mal dazu aufgefordert,ihmn wenigstens 35 Euro zu überweisen, aber es kommt da nichts. Vor Gericht geht mein Sohn aber nicht.

Es besteht ein Titel für beide Kinder zusammen ohne Datumsende in Höhe von 500 Euro. Kann dieser Titel in dieser Höhe auch noch nach dem 18.Lebensjahr hinaus geltend gemacht werden, wenn er nicht zahlt und beide noch in der Ausbildung sind? Wenn ich eine Vollmacht habe von meinen Sohn, kann ich dann den ausstehenden Unterhalt einfordern?

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Sehr geehrte Ratsuchende,


bitte beachten Sie, dass die nachfolgende vorläufige Berechnung auf Ihren Angaben basiert. Unbekannte Umstände des Einzelfalles können zu einem anderen Ergebnis führen, das gegebenenfalls über die persönliche Einschaltung eines Anwalts verbindlich festgestellt werden kann.

1.
Von Ihren beiderseitigen Nettoeinkommen ist zunächst eine Pauschale von 5% (höchstens € 150) für berufsbedingte Aufwendungen abzuziehen, hieraus ergibt sich eine Summe der bereinigten Einkommen in Höhe von € 2.945. Der Unterhalt an das minderjährige Kind ist in der Regel nicht in Abzug zu bringen. Somit bemisst sich der Bedarf des volljährigen Kindes nach der 9. Einkommensgruppe der Düsseldorfer Tabelle und beträgt hier zunächst € 530.

(Dies gilt aber nur, wenn das Kind noch bei Ihnen lebt. Wenn das Kind einen eigenen Hausstand unterhält - wovon ich hier aber nicht ausgehe - beträgt der Bedarf in der Regel € 640.)

Hiervon ist jedoch nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs das Kindergeld in voller Höhe anzurechnen (BGH, Urteil vom 26.10.2005 - Az. XII ZR 34/03), so dass ein Restbedarf von € 376 verbleibt.
Ferner ist die Ausbildungsvergütung, abzüglich einer Pauschale für ausbildungsbedingten Mehrbedarf von € 90 anzurechnen.
Demnach ergibt sich hier ein Restbedarf (unberücksichtigt vom Mehr- und Sonderbedarf) in Höhe von € 125.

Die Haftungsquote berechnet sich dann nach dem jeweiligen Einkommen abzüglich der angemessenen Selbstbehalte von jeweils € 1.100:

Ihr geschiedener Mann muss demnach € 88,34 = (€ 1.626,50 – € 1.100,00) x € 125 : (€ 2.945,00 - € 2.200) bezahlen und Sie € 36,66 = € 125 – € 88,34.

2.
Soweit Sie über einen vollstreckbaren Unterhaltstitel verfügen, können Sie diesen in voller Höhe vollstrecken. ABER: Der Vater kann natürlich anhand der hier skizzierten Rechtslage in Wege der Abänderungsklage (§ 323 ZPO) dagegen vorgehen und einen niedrigeren Unterhalt durchsetzen. Da seine Einkommensverhältnisse für einen Gesamtbetrag von € 500 derzeit anscheinend nicht ausreichen, dürfte er damit Erfolg haben.

Außerdem ist nicht gesagt, dass der Unterhaltstitel auch bis über die Volljährigkeit hinaus reicht. In der Regel ist dies nicht unbedingt der Fall. Auch dies müsste zur gegebenen Zeit rechtlich genauer überprüft werden.

Es empfiehlt sich eine einvernehmliche Lösung, schon zur Vermeidung weiterer Kosten.

Abgesehen davon, kommt es darauf an, ob hier wirklich ein unbedingter und zeitlich unbegrenzter Unterhaltstitel, auch über die Volljährigkeit hinaus, vorliegt. In der Regel ist dies nämlich nicht der Fall. Insoweit sollten Sie den Unterhaltstitel nach seinem Wortlaut und den begleitenden Umständen hin überprüfen lassen.

3.
Die Ansprüche Ihres Sohnes können Sie in seinem Namen geltend machen, wenn er Sie hierzu bevollmächtigt.


Ich hoffe, meine erste rechtliche Einschätzung der Rechtslage hilft Ihnen weiter. Für Rückfragen im Rahmen Ihren Anfrage stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 28.10.2007 | 09:15

Hallo,
vielen Dank zunächst für Ihre ausführliche Antwort. Was meinen Sie denn mit: "Der Unterhalt an das minderjährige Kind ist in der Regel nicht in Abzug zu bringen". ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.10.2007 | 14:10

Sehr geehrte Ratsuchende,

obwohl der Vater an das minderjährige Kind Unterhalt zu leisten hat und auch bezahlt, vermindert dies sein Einkommen nicht bei der Ermittlung des Bedarfs des volljährigen Kindes. Nur wenn er nicht imstande wäre, an beide zu leisten, ohne seinen eigenen Lebensunterhalt zu gefährden, käme eine Herabsetzung des Unterhaltsbetrages in Betracht.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

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