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Unterhalt bei volljähriger Tochter die ein freiwillig soziales jahr macht

31.08.2012 13:05 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christoph M. Huppertz


Guten Tag,

Es geht um die 18 jahre alte Tochter meines Mannes die bei ihrer Mutter im Haushalt wohnt.
Sie hat das Abi gemacht u. ist jetzt in einem freiwillig sozialem Jahr wo si ca. 350€ monatlich bekommt.
Das kindergeld bekommt ihre Mutter.
Wir selber haben zwillinge u. das Geld ist sehr knapp. Die mutter von ihr ist voll berufstätig.
neben dem sozialen jahr geht sie noch auf 400€ arbeiten.
muss mein mann in diesem jahr unterhalt trotzdem bezahlen. oder erst wieder wenn sie in Ausbildung geht?
Das soziale jahr macht sie nur weil sie noch nicht genau weiß was sie lernen will.

Vielen Dank.

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Fragen beantworte ich Ihnen im Rahmen einer Erstberatung unter Berücksichtigung Ihrer Schilderung und des gewählten Einsatzes gerne wie folgt.


Zunächst ein paar allgemeine Anmerkungen:

Der Unterhaltsbedarf des Volljährigen bemisst sich grundsätzlich nach dem addierten Einkommen beider Eltern.

Beide Elternteile sind ab Volljährigkeit barunterhaltspflichtig.

Ohnehin - unabhängig von der Leistungsfähigkeit der Kindesmutter - ist jedoch die Unterhaltspflicht des einzelnen Elternteils auf höchstens den Betrag begrenzt, der sich aus seinem Einkommen berechnet (nach der Düsseldorfer Tabelle). Hiervon ist allerdings - im Gegensatz zum Minderjährigenunterhalt - das Kindergeld in voller Höhe und nicht nur hälftig in Abzug zu bringen. Das Kindergeld steht nämlich nicht mehr den Eltern zu, sondern dem erwachsenen Kind.


Auf den Unterhaltsbedarf werden Einkünfte des Kindes - gekürzt um ausbildungsbedingte Aufwendungen - angerechnet.

Bei einem Auszubildenden sind i.d.R. 90 € als ausbildungsbedingter Aufwand abzuziehen.

Eventuelle höhere Aufwendungen müssten konkret dargelegt werden.


Ob während eines freiwilligen sozialen Jahres überhaupt ein Unterhaltsanspruch besteht, ist umstritten. Nach der neueren Rechtsprechung (vgl. OLG Celle, Beschluss vom 06.10.11 - 10 WF 300/11) dürfte dies jedoch schon der Fall sein, wenn es zumindest möglich ist, dass eine spätere Ausbildung auf dem freiwilligen sozialen Jahr aufbaut.

Dann ist der Verdienst - bis auf den Eigenbehalt von 90,00 € - ebenfalls anzurechnen.


Ich hoffe, Ihnen geholfen und einen ersten Überblick verschafft zu haben. Eine Einzelfalltätigkeit kann und will dieser Beitrag natürlich nicht ersetzen. Für Ihre weitere Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Sollte noch eine Unklarheit bestehen, können Sie selbstverständlich gerne von der kostenfreien Nachfragemöglichkeit Gebrauch machen.


Nachfrage vom Fragesteller 31.08.2012 | 16:23

Hallo,

vielen Dank.
also es ist so das die Mutter ca. 1500€ netto verdient u. mein mann etwa 2800 €.
Meine zwillinge werden im november 1 jahr alt, kann also so nicht arbeiten gehn,
können sie anhand den Angaben ungefähr ausrechnen ob mein mann überhaupt was zahlen muss?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.08.2012 | 18:38

Sehr geehrte Ratsuchende,

die Tochter dürfte einen Unterhaltsbedarf von ca. 664,00 EUR bis 703,00 EUR haben - nach Ihren überschlägigen Angaben.

Gedeckt sind:

- ca. 260,00 EUR (350,00 EUR - 90,00 EUR,
- 184,00 EUR (Kindergeld,
also insgesamt ca. 440,00 EUR.

Die 400,00 EUR aus der Nebenbechäftigung dürften überobligatorisch sein und nicht angerechnet werden.


Hinsichtlich des verbleibenden Teils haftet Ihr Mann zu ca. 2/3 (aus dem Verhältnis seines Einkommens zu dem der Mutter).


Dass er nicht leistungsfähig wäre, ist nicht ersichtlich. Auch unter Berücksichtigung der Unterhaltspflicht gegenüber zwei weiteren Kindern dürfte der Selbstbehalt nicht unterschritten werden.

Kindesunterhalt ist vorrangig gegenüber evtl. anderen Unterhaltsverpflichtungen.


Ich hoffe, weiter geholfen zu haben.


Eine konkrete Unterhaltsberechnung kann hier selbstverständlich nicht erbracht werden. Hierfür wären weitaus mehr Angaben und eine angemessene Vergütung erforderlich.

Für weitere Unterstützung stehe ich gerne zur Verfügung.



Mit freundlichem Gruß


-Huppertz-
Rechtsanwalt

www.anwalt-huppertz.de


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