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Unterhalt bei volljährigem Kind

28.12.2017 16:45 |
Preis: 55,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


09:07
Der 50-jährige Vater eines volljährigen privilegierten Kindes will keinen Unterhalt mehr zahlen, weil er (laut Einkommenssteuerbescheid) nicht mehr erwerbstätig ist. Er besitzt jedoch 2 Eigentumswohnungen (eine bewohnt er selbst, die andere ist vermietet). Muss er nicht alles dafür tun, um seinen Unterhaltspflichten nachzukommen (Eigentumswohnung verkaufen, sich beim Arbeitsamt als vermittelbar melden)? Welche Möglichkeiten bleiben dem Kind, um an den Unterhalt zu kommen?
28.12.2017 | 17:22

Antwort

von


(160)
Saalestraße 20
63667 Nidda
Tel: 06043 801 59 60
Web: http://ra-krueckemeyer.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Unterhalt ist dem Grunde nach nur aus dem Einkommen zu zahlen. Wenn also tatsächlich keine Erwerbstätigkeit mehr vorliegt , so ist der Unterhaltspflichtige nicht verpflichtet seine Eigentumswohnung zu verkaufen um seiner Unterhaltspflicht nachzukommen.

Die Mieteinnahmen sind allerdings als Einkommen anzurechnen.

Etwas anderes gilt nur, wenn der Unterhaltspflichtige seine Erwerbstätigkeit gerade deshalb aufgegeben hat um den Unterhaltsberechtigten zu schädigen.

Selbstverständlich ist der Unterhaltspflichtige aber verpflichtet erneut eine Tätigkeit aufzunehmen. Verweigert er dies, so ist ihm ein fiktives Einkommen zuzurechnen. Dieses berücksichtigt ein Einkommen, welches ihm im Normalfall zu erzielen möglich wäre.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 28.12.2017 | 22:03

Können Sie bezüglich Ihrer Antwort §§ benennen, auf denen sich das Kind berufen kann?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.12.2017 | 09:07

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage.
Ich empfehle Ihnen aber sich anwaltliche Unterstützung zu holen. Die Durchsetzung von Unterhaltsansprüchen gehört zu den schwierigeren Dingen. Kein Anwalt ist hier oftmals die teuerste Lösung.

Bei den von mir gegebenen Antworten handelt es sich um gefestigte Rechtsprechung, nicht um gesetzlich normierte Ansprüche.

Erwerbsobliegenheit:
Im Rahmen dieser nach den Umständen des Einzelfalls zu bestimmenden Erwerbsobliegenheit, die gegenüber minderjährigen oder ihnen gleichgestellten Kindern nach Maßgabe des § 1603 Abs. 2 S. 1 BGB gesteigert ist, bedarf es bei Ausübung einer Erwerbstätigkeit der Darlegung, dass die Arbeitskraft entsprechend den persönlichen Eigenschaften und Fähigkeiten und der Arbeitsmarktlage in zumutbarer Weise selbst unter Berücksichtigung zumutbarer Arbeitsplatz-, Berufs- oder Ortswechsel bestmöglich eingesetzt wird. Zum Umfang der Obliegenheit im Einzelnen vgl. BGH FamRZ 2009, 314 (317).

Wohnwert:
Der Wohnvorteil durch mietfreies Wohnen im eigenen Heim ist als wirtschaftliche Nutzung des Vermögens unterhaltsrechtlich wie Einkommen zu behandeln.

Einkommen aus Vermietung:
Einkommen aus Vermietung ist der Überschuss der Bruttoeinkünfte über die Werbungskosten und notwendige Instandhaltungsrücklagen.

Ich hoffe, Ich konnte Ihre Nachfrage beantworten. Sollten Sie weitere Rückfragen haben oder anwaltliche Unterstützung in dieser Sache wünschen, können Sie mich gerne via Email kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


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