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Unterhalt bei Internatsunterbringung


| 02.08.2007 13:07 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Sehr geehrte Anwälte,

seit meiner Scheidung zahle ich regelmäßig Kindesunterhalt an die Kindesmutter, bin aber unsicher über die tatsächliche Höhe. Folgender Sachverhalt:

leiblicher Sohn, 14 Jahre, behindert 100% und aufgrund seiner Behinderung im Pflegeinternat untergebracht

Kosten werden vom Sozialamt übernommen ( Pflege, Therapie, Lernmittel, Kleidergeld, Taschengeld usw.)

Sohn ist die Woche im Internat und wechselnd am Wochenende bei Mutter oder Vater, Ferien auch zu gleichen Teilen

Kindesmutter ist berufstätig, erhält das volle Kindergeld und
meinen Unterhalt von 309 Euro für das Kind

Meine Frage:
Sind nicht beide Elternteile ,im Verhältis zum Verdienst, barunterhaltspflichtig in diesem Fall?

Mein Sohn ist ja die gleiche Zeit bei mir wie bei der Kindmutter, also Betreuung und Kosten sind gleich.

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Sehr geehrter Fragesteller,
auf der Grundlage des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts und unter Zugrundelegung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:
Bei Internatsunterbringung oder Heimunterbringung eines Kindes ist der Lebensbedarf eines Kindes entsprechend den Einkommensverhältnissen beider Elternteile auf diese zu verteilen, weil bei einer Internatsunterbringung der Sorgeberechtigte, sei es nun berufstätig oder nicht, die geschuldete Pflege und Erziehung im Wesentlichen nicht mehr leistet.
Diskutabel ist, ob in diesem Fall ein gewisser Abschlag zu machen ist, wenn er die Sorgeleistungen in geringem Umfang (Wochenendbesuche, Ferien) erfüllt, mag er auch dadurch in seiner eigenen Erwerbstätigkeit nicht behinder werden.

Mit freundlichen Grüßen
Martina Hülsemann
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 02.08.2007 | 14:31

Sehr geehrte RA Frau Hülsemann,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Falls ich richtig verstanden habe, liegt es an mir was ich der Kindsmutter anteilig an Unterhalt für meinen Sohn zukommen lasse.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.08.2007 | 16:29

Zunächst muss der Unterhaltsbedarf des Kindes geklärt werden, der richtet sich bei auswärtiger Unterbringung grundsätzlich nach der Düsseldorfer Tabelle nach dem Gesamteinkommen beider Eltern.
nach Abzug des Selbstbehalts sind die Einkünfte ins Verhältnis zueinander zu setzen. In diesem Verhältnis ist der der Kindesunterhalt zu zahlen. Das Kindergeld ist hälftig zwischen den eltern aufzuteilen.
In Ihrem Fall sollte aber überlegt werden, ob nicht eine Vereinbarung in der Weise getroffen werden kann, dass jeder Elternteil für die Kosten aufkommt, die beim Aufenthalt des Kindes bei ihm entstehen. Da die Betreungsleistungen ungefähr gleich sind und wohl auch sonst keine zusätlichen Kosten neben dem vom Sozialamt gezahlten Kosten anfallen, wäre dies wohl eine gerechte Lösung.

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"Sehr geehrte RA Frau Hülsemann,
nochmal ein dickes Dankeschön an Sie.
Ihre Antwort gibt mir Hoffnung auf eine gerechtere Verteilung der Geldleistungen, was sicher zum Wohle des Kindes beiträgt.
"
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