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Unterhalt bei Ehegatten

24.11.2010 16:56 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Folgendes Anliegen habe ich: Seit 8 Jahren bin ich mit meinem Partner zusammen. Wir leben in getrennten Wohnungen und wollen das auch für die nächsten Jahre beibehalten. Ich bin angestellt (Teilzeit, 2.500 brutto, 2 Kinder). Er aber bekommt schon länger Hartz IV.

Nun möchten wir gern heiraten, aber auch weiterhin in getrennten Wohnungen leben. Muss ich dann aufgrund der Eheschließung trotz eines nicht bestehenden gemeinsamen Haushalts für ihn finanziell aufkommen, was dann auf sein Hartz IV-Geld angerechnet wird? Bzw. bin ich verpflichtet, ihm Unterhalt zu zahlen?

In der Antwort interessiert mich insbesondere, inwieweit ich bei einer Eheschließungen unter o.g. Rahmenbedingungen finanzielle Verpflichtungen eingehe, durch die wir beide letztlich finanziell schlechter da stehen.


Sehr geehrte Ratsuchende,

mit der Eheschließung entsteht die gegenseitige Unterhaltspflicht. Das bedeutet, dass diese Unterhaltsleistungen auf den HartzIV-Bezug Ihres zukünftigen Ehemannes angerechnet werden. Dabei ist es auch unerheblich, ob getrennte Wohnungen vorhanden sind.

Da die Anrechnung der Unterhaltsleistungen auf den HartzIV-Bezug erfolgen, werden Sie Unterhalt zahlen müssen, um diese Anrechnung bei Ihrem zukünftigen Ehemann zu kompensieren.

Durch die Eheschließung gehen beide Ehegatten eine gegenseitige Verpflichtung ein, so dass damit auch im Rahmen der Anrechung dieser Unterhaltsverpflichtung die Allgemeinheit zu entlasten ist.

Genau und individuell ist aber auch die Höhe des Unterhaltsbetrages zu berechnen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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