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Unterhalt bei 40/60

19.07.2018 14:01 |
Preis: 40,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


10:03
Es wurde eine gerichtliche Umgangsregelung für ein vierjähriges Kind wie folgt festgelegt

Montag bis Dienstag Mutter
Dienstag bis Freitag Vater
Freitag bis Sonntag Mutter
Sonntag bis Dienstag Vater
Dienstag bis Donnerstag Mutter
Donnerstag bis Sonntag Vater

Der Vater hat somit drei Übernachtungen im monat mehr als die Mutter. Die Mutter ist unterhaltspflichtig .. obwohl sie ihre Fahrten zum Kindergarten sowie essen Kleidung selbst trägt. Auch das Kindergeld erhält der Vater.

Der Vater meint er sei nicht auf das Geld der Mutter angewiesen. Jedoch möchte er auch kein echtes Wechsemodell ( da sich somit die Eltern ja den Unterhalt teilen müssten)

Ist es sinnvoll den Unterhalt aufgrund der fast identischen betreuungszeit einzuklagen ? Man fühlt sich hierbei ziemlich unfair behandelt.
19.07.2018 | 15:10

Antwort

von


(371)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie haben hier mit dem Vater eine Umgangsregelung vereinbart, die auf 60/40 hinausläuft. Bei der Vereinbarung eines echten Wechselmodells mit 50/50-Aufteilung ist auch Unterhalt zu zahlen. Dies wird oft verkannt. Allerdings wird dieser sodann anders berechnet.

Er wird im Falle eines echten Wechselmodells zunächst das Einkommen beider Elternteile zusammengerechnet. Dann wird der sich aufgrund des Wechselmodells ergebende Mehrbedarf (Fahrten, Kinderzimmer, etc.) zum Unterhaltsbedarf hinzugerechnet.
Die jeweils um den Selbstbehalt gekürzten Nettoeinkommen werden dann ins Verhältnis zueinander gesetzt und der zu zahlende Kindesunterhalt wird dann nach dem jeweiligen Einkommen "verteilt", ähnlich wie bei Volljährigenunterhalt. Kindergeld wird dann auch noch angerechnet, so dass sich nach einer hochkomplizierten Berechnung "faire" Unterhaltslasten ergeben.

Ein echtes Wechselmodell liegt aber nur dann vor, wenn beide Elternteile annähernd 50% der Betreuungsleistungen erbringen, wobei eine Abweichung von bis zu 10% möglich ist. Man käme dann genau zu Ihrer 60/40-Aufteilung.

Ich gehe davon aus, dass eine Unterhaltsberechnung, wie sie bei einem echten Wechselmodell erfolgen würde, Ihnen erhebliche Zahlungsverpflichtungen nehmen würde. Insofern erscheint eine Klage durchaus sinnvoll.

Sie sollten aber zunächst einmal durchrechnen lassen, welche Änderung bei der Verteilung der Zahlungsverpflichtungen eintreten würde, um sodann das Risiko besser einschätzen zu können.

Da Sie sich genau im Rahmen der 10%-Abweichung befinden, ist eine 100%ige Einschätzung nicht möglich. Hier kommt es auch immer auf das entscheidende Gericht und die Argumentation an (wer kümmert sich z.B. bei Krankheit des Kindes? verändert dies die prozentuale Aufteilung?).


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Wibke Türk

Nachfrage vom Fragesteller 19.07.2018 | 15:58

Vielen Dank.

Bei Krankheit bleibt meist der zuhause in dem sich das Kind in der Zeit bei demjenigen Elternteil aufhält.

Es wäre somit sinnvoll ? Denn ich empfinde es ziemlich unfair.

Momentan läuft das Verfaheren wegen Wechselmodell, der Vater möchte das nicht. Wahrscheinlich weil sich bei einem echten Wechselmodell der Unterhalt anders berechnen würde. Andersrum sei er aber laut seiner Aussage nicht auf mein Geld angewiesen..

Der Richter hat das Kind angehört und ist der Meinung das er eine gleich gute Bindung zu uns hat. Der Richter kennt auch vom Kindsvater die Mutter .. wo man sich fragt ob eventuell Befangenheit dahinter steckt. Da diese momentane Umgangsregelung für ein vierjähriges Kind nicht angebracht sei .. deshalb hoffe ich auf ein festlegen des Gerichtes, dass Wechselmodell mt einem wöchentlichen Wechsel einzuschlagen. Wenn nicht möchte ich unbedingt den Unterhalt einklagen .. der Kkndsvater möchte kein Gutachten ich schon, da ich nichts zu befürchten habe. Der Richter möchte ungern ein Gutachten einschalten. Daher bin ich gespannt was passiert. Da er meinte das das Kind auch keine Änderungswünsche geäußert hat ..

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.07.2018 | 10:03

Sehr geehrte Fragestellerin,

Sie sollten zunächst das Verfahren wegen des Wechselmodells abwarten. Nach dem Beschluss können Sie dann die Unterhaltsangelegenheit angehen.

Sie haben Recht, was die momentane Umgangsregelung angeht. Einen mehrfachen Wechsel innerhalb einer Woche halte ich auch für sehr stressig für das Kind. Meines Erachtens sollte hier tatsächlich der wöchentliche Wechsel durchgesetzt werden. Insbesondere, wenn das Kind gleichstarke Bindungen zu beiden Elternteilen hat, scheint dies eine sehr gute Lösung zu sein.

Ich bin mir im Übrigen nicht sicher, ob ein 4-jähriges Kind die Bedeutung von etwaigen Änderungswünschen versteht...

Gerne bin ich iHnen bei der DUrchsetzung Ihrer Ansprüche behilflich.

Ich wünsche Ihnen für das Umgangsverfahren viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen

ANTWORT VON

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