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Unterhalt bei 2.Ausbildung


| 10.02.2006 18:18 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Hallo, ich habe einen Sohn (21), aus 1.Ehe.Im Nov.05 beendete er
seine Ausbildung als Masseur, daraufhin stellte ich meine Unterhaltszahlung ein.Kurze Zeit später teilte er mir mit,dass er eine Ausbildung als Physiotherapeut begonnen hat. Heute erfahre ich von seiner Anwaltin,dass er weiterhin Unterhalt von mir fordert. Das sind seine Gründe: er hat die Abschlussprüfung der 1. Ausbildung nicht bestanden (der Grund soll eine neuerdings bestehende Legasthenie sein, mir niemals bekannt, Attest liegt mir nicht vor).Ich bezweifle,den erfolgreichen Abschluß der neuen Ausbildung, die einen höherwertigen Berufsbild entspricht, auch wenn die private Berufsschule ihm
jetzt plötzlich Förderung verspricht. Meine Vermutung ist, die
neuerdings aufgetretene Legasthenie ist ein fadenscheiniger Grund mich weiterhin zum Unterhalt zu verpflichten. Der junge
Mann hat eine eigne Wohnung, bezieht 348€ Bafög, muss 100€ Schulgeld bezahlen und seine Mutter soll angeblich keine Leistungen an ihn erbringen können. Ich in verheiratet und habr 2Kinder (7,13 J.) und fahre taglich 200 km zur Arbeit.

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese beantworte ich auf Grundlage Ihrer Sachverhaltsschilderung gerne wie folgt:

1.
Zunächst spricht einiges dafür, dass Sie nicht für die Kosten einer Zweitausbildung aufkommen müssen. Eine Zweitausbildung ist allerdings nach der Rechtsprechung nur dann gegeben, wenn der Unterhaltsberechtigte bereits eine „optimale begabungsbezogene Berufsausbildung“ -gegebenenfalls einschließlich einer Weiterbildung- abgeschlossen hat (BGHZ 69, 190; BGH FamRZ 2000, 420).

Nun verstehe ich Sie aber so, dass sich herausstellte, dass Ihr Sohn die erste Ausbildung nicht bestand (Ihr Sachverhaltsbericht ist hier nicht ganz eindeutig, bitte korrigieren Sie mich ggfls. im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion).

Dann würde mit der Rechtsprechung im Grundsatz zwar gelten, dass evt. Weiterbildungsunterhalt zu zahlen wäre. Dieser setzt aber wie gesagt (unter anderem) eine abgeschlossene Erstausbildung voraus, was mit meinem Verständnis Ihres Sachverhalts ausscheidet.


2.
Bliebe eine Unterhaltsverpflichtung wegen Ausbildungswechsels. Diese setzt u.a. voraus, dass der Ausbildungswechsel mit dem unterhaltspflichtigem Elternteil abzustimmen ist (OLG Ffm., FamRZ 84, 193). Dies war ersichtlich nicht der Fall.

Etwas anderes könnte ggfls. gelten, wenn die erste Ausbildung aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen werden musste (OLG Saarbrücken, FamRZ 80, 1058). Mit Ihrem Vortrag habe ich daran aber erhebliche Zweifel, da Sie ja kundtun, dass Ihr Sohn die Legasthenie Ihnen nun auf einmal „auf einem silbernen Tablett serviert“, nachdem er aus „normalen“ Leistungsgründen die erste Ausbildung nicht bestand.

Zudem liegt kein Abbruch der ersten Ausbildung vor, sondern Ihnen werden drei Monate nach nicht erfolgreichem Abschluss Gründe hierfür „nachgereicht“, die gleichermassen eine weitere Förderung legitimieren sollen.

Wenn ich zudem berücksichtige, dass Ihr Sohn Ihnen bislang auch kein Attest vorlegte, spricht einiges dafür, dass es sich hier um Schutzbehauptungen handelt, um Sie entgegen der vermutlichen Rechtslage doch noch zu einem weiteren Unterhalt zu verpflichten.

3.
M.E. sollten bis auf weiteres die Unterhaltszahlung für die meines Dafürhaltens nicht förderungsfähige zweite Ausbildung verweigern.

Für eine Frage zum Verständnis der Antwort stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen!


Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf

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