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Unterhalt an volljährigen Sohn kürzen?

12.09.2006 16:04 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Sohn wird jetzt im September 19 Jahre alt und besucht zur Zeit keine Schule und hat auch keinen Ausbildungsplatz.Er ist zwar beim Arbeitsamt gemeldet macht aber sonst nichts.

Meine Frage ist jetzt ob er weiterhin Anspruch auf Unterhaltszahlungen hat.Er wohnt bei meiner geschiedenen Frau.
Zur Zeit bezahle ich 269 € für ihn.
Ich bezahle außerdem noch Unterhalt für ein 2.Kind ( Alter 16 Jahre ) aus dieser Ehe 269 € und für ein 3.Kind ( Alter 10 Jahre ) 247 €.Diese Unterhaltszahlungen sind beim JA tituliert worden.
Die Berechnung kommt aus einer Mangelberechnung zustande.

Sollte ich doch weiter für meinen volljährigen Sohn Unterhalt zahlen müssen,um wieviel kann ich den Unterhalt eventuell kürzen.
Ich habe für den Monat September den Unterhalt um 150 € gekürzt was dem Kindergeld entsprechen würde.

Mein monatliches Nettoeinkommen beträgt 2300 €.
Meine jetzige Ehefrau bekommt noch bis November Arbeitslosengeld in Höhe von 380 € und danach hat sie kein Einkommen mehr.
Inwieweit wird meine jetzige Ehefrau dann bei der Unterhaltsberechnung mit berücksichtigt.

Sollte meine geschiedene Frau ein Einkommen haben wird dieses eventuell mit in Betracht gezogen.

Ich hoffe das Sie mir bei meinen Fragen behilflich sein können und verbleibe bis dahin

mit freundlichen Grüssen

D.S.

Sehr geehrter Ratsuchender,


hier sollten Sie schnellstens die Abänderung der titulierten Ansprüche vornehmen lassen.

Denn ab Volljährigkeit sind nicht nur beide Elternteile unterhaltspflichtig, es besteht auch seitens des Sohnes die Verpflichtung, seine Bedürftigkeit nicht mutwillig herbeizuführen.

Und genau das wird hier ggfs. vorliegen.

Die Rechtsprechung verlangt von dem Volljährigen, sofern er nicht in der Ausbildung ist (wie hier), dass er sich nachhaltig um eine Beschäftigung bemüht.

Die Meldung bei der Bundesagentur ist dabei NICHT ausreichend. Vielmehr wird eine entsprechende Eigeninitative verlangt, die bis zu 30 Bewerbungen pro Monat umfasst. Kann Ihr Sohn dieses (vermutlich) nicht nachweisen, bestehen an seiner Bedürftigkeit (als Voraussetzung der Unterhaltspflicht Ihrerseits) erhebliche Bedenken, die zum Verlust sämtlicher Unterhaltsansprüche führen können.

Daher werden Sie hier sehr gute Chancen haben, mit einer Abänderung, die dann ggfs. gerichtlich durchgesetzt werden muss, durchzudringen.

Da die Abänderung aber nicht rückwirkend wirkt, sollten Sie dieses schnell in die Wege leiten; denn bis zur Abänderung können Sie nicht einfach kürzen und müssen dann sogar mit Vollstreckungsmaßnahmen rechnen.




Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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