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Unterhalt an volljährigen Sohn - Teil an Mutter und Teil an Sohn überweisen?

02.02.2011 16:58 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Hallo,

mein Sohn aus erster Ehe wird bald 18. Bisher habe ich an die Mutter Kindesunterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle, 7. Stufe überwiesen.

Meine Fragen:

1. Wenn der Sohn Anfang des Monats Geburtstag hat. Muss ich einen Teil an die Mutter und einen Teil an den Sohn überweisen?
2. Werden die berufsbedingten Aufwendungen (5%) und der Selbstbehalt von Netto bereits abgezogen, wenn man die Einstufung in der Düsseldorfer Tabelle vornimmt? Können hier auch Aufwendungen für die private Krankenversicherung abgezogen werden?
3. In der zweiten Ehe kommt bald Nachwuchs. Welche Auswirkungen hat das?
4. Angenommen die Summe beider Elternteile überschreitet die letzte Stufe der Düsseldorfer Tabelle, also die 5100,- EUR. Was ist dann angemessen bei z.B. 7000,- EUR. Erhöht sich der Bedarf des volljährigen Kindes dann linear?

Danke im Voraus!

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Mit Vollendung des 18. Lebensjahres, also mit Eintritt der Volljährigkeit, muß der Unterhalt neu berechnet werden. Der Berechnung ist das Einkommen beider Elternteile zugrunde zu legen, da beide Elternteile barunterhaltspflichtig sind.

Der sodann errechnete Unterhalt ist nicht an die Mutter, sondern vollständig an den Sohn zu zahlen.


2.

Berufsbedingte Aufwendungen sind vom Nettoeinkomen abzuziehen. 5 % dürfen jedoch nur angesetzt werden, wenn der Unterhaltsberechtigte auch damit einverstanden ist. Ansonsten müssen die berufsbedingten Aufwendungen beziffert und belegt werden.

Aufwendungen für eine private Krankenversicherung gehören zu den abzugsfähigen Positionen.

Der Selbstbehalt ist nicht abzuziehen. Vielmehr handelt es sich dabei um einen "Kontrollbetrag". D. h. es geht dabei um jenen Betrag, der dem Unterhaltspflichtigen verbleiben muß. Wird der Selbstbehalt unterschritten, muß eine Mangelfallberechnung durchgeführt werden.


3.

Wenn in der zweiten Ehe Unterhaltspflichten bestehen, müssen diese in der Unterhaltsberechnung berücksichtigt werden.


4.

Wie oben gesagt, muß der Unterhalt für das volljährige Kind auf der Basis der Einkünfte beider Elternteile berechnet werden. Es kommt also darauf an, wie hoch die Einkünfte beider Elternteile jeweils sind, da diese entsprechend ihrer Höhe ins Verhältnis gesetzt werden. Kurz: Wer mehr verdient, zahlt den höheren Unterhalt.

Kennt man nur das gemeinsame Einkommen der Eltern, ist eine Unterhaltsberechnung nicht möglich.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 02.02.2011 | 17:27

Sehr geehrter Herr Raab,

vielen Dank für die schnelle Antwort.

Zu Frage 1:

Angenommen mein Sohn wird am 15 März 18. Bekommt die Mutter in diesem Monat noch anteilig Geld, z.B. die Hälfte oder wird bereits für März die neue Berechnung herangezogen?

zu Frage 4: die Düsseldorfer Tabelle geht nur bis 5100 EUR. Die Frage war eher, ob sich die Zahlen allgemein ungefähr so weiter berechnen lassen.

MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.02.2011 | 18:10

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Der neue Unterhalt wird zum Ersten des Monats dem Kind geschuldet, in dem das Kind das 18. Lebensjahr vollendet. Eine Aufteilung, wie von Ihnen angesprochen, findet nicht statt.


2.

In der Düsseldorfer Tabelle heißt es, daß der Unterhalt ab 5.101 € nach den Umständen des Falles zu berechnen sei. In diesem Fall muß der Berechtigte seinen erhöhten Bedarf nachweisen. Abzustellen ist ferner auf den Lebensstil, den die Kinder gut verdienender Eltern gewohnt sind.

Eine Fortschreibung der Düsseldorfer Tabelle gibt es dagegen nicht.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

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