Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.122
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unterhalt an volljährigen Sohn, was ist mein Nettoeinkommen?


07.09.2007 12:57 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Ich bin 46 Jahre alt, habe zwei Kinder aus früheren Ehen (Sohn 22 Jahre ohne Unterhalt/Sohn 21 Jahre in Studium). Nur an letztgenannten Sohn muss ich Zahlungen leisten.
Jetzt bin ich mit einer Frau aus Russland verheiratet, die einen 13 jährigen Sohn mitgebracht hat. Beide sind ohne eigenes Einkommen.
Für o.g. Sohn, der ab 09/2007 studiert, habe ich bisher 501 € Unterhalt (./. Kindergeld = 349 €) bezahlt. Jetzt fordert sein RA zusätzlich noch 125 € mtl. für Studiengebühren. BAFÖG erhält er keines.
Mein anrechenbares Nettoeinkommen war bisher 2.336,67 €.

Nun meine Fragen:
1) Zählen Beträge (175 € mtl.), die von meinem Lohn für eine zusätzliche private Altersvorsorge (Entgeltumwandlung, Riester-Rente) einbehalten werden, als anrechenbares Nettoeinkommen?
2) Ich bin zu 80 % erwerbsgemindert. Muss ich die finanz. Vorteile (z.B. Freibetrag) hieraus mir als Einkommen anrechnen lassen oder kann ich vielmehr mein Einkommen wegen der Ausübung einer unzumutbaren Beschäftigung mindern?
3) Wird das Kind meiner jetzigen Frau überhaupt nicht berücksichtigt (er erhält auch keine Sozialleistungen)?
4) Der gegnerische RA hat anerkannt, dass die mögliche Unterhaltszahlung (2.336,67 € ./. 1.100 € Selbstbehalt ./. 800 € Eigenbedarf Ehefrau) i.H.v. 436,67 € nicht reicht, den Unterhaltsbedarf meines Sohnes zu decken. Sind dann weitere Forderungen (Sonderbedarf) ausgeschlossen?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

es werden auch Beträge für die Altersvorsorge abgezogen werden können. In der Regel können 4% des Jahresbruttoeinkommens in Anrechnung gebracht werden. Insoweit wäre die Berechnung der 175,00 EUR daraufhin zu prüfen.

Sie können Ihr Einkommen wegen der Erwerbsminderung nicht kürzen. Auch die finanziellen Vorteile (Freibetrag etc.) sind anzurechnen.

Das Kind Ihrer jetzigen Frau wird nicht berücksichtigt. Sie sind diesem nicht zum Unterhalt verpflichtet. Zwar werden Sie sozialrechtlich als Bedarfgemeinschaft angesehen, unterhaltsrechtlich findet hingegen keine Berücksichtigung statt.

Mehrbedarf ist nicht zu zahlen, wenn bereits der Unterhaltsbedarf nicht gedeckt werden kann. Die Zahlung des Mehrbedarfes würde zu einer Unterschreitung des Selbstbehaltes führen.

Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass auch die Kindesmutter anteilig zum Unterhalt verpflichtet ist. Insoweit sind deren Einkommensverhältnisse mit einzubeziehen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 07.09.2007 | 14:45

Wenn ich (ohne Rechtsanwalt) nun nach mehreren Schreiben des gegnerischen Anwaltes die Unterhaltsforderung akzeptiere, wer muss dann für die gegnerischen Anwaltskosten aufkommen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.09.2007 | 15:24

Wenn Sie zuvor ordnungsgemäß in Verzug gesetzt worden sind, werden Sie die Kosten tragen müssen.

Hier sollten Sie taktisch etwas anders vorgehen:

Die Forderung sollte nicht in voller Höhe anerkannt werden, sondern eine reduzierte Summe. Es sollte dann ein Vergleich geschlossen werden (insoweit können Sie dann "großzügig" die Summe etwas erhöhen), in dem auch festgehalten wird, dass jede Partei die außergerichtlichen Auslagen (also auch RA-Kosten) selbst trägt.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER