Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unterhalt an volljährige Tochter

14.10.2007 14:55 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Guten Tag,
ich bin seit 3 Jahren geschieden. An meine geschiedene Frau zahle ich 484,-€ mon. Unterhalt. Für die beiden Töchter (14 und 17) zahle ich Unterhalt nach Zeile 8 Düsseld.Tab. . Beide wohnen bei der Mutter und befinden sich noch in der allgemeinen Schulausbildung. Ich verdiene ca. 2.700€, die Mutter ca. 1.400€ netto. Wie errechnet sich jetzt der Unterhalt für die Tochter die bald 18 wird? Wie ist die Reihenfolge bei der Unterhaltsberechtigung? Zählt die Zahlung an meine gesch. Frau bei Ihr als Einkommen und wird bei mir abgezogen?
Meine Berechnung sähe so aus:

2.700 - 135€ berufsbedingte Aufwendung - 484€ gesch.Unterhalt - (432-77)=355€ Kindesunterhalt = 1.726 € anrechenbares Einkommen

Bei der geschienden Ehefrau:
1.400 - 5% (70€) +484€ Unterhalt = 1.814€ anrechenbares Einkommen.

Gesamt: 1.726 + 1.814 =3.540€

Kindesunterhalt vollj. n. Düss.Tab. Zeile 10 563€
abzüglich Kindergeld von 155€ = 408€

(1.726-1.100)*408/(3.540-2.200)= 190,60 € Unterhalt von mir.


Für eine umfassende Berechnung wäre ich dankbar.

-- Einsatz geändert am 14.10.2007 16:39:26
Eingrenzung vom Fragesteller
14.10.2007 | 16:15

Sehr geehrter Ratsuchender,

mit Ihrer Berechnung haben Sie breits die Unterhaltspflicht beider Elternteile erkannt.

Hingegen ist der Unterhalt auf Seiten der Ex-Frau nicht als Einkommen zu berücksichtigen.

Die Berechnung wäre demgemäß eine andere.

Der Bedarf der Tochter ergibt sich zunächst einmal aus dem zusammengerechneten Einkommen beider Elternteile. In Ihrem Fall ergibt sich ein Betrag in Höhe von 3.895,00 €. Die Summe ergibt sich aus beiden Nettoeinkommen abzüglich der 5%igen Berufspauschale.

Nach der dann vorzunehmenden Einstufung in Gruppe 11 ergibt sich ein Bedarf in Höhe von 596,00 €; abzüglich Kindergeld in Höhe von 154,00 € mithin ein ungedeckter Bedarf in Höhe von 442,00 €.

Nunmehr ist von Ihrem Einkommen zunächst der Kindesunterhalt für die Tochter mit 355,00 € abzuziehen. Es verbleibt ein Einkommen in Höhe von 2.210,00 €. Weiter ist der Unterhalt der geschiedenen Frau in Abzug zu bringen. Es verbleibt dann ein Einkommen in Höhe von 1.726,00 €

Auf Seiten der Mutter verbleibt es bei einem Einkommen in Höhe von 1.330,00 €.

Abzüglich des Selbstbehaltes verbleibt ein Einkommen bei Ihnen in Höhe von 826,00 €, auf Seiten der Kindesmutter 430,00 €.

Der Selbstbehalt ist hier nicht mit 1.100,00 € anzunehmen, sondern mit 900,00 €, weil es sich um ein volljähriges Kind in der Schulausbildung handelt.

Setzt man beide verbleibenden Einkommen ins Verhältnis ergibt sich eine Haftungsquote von 65,76% bei Ihnen und 34,24% auf Seiten der Kindesmutter.

Das entspricht einem Betrag in Höhe von 291,00 € auf Ihrer Seite und einem Anteil von 151,00 € der Mutter.

Allerdings sollten Sie hier nicht nur den Kindesunterhalt berücksichtigen, sondern auch den Ehegattenunterhalt. Der Betrag in Höhe von 484,00 € ist meines Erachtens zu hoch.

Bei der obigen Berechnung reduziert sich Ihre Unterhaltspflicht um 65,00 € für das Kind. Dabei ist aber die Unterhaltszahlung für dei Frau schon berücksichtigt.

Nehme ich eine Berechnung ohne diese Zahlung vor, ergibt sich ein Unterhaltsanspruch für die Tochter in Höhe von 332,78 € und ein Anteil für die Kindesmutter in Höhe von 109,21 €.

Ihr Einkommen beträgt 2.565,00 €. Abzüglich der Kindesunterhaltsbeträge verbleiben dann 1.877,22 €. Auf Seiten der Kindesmutter wären abzüglich des Unterhaltes für die Tocher 1.220,79 € anzunehmen. Aus der Differenz beider verbleibenden Einkommen errechnet sich aber nur ein Ehegattenunterhalt in Höhe von 281,00 €.

Zumindest sollten Sie auch diese Berechnung einmal berücksichtigen. Dieses kann aber nur ein Hinweis sein, da hier nicht bekannt ist, worauf der errechnet Unterhalt für die Ehefrau beruhte.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 71915 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr Mack konnte mir eine ausführliche Antwort zu meinem speziellen Fall geben. Die Antwort erhielt ich zudem sehr schnell, verständlich und ausführlich. Ich bin jetzt sehr beruhigt und bedanke mich herzlich bei Herrn ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr hilfreiche und differenzierte Antwort, ganz herzlichen Dank! ...
FRAGESTELLER