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Unterhalt an verheiratete Kinder?


| 30.08.2006 19:41 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



Mein Sohn (22) hat vor zwei Jahren geheiratet, jetzt ist er von seiner Frau getrennt, hat ein 1-Zi-App. bezogen (vorher: 2 Zimmer-Wohnung) und will plötzlich Unterhalt, weil er zum 3. Mal eine Ausbildungsstelle beginnt. Er hat bis heute keinen Job länger als 3 Monate gehabt (Schulende war 2002). Meiner Ansicht nach hat er überhaupt keinen Anspruch mehr , auch wenn er sich scheiden läßt, oder ?

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Sehr geehrte(r) Fragensteller(in).

Aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Eltern schulden im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit sowohl ihren minderjährigen als auch den volljährigen Kindern eine gute, begabungsbezogene Berufsausbildung (zu einem anerkannten Beruf). Das heißt sie schulden eine Ausbildung, die der Begabung und den Fähigkeiten, dem Leistungswillen und den beachtenswerten, nicht nur vorübergehenden Neigungen des einzelnen Kindes am besten entspricht.

Hat das Kind eine angemessene Ausbildung erfahren sind die Eltern grundsätzlich nicht verpflichtet eine weitere Ausbildung zu finanzieren.
Die Unterhaltspflicht endet bei Abbruch der Ausbildung.
Bei Verzögerungen oder Unterbrechungen ist stets entscheidend in wessen Risikosphäre diese fallen. Der Anspruch auf Unterhalt kann aber auch verwirkt sein wenn der Unterhaltsberechtigte seiner Obliegenheit, die Ausbildung zielstrebig und ernsthaft voranzutreiben, nicht nachkommt.
Zu beachten ist, dass der oben genannte Ausbildungsunterhalt auch nur während einer Ausbildung (oder einer angemessenen Überbrückungszeit bis zur Weiterführung der Ausbildung) geschuldet wird.
Ansonsten haben volljährige Kinder die Obliegenheit für ihren Unterhalt selbst aufzukommen.
Ihr Sohn hat durch das von Ihnen geschilderte Verhalten den Anspruch auf Ausbildungsunterhalt verwirkt.
Im Übrigen ist er volljährig und für seinen Unterhalt selbst verantwortlich. Somit sind Sie nicht verpflichtet ihm Unterhalt zu gewähren.

Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Gerne können Sie sich auch im Rahmen einer Onlineberatung oder eines weiterführenden regulären Mandates an mich wenden.

Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.

Mit freundlichen Grüßen,

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 30.08.2006 | 20:02

Danke erst mal, sie sind aber nicht auf den Umstand eingegangen , dass er verheiratet ist und sich wohl scheiden lassen wird. Hier ist doch sowieso der Ehegatte, also seine Frau ihm gegenüber und umgekehrt, vorrangig verpflichtet (was den Unterhalt betrifft), oder nicht?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.08.2006 | 20:20

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in).

Gerne gehe ich auf diesen Punkt ein auch wenn sich Ihre Frage auf den Unterhaltsanspruch wegen Ausbildung gegen Sie richtet.

Sie gehen richtigerweise davon aus, dass der Ehegatte zunächst vorrangig für den Unterhalt haftet. Im Mangelfall würde dann auf die Verwandten des Bedürftigen zurückgegriffen.

Gleiches gilt nach der Scheidung. Primär besteht dann ein Anspruch gegen den geschiedenen Ehegatten. Rückriff auf die eigene Verwandschaft nur im Mangelfall.

Da Ihr Sohn aber den Anspruch gegen Sie verwirkt hat kann er keinesfalls Ausbildungdsunterhalt von Ihnen verlangen. Da Sie keine weiteren Hinweise geben, gehe ich davon aus, dass Ihr Sohn arbeitsfähig ist. Demnach trifft Ihn die Obliegenheit seinen Lebensunterhalt selbst zu erwirtschaften. Kommt er dieser Obliegnheit nicht nach, so wird ein fiktives EInkommen angesetzt. Insofern kann er zunächst auch sonst keinen Unterhaltsanspruch gegen Sie geltend machen.

Mit freundlichen Grüßen,

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

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