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Unterhalt an nichteheliche unheilbar kranke Kindesmutter über drei Jahre hinaus


18.06.2005 00:36 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,

ich habe einen Sohn der im November 3Jahre alt wird aus einer nichtehelichen Ex-Partnerschaft, bisher bekomme ich auch Unterhalt in Höhe von 878Euro im Monat, zusammen mit meinem Sohn insgesamt 1100Euro.Dazu kommen noch das Kindergeld 154Euro, und noch bis November 207Euro Erziehungsgeld.Mein Ex-Partner stellt dann auch im November die Unterhaltszahlungen für mich ein. Mein Problem ist das ich schon lange Arbeitsunfähig bin weil ich seit 5Jahren Krank bin, seit Oktober 04 weiss man das es sich um einen Gendefekt handelt (schwere Stoffwechselstörung) der unheilbar ist, er nennt sich KPU=Kryptopyrrolurie und ist sehr selten.Dazu kommen diverse Folgeerkrankungen, wie Hashimoto,Histadelie und Fibromyalgie um die wichtigsten zu nennen.Mein Sohn ist alles für mich, aber wie soll ich für ihn und für mich finanziell sorgen (Wohnung usw.)? Rente wurde abgelehnt weil ich nicht genug eingezahlt habe und die Zeiten nicht erfülle. Bin ich gezwungen Sozialhilfe zu beziehen? Dann muss ich meinen Sohn in der absoluten Armutsgrenze erziehen, ist es nicht so? Wie soll ich meine Medikamente bezahlen? Ich habe besondere Ausgaben durch meinen Erkrankungen, wie spezielle Nahrungsmittel die sehr Teuer sind. Die Krankenkasse übernimmt nichts für mich, da sie meine Erkrankung nicht anerkennt, zumindest ist das bei uns in Deutschland noch so,leider.Ich habe grosse Sorgen wie es mit uns weitergeht, einen richtigen Rechtsanwalt kann ich mir nicht leisten. Ist er in meinem speziellen Fall weiterhin verpflichtet auch für mich weiterhin Unterhalt zu bezahlen? Und wenn ja wieviel? Sein Durchschnittsgehalt vom letzen Jahr ist 2500Euro. Und noch was bitte..Kennen Sie einen Rechtsanwalt der vielleicht nicht so teuer ist und in der Nähe von Sindelfingen ist? Ich bin einfach etwas verzweifelt und mache mir viele Sorgen..
Herzlichen Dank im Voraus für Ihren Rat.

Viele Grüsse,

Konstantina Katsikari
18.06.2005 | 01:29

Antwort

von


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63450 Hanau
Tel: 06181-6683 799
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Sehr geehrter Ratsuchende,

Ihre Situation ist schwierig und komplex und kann leider aus der Ferne nicht abschließend geklärt werden. Folgende Möglichkeiten sind allerdings denkbar:
Auch nicht verheiratete allein erziehende Mütter haben dem anderen Elternteil gegenüber einen Unterhaltsanspruch von bis zu drei Jahren nach der Geburt des Kindes. Eine Verlängerung dieses Anspruches ist ausnahmsweise möglich, wenn es unter Berücksichtigung der Belange des Kindes grob unbillig wäre, diesen Unterhaltsanspruch nach der Frist von drei Jahren zu versagen. Voraussetzung für diesen Anspruch ist die Bedürftigkeit des allein erziehenden Elternteils. Ob die Voraussetzungen allerdings bei Ihnen vorliegen, muss von einem Anwalt vor Ort genauer überprüft werden.

Ferner hat Ihr Kind bis zum Abschluss seiner Ausbildung einen einen eigenen Anspruch auf Unterhalt. Den Kindesunterhalt würden Sie also weiterhin bekommen.

Sollte Ihnen allerdings kein Betreunungsunterhalt mehr gezahlt werden, haben Sie einen Anspruch auf Sozialhilfe und zwar unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern bis zum sechsten Geburtstag ihres Kindes. Vorhandenes Vermögen muss jedoch aufgebraucht werden bis auf einen Schonbetrag von 1.279 EUR plus 256 EUR für Ihr Kind. Zusätzlich haben Sie einen Anspruch auf einen Mehrbedarfszuschlag. Dieser beträgt 40 Prozent des Regelsatzes, wenn man ein Kind unter 7 Jahren allein erzieht.

Zudem besteht ein Anspruch auf einmalige Beihilfen. Hierunter fallen z.B. Kleidung, Waschmaschine, Kühlschrank, Möbel oder eine Kommunionfeier. Einmalige Beihilfen müssen vor der Anschaffung beim Sozialamt beantragt werden, damit die Kosten übernommen werden.

Ferner wäre zu überlegen, ob Sie statt der Sozialhilfe ALG II beantragen könnten, da Ihre Erkrankung anscheinend nicht so richtig anerkannt worden ist. Ein Anspruch auf ALG II hat grundsätzlich derjenige, der mindestens drei Stunden in der Woche arbeiten könnte. Ich rate Ihnen daher dringend einen Fachanwalt für Sozialrecht in Ihre Umgebung aufzusuchen.Sollten Sie keinen finden, wenden Sie sich an die örtliche Rechtsanwaltskammer oder Gericht. Sie können sich dann beim Amtsgericht einen Beratungsschein holen und hiermit zu einem Fachanwalt gehen bzw. beim Anwalt Prozesskostenhilfe beantragen.
Ansonsten rate ich Ihnen auch den Verband alleinerziehender Mütter und Väter zu konatktieren. Dieser kann Ihnen bestimmt weiterhelfen. Hier die Adresse

Hasenheide 70
10967 Berlin
Tel.: 030/695978-6
Fax: 030/695978-77
kontakt@vamv-bundesverband.de


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 18.06.2005 | 02:07

Hallo Herr Glatzel,

vielen Dank für Ihre schnelle Nachricht und für die u.a. Adresse.
Sie schreiben das die Bedürftigkeit der Mutter, also ich in diesem ,Fall genauer geklärt werden muss. Was kann ich denn unter Bedürftigkeit verstehen? Trifft das in Ihren Augen in meinem Fall zu? Über das Arbeitslosenled II habe ich mich schon informiert, das bekomme ich nicht, ich kann zwar bestimmt 3 Stunden in der Woche eine leichte sitzende Tätigkeit,in ruhiger Umgebung ausführen, nur kann ich mich nicht an feste Zeiten halten da meine Symptome 24Stunden am Tag vorhanden sind und sich in ihrer Intensität stark abwechseln.
Ich werde ihren Rat befolgen zu einem Fachanwalt zu gehen,und mich über die Prozesskostenhilfe zu informieren.

Vielen Dank nochmal im Voraus für Ihre Mühe.

MfG,
Konstantina Katsikari

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.06.2005 | 16:13

Sehr geehrte Ratsuchende,

grundsätzlich wird alleinerziehenden Müttern ein sog. Betreuungsunterhalt nur bis Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes gezahlt. Allerdings gibt es auch absolute Ausnahmesituationen, wie z.B. die Betreuung eine behinderten Kindes. Ob Sie aufgrund Ihrer Situation auch unter eine solche Ausnahme fallen, bedarf einer eingehenden Recherche, die hier nicht im Rahmen einer Erstberatung erfolgen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt

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