Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.405
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unterhalt an die Ex


| 11.12.2013 14:51 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Zur Berechnung des Kindesunterhalts, wenn weitere Unterhaltsberechtigte hinzukommen


Hallo,

bei uns ist gerade ein Brief eingetrudelt wegen einer neuen Unterhaltsprüfung, welchen mein Mann an seinen Sohn (5 Jahre - nächstes Jahr 6) bezahlt.

Vor ca. 3 Jahren gab es hierzu vor Gericht ein Vergleich und es wurde festgelegt, dass mein Mann ab dem 01.05.2011 insgesamt 225€ bezahlen muss. Dies hat er von sich aus bereits aufgestockt auf 241€. Zu dem Zeitpunkt war mein Mann noch ledig.

Folgendes hat sich nun geändert:
Durchschnittliches Einkommen (mit Weihnachts -und Urlaubsgeld) der letzten 12 Monate: 2265€ (ohne Weihnachts -und Urlaubsgeld ca. 2000€)
Kredit Auto um zur Arbeit zu kommen: 147,96€ monatlich
Kredit: ca. 80€ monatlich
priv. KV da er Grenzgänger ist: 84,97€ monatlich
Fahrkosten: 25km eine Strecke/pro Tag
Lebensversicherung: ca. 65€ jährlich
Miete insgesamt mit Nebenkosten: 622,50€ monatlich
Strom: 115,00€ monatlich
Unfallversicherung: 32,85€ monatlich

Dann haben wir im August diesen Jahres geheiratet und ich erwarte in 2 Wochen unser Kind per Kaiserschnitt. Somit hat mein Mann nun sein 2tes Kind.

Mein Einkommen ist derzeit Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse in Höhe meines ALG1 ca. 750 EUR und anschließend erhalte ich Erziehungsgeld. Wie hoch und wie lang kann ich nicht sagen, da ich mich noch nicht entschieden habe, wie lange ich dieses in Anspruch nehme.

Mit welcher Veränderung können wir nun rechnen bezüglich des Geldes bzw. können sie uns den ungefähren Betrag nennen? Wird unser Kind in die Berechnung mit einbezogen? Werde ich mit in die Berechnung mit einbezogen?

Vielen Dank schon mal im Voraus.

Viele Grüße
11.12.2013 | 15:26

Antwort

von


303 Bewertungen
Hagenburger Str. 54A
31515 Wunstorf
Tel: 05031/951013
Web: www.anwaeltin-holzapfel.de
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrte Fragestellerin,


unter Berücksichtigung des von Ihnen dargestellten Sachverhalts und Ihres Einsatzes, den Sie unter den empfohlenen Betrag abgesenkt haben, möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten:


Nach Abzug von Kranken-, Lebens- und Unfallversicherung sowie der beiden Kredite verbleibt ein Einkommen von 1913,80 €

Abzuziehen sind weiterhin Fahrtkosten, allerdings, da die Anschaffungskosten bereits über den Kredit abgedeckt sind, maximal mit 0,20 € pro gefahrenem Kilometer. Bei 25 km pro Strecke und 220 Arbeitstagen im Jahr sind das monatliche Kosten von 183,33 €, die abzuziehen sind.

Damit liegt das anrechenbare Einkommen bei 1730,47 €, wenn der Kredit mit 80 € akzeptiert wird. Miete, Storm und Nebenkosten sind nicht abzugsfähig.

Bei aktuell zwei Unterhaltsberechtigten (Ihnen und dem Sohn) liegt der Zahlbetrag für den Sohn bei 241 €. Wenn Ihr Kind geboren wird, ist eine Herabstufung auf 225 € vorzunehmen.

Ihr Mann ist leistungsfähig, da ihm auch bei Berücksichtigung beider Kinder der Selbstbehalt verbleibt. Sie sind unterhaltsrechtlich nachrangig und werden nur über die Anzahl der Unterhaltsberechtigten, die die Herabgruppierung verursacht, berücksichtigt.

Eine Veränderung der Zahlbeträge ergibt sich, wenn der Sohn Ihres Mannes sechs Jahre alt wird. Nach der aktuellen Düsseldorfer Tabelle ergibt sich dann ein Betrag von 272 €.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Fachanwältin für Familienrecht Anja Holzapfel, Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 11.12.2013 | 15:34

Hallo,

erstmal ganz viele Dank für die Erklärung und die Aufstellung.

Sehe ich das richtig, dass mein Geld gar nicht mit einberechnet wird?
Warum wird in dem Formular überhaupt nach der Miete gefragt, wenn diese nicht mit anberechnet wird?
Wenn ich das nun korrekt verstanden habe, gehe ich von der zweiten Tabelle aus, welche in der Düsseldorfer Tabelle zu finden ist, wo mein Mann für sein 1. und 2. Kind 257€ bezahlen muss, oder?

Vielen Dank nochmal, sie haben uns schon sehr weiter geholfen.

VG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.12.2013 | 15:43

Sehr geehrte Fragestellerin,


gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Sie sind für das Kind nicht unterhaltspflichtig, darum wird Ihr Einkommen nicht angerechnet. Bei Ihnen geht es nur um die Frage, ob Sie Ihren eigenen Bedarf decken können.

Warum nach der Miete gefragt wird, kann ich Ihnen nicht beantworten. Möglicherweise, um einen Wohnvorteil zurechnen zu können, falls keine Miete gezahlt wird.

Bei einem Einkommen von 1730,47 € lautet der Zahlbetrag aktuell 241 € (333 € - 92 €). Das ist die Altersstufe 0 - 5, 2. Einkommensgruppe.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel

Bewertung des Fragestellers 11.12.2013 | 15:49


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Perfekt beantwortet und auch für Laien zu verstehen. Vielen Dank nochmal auf diesem Weg. "
Mehr Bewertungen von Rechtsanwältin Anja Holzapfel »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 11.12.2013
5/5.0

Perfekt beantwortet und auch für Laien zu verstehen. Vielen Dank nochmal auf diesem Weg.


ANTWORT VON

303 Bewertungen

Hagenburger Str. 54A
31515 Wunstorf
Tel: 05031/951013
Web: www.anwaeltin-holzapfel.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Fachanwalt Familienrecht, Zivilrecht, Kaufrecht, Vertragsrecht, Erbrecht