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Unterhalt an Volljährigen, der eigenes Vermögen hat


| 21.06.2007 13:24 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Karin Plewe



An meinen 19-jährigen Sohn, der im Haushalt seiner wiederverheirateten Mutter lebt und der sich noch in Schulausbildung befindet, zahle ich Unterhalt gem. DT in Höhe von z.Z. 275 EUR (unstreitiges bereinigtes Nettoeinkommen = 1859 EUR; Kindergeld ist angerechnet, Einstufung in höhere Gruppe ist berücksichtigt).

Nach Beendigung der Schulausbildung beabsichtigt er, in einem anderen Ort zu studieren. U.a. stellt sich die Frage der Finanzierung des Studiums. Ihm ist bekannt, dass sich mein Einkommen wegen bevorstehender Pensionierung vermindern wird. Seine Mutter lebt infolge Wiederheirat in augenscheinlich komfortablen wirtschaftlichen Verhältnissen, ihr Einkommen aus Gelegenheits- oder Aushilfstätigkeit ist nicht bekannt.

Zu seiner Geburt erhielt mein Sohn von seinem Großvater eine Schenkung von 50 000 DM mit der Maßgabe Zitat
"dass er erst nach Vollendung des 26. Lebensjahres
sowohl über Kapital als auch Zinsen verfügen darf.
Die bis dahin aufgelaufenen Mittel sollen zur
Familiengründung und zum Aufbau einer Existenz
beitragen".

Je nach Verzinsung dürfte sich bis heute ein Kapital um 100 000 EUR +/- ergeben.

Meine Fragen:

Wäre es rechtmäßig, Teile des angesparten Vermögens -vorzeitig- zur finanziellen Sicherung des Studiums zu verwenden?

Muss ich evtl. damit rechnen, einen höheren Unterhalt zu leisten, da der Bedarf eines Studierenden durch Barunterhalt beider Elternteile offensichtlich nicht erreicht wird ?







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Sehr geehrter Fragesteller,

bei einem volljährigen Kind ist zwar grundsätzlich eigenes Vermögen einzusetzen und beseitigt insofern die Bedürftigkeit. Allerdings handelt es sich bei dem Vermögen Ihres Sohnes nicht um verfügbares Vermögen, sondern um Vermögen, für das eine Verfügungseinschränkung besteht.
Ich unterstelle nun, dass Ihr Sohn faktisch über das Vermögen verfügen könnte, also das Geld vom Konto abheben könnte, sich jedoch auf die Auflage beruft. Dann würde er - falls er gegen die Auflage verstößt - das Risiko eingehen, dass der Schenker (also der Großvater) die Schenkung widerruft. Sie können von Ihrem Sohn unterhaltsrechtlich nicht verlangen, dass er dieses Risiko eingeht, weil es wirtschaftlich unvernünftig wäre, wegen des Unterhalts die Rückforderung des Gesamtbetrages zu riskieren.

Auch die Beleihung des Vermögens durch Aufnahme eines Bankkredites, der ab dem 26. Lebensjahr aus dem Vermögen zurück gezahlt wird, dürfte nicht verlangt werden können, weil damit die Auflage ausgehöhlt würde.

Ein gangbarer Weg wäre, den Großvater (falls er noch lebt) um Zustimmung zur vorzeitigen Verwertung des Vermögens zu bitten. Falls der Großvater nicht mehr lebt, geht der Rückforderungsanspruch auf die Erben des Großvaters über, so dass deren Zustimmung eingeholt werden könnte.

Zu Ihrer zweiten Frage:
Der Unterhaltsbedarf eines Volljährigen ist von beiden Elternteilen anteilig nach deren Einkommensverhältnissen zu decken. Sollte sich Ihr Einkommen verringern, wäre eine neue Unterhaltsberechnung vorzunehmen. Ebenso ist eine Neuberechnung vorzunehmen, wenn Ihr Sohn nicht mehr bei einem Elternteil, sondern auswärts wohnt. Hinsichtlich der Mutter Ihres Sohnes ist allerdings nur das von ihr erzielte Einkommen maßgebend, nicht die finanziellen Verhältnisse des neuen Ehemannes.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben. Bitte beachten Sie, dass diese Online-Erstberatung nicht die fundierte Beratung durch einen Anwalt ersetzen kann, da für einen genauere Auskunft alle Umstände des Einzelfalles und die schriftlichen Unterlagen geprüft werden müssten. Hierfür stehe ich Ihnen im Rahmen einer Mandatsübertragung gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

info@kanzlei-plewe.de




Nachfrage vom Fragesteller 21.06.2007 | 19:22

Vielen Dank für Ihre Auskunft.
Welcher Unterhalt ergibt sich für mich für den auswärts Studierenden, wenn mein bereinigtes Nettoeinkommen 1600 EUR und das der Mutter angenommene 800 EUR beträgt und weitere Unterhaltsberechtigte nicht vorhanden sind ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.06.2007 | 19:27

Sehr geehrter Fragesteller,

ich bitte Sie um Verständnis dafür, dass ich Ihre Zusatzfrage nicht beantworten darf, da nach den Nutzungsbedingungen dieser Plattform die kostenfreie Nachfragefunktion nur der Beseitigung von Unklarheiten dienen soll, nicht der Einstellung einer neuen Frage.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

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"Hinsichtlich des Umgangs mit dem Vermögen hat mir Ihre Antwort schon geholfen. Es ist jedoch unklar geblieben, ob ich bei geringerem Einkommen (im Fall des Studiums) einen höheren Unterhalt leisten muss. "
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