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Unterhalt ab 18 Jahre, Kontopfändung von Kind?


15.11.2006 20:07 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Ich habe eine Urkunde vom Jugendamt, die bis zum 18 Lebensjahr datiert ist zum Unterhalt, also nicht darüber hinaus.

Bis jetzt habe ich regelmässig Unterhalt bezahlt.

Ich habe aufgrund der massiven Umgangsverweigerung plus Auskunftsersuchen keinen Kontakt zum Kind und auch nicht zur Mutter.

Ich habe jetzt mein erwachsenes Kind 18 1/2 Jahre angeschrieben per Einschreiben mit Rückschein, es solle mir den jetzigen Berufs- oder Schulweg mitteilen.
Also eine Auskunft wo das Kind zu Verpflichtet ist.

Schliesslich brauche ich die Daten auch, weil das Finanzamt in einem Fragebogen wissen will, was das erwachsene Kind für eine Ausbildung macht.

Ich weiss die Mutter ist ab 18 Jahre Unterhaltsberechtigt, hat aber kein Einkommen, aber einen reichen Mann mit dem sie verheiratet ist plus einem neuen Kind von 12 Jahren.
Mein Nettoeinkommen liegt bei 2900 Euro.

Ich habe jetzt den Unterhalt eingestellt, da ich keine Antwort bekomme was das Kind macht.

1. Frage?
Kann das Kind mir jetzt eine Kontopfändung auf den Hals schicken weil ich nichts mehr zahle und muss ich da gegensteuern ?
Wie soll ich mich verhalten?

2. Frage
Wie hoch wäre jetzt mein Unterhalt über den Daumen, dies unter dem Gesichtspunkt die Mutter arbeitet nicht. Hat aber ein dickes Taschengeld von ihrem Mann. Dies unter dem Gesichtspunkt das erwachsene Kind geht zur weiteren Schule Richtung Abi.

3. Frage
Das erwachsene Kind beschimpft mich in den Antwortschreiben mit der schlimmsten Gossensprache (halt die Fresse, du armes Würstchen, usw.)
Reicht das aus, den Unterhalt ganz per Gericht einzustellen, da ich solch ein unteres Niveau nicht kenne.

Ich bitte um Antwort!
Danke !

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Sehr geehrter Ratsuchender,

soweit es sich bei dem existierenden Unterhaltstitel tatsächlich um einen befristeten bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres handelt, können Sie ab dem ersten Monat der Volljährigkeit des Kindes die Unterhaltszahlungen verweigern. Es liegt dann bei dem Kind, den Unterhaltsanspruch ab Volljährigkeit neu geltend zu machen.

Ab Volljährigkeit des Kindes ist für die Berechnung seines Unterhaltsanspruches die Kenntnis über das Einkommen der Kindesmutter unabdingbar, da sich der Unterhaltsanspruch nunmehr aus dem zusammengerechneten Einkommen beider Kindeseltern ermittelt und beide Elternteile barunterhaltspflichtig sind. Für den Fall, dass die Kindesmutter tatsächlich über kein Einkommen verfügt, liegt Ihre Unterhaltsverpflichtung bei ca. 460 € monatlich. Je nach Ihren sonstigen finanziellen Verhältnissen kann dieser Wert jedoch nach oben oder unten abweichen.

Das erwachsene Kind kann ausnahmsweise dann, wenn es sich einer schweren Verfehlung gegenüber seinen Eltern schuldig macht, den Unterhaltsanspruch verwirken (§ 1611 BGB). Ob die von Ihnen geschilderten Beschimpfungen für eine Verweigerung der Unterhaltszahlungen ausreichen, müßte unter Berücksichtigung aller Begleitumstände näher geprüft werden. Von hier ist mir das leider nicht möglich. Wenden Sie sich bitte an einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens.

Mit freundlichem Gruß

Kaussen
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 15.11.2006 | 22:21

Frage zur Urkunde bis 18
Also auf der Urkunde, die ich damals unterschrieben habe, sind nur die Altersstufen bis zum 12 und dann 18 Lebensjahr aufgeführt.
Ich lese keinen Hinweis, das sie länger dauern soll.
Oder gibt es da eine versteckte Regelung, die dann automatisch sich verlängert?
Oder was wäre typisch an solch einer Urkunde, dass sie länger läuft?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.11.2006 | 11:13

Vielen Dank für die Nachfrage.

Den nunmehr von Ihnen erteilten Informationen kann entnommen werden, dass der Unterhaltstitel wohl doch über das 18. Lebensjahr hinaus seine Gültigkeit behält. In diesem Fall schulden Sie den dort titulierten Unterhalt weiter, trotz Volljährigkeit. Sie müssen jetzt so schnell wie möglich den Titel mit Erhebung einer Abänderungsklage angreifen, wenn Sie der Meinung sind, dass sich Ihre Unterhaltsverpflichtung verringert hat oder der Unterhaltsanspruch in sonstiger Weise entfallen ist. Wenden Sie sich daher unverzüglich an einen Rechtsbeistand.

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