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Unterhalt Volljähriger Auszubildender


02.12.2007 12:56 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling



Ich habe einen Sohn, für den ich Unterhalt zahlen muss. Im November ist er 18 geworden.
Er ist in Ausbildung, erhält Lehrlingsgeld von derzeit 295,00 Euro (nächstes Jahr vielleicht etwas mehr – genaueres weiß ich nicht.)
Die Mutter war bis jetzt arbeitslos, hatte zwischendurch einen Teilzeit Job oder 1 Euro Job. Über das Einkommen weiß ich nichts genaues, bekomme immer nur wage Angaben.

Jetzt meine Frage: Ab 18 sind ja beide Elternteile unterhaltspflichtig. Ich habe ein Einkommen von ca. 1300 Euro. Die Mutter wird unter dem Selbstbehalt liegen. Ich müsste nach Tabelle so um die 389 Euro zahlen. Mit dem Einkommen der Mutter vielleicht die nächste Stufe von knapp über 400 Euro. Das würde aufgeteilt auf beide Einkommen , auch wenn die Mutter vielleicht nur 700 Euro netto hat? Darauf würde dann das Lehrlingsgeld von 295 Euro – 90 Euro Aufwendungen und das Kindergeld angerechnet werden. Wenn ich das mal ausrechne, käme ich auf ca. 40 Euro zu zahlenden Unterhalt. Ich würde also gerne den bestehenden Titel (über 216 Euro) abändern lassen, wenn meine Berechnung richtig ist?

Wie geht man dabei vor? Wie sind die Aussichten auf Erfolg. Wielange dauert das ungefähr?
Und vor allem – Was kostet das?? Anwaltskosten und Gerichtskosten für so eine Abänderung.

Das nächste Problem:
Jetzt möchte aber mein Sohn im Januar mit seiner Freundin zusammenziehen, damit einen eigenen Hausstand gründen, ist der Unterhaltsanspruch dann automatisch 640 Euro? Er muss das eigentlich nicht machen, der Lehrbetrieb ist von der Wohnung der Mutter auch sehr gut zu erreichen. Und bis jetzt ist er mit seiner Mutter gut ausgekommen. Ob die Freundin ein Einkommen hat, weiß ich nicht.
Würde der Unterhaltsanspruch meines Sohnes an mich dann automatisch steigen, nur weil er unbedingt mit der Freundin zusammen ziehen will? Die Mutter wird gar nichts zahlen müssen, weil sie ja wahrscheinlich unter dem Selbstbehalt liegt.
Würde ich dann eine Abänderungsklage für den bestehenden Titel einreichen – müsste ich dann eventuell sogar mit einer Erhöhung rechnen - und auch noch die Kosten für das Abänderungsverfahren zahlen? Ich muss das alles wirklich sorgfältig abwägen, komme gerade so über die Runden. Extra Ausgaben für Gerichtliche Sachen kann ich mir eigentlich nicht leisten. Möchte aber auch nicht mehr Unterhalt zahlen als ich muss.
Können Sie mir einen Rat geben?

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Wenn die Mutter nicht zum Unterhalt auf Grund Leistungsunfähigkeit verpflichtet werden kann, so bestimmt sich Ihre Verpflichtung nach dem Tabellenunterhalt lediglich nach Ihrem Unterhalt. Der Anspruch Ihres Kindes würde danach 389,00 € abzgl. 154,00 € Kindergeld abzgl. 205,00 € Ausbildungsvergütung und somit 30,00 € betragen. Zur genauen Berechnung haben Sie Anspruch auf Auskunft gegenüber Ihrem Kind hinsichtlich seines Einkommens.

Lebt Ihr Kind in eigenem Haushalt, so besteht ein Anspruch von 640,00 € abzgl. 154,00 € Kindergeld abzgl. 205,00 € Ausbildungsvergütung somit i.H. v. 280,00 €.. Das Einkommen der Freundin bleibt unbeachtet, ebenso ob das Kind weiterhin bei der Mutter wohnt. Dies kann allenfalls die Mutter entgegenhalten.

Eine Abänderung würde Erfolg haben, wenn Ihr Kind weiterhin bei der Mutter lebt. Die Kosten bestimmen sich unter Beachtung des Gegenstandswertes der begehrte Abänderung für 12 Monate (12 x(216€ - 30€) = 2.232,00 €. und betragen 243,00 € Gerichtskosten und Rechtsanwaltskosten ca. 500,00 €. Die Gerichtskosten müssen Sie als Vorschuss leisten und bei obsiegen werden gegebenenfalls anteilig Kosten auf die Gegenseite zu tragen sein.

Wenn Ihr Kind mehr als die titulierte Unterhaltsforderung begehrt, muss es selbst eine Abänderungsklage erheben oder in einem von Ihnen begonnenen Verfahren als Widerklage erheben.

Die Länge der Verfahrensdauer ist von Gericht zu Gericht bzw. von Richter zu Richter unterschiedlich und kann nicht genau genannt werden.


Ich hoffe meine Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc..

Mit vorzüglicher Hochachtung


Simone Sperling
Rechtsanwältin

Enderstr. 59
01277 Dresden
Tel.: 0351/2 69 93 94
Fax: 0351/2 69 93 95
e-mail: sperling@anwaltskanzlei-sperling.de
www.anwaltskanzlei-sperling.de

Nachfrage vom Fragesteller 03.12.2007 | 19:11

So wie das aussieht, muss ich einiges investieren und der Erfolg ist zweifelhaft. Wenn ich den Titel nicht ändern lasse, den Unterhalt aber auf 30,00 Euro reduziere, könnte mein Sohn schlimmstenfalls eine Konto- oder Gehaltspfändung veranlassen. Ist das richtig? Was müßte er dazu tun und kann ich in dem Fall dann schnell etwas unternehmen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.12.2007 | 12:22

Sehr geehrte Damen und Herren,

zutreffend ist, dass Ihr Sohn die Zwangsvollstreckung durch Pfändung betreiben kann.

Sie können dann Vollstreckungsabwehrklage mit einstweiligen Rechtsschutz beantragen und dies mit der Änderung der Verhältnisse begründen.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin

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