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Unterhalt Volljährigenberchnung inkl. Halbierung von Wohnwert

06.05.2021 09:22 |
Preis: 53,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


18:35

HHallo guten Tag,

ich habe eine Berechnung von mein Kind erhalten was Sie sich über das JA erstellen lassen hat.
Hier sind für mich drei Themen aufgefallen.

1. ich kann nicht erkennen das ein Vollzeit (fiktives Einkommen) zur Grundlage der Mutter genommen wurde, sie hat kein Kind mehr zu betreuen und könnte Vollzeit arbeiten gehen. Ist das nicht ein MUSS

2. Wohnwert wurde (1100€) berücksichtig aber dann wieder die Hälfte zur Gunsten des Kindes abgezogen. Wenn über 500€ für das Kind abgezogen wird dann ist doch der Umkehrschluss, dass unser Kind ein Wertvorteil besitzt und Ihr angerechnet werden kann. Eigentlich verstehe ich es nicht, dass es halbiert wird, weil das Haus gehört auch mir.

3. Von mir genannten Versicherungen sind nicht berücksichtig wurden wie z.B. Unfallversicherung, Lebensversicherung und Arbeitsunfähigkeitsversicherungen, ich hatte recherchiert das es Abzugsfähig wäre !?

Nach als Hinweis, Unterhaltsberechtigte wohnt mit der Mutter in das noch gemeinsame Haus, ich wohne seit 2 Jahren nicht mehr dort. Sie geht noch zur Schule und macht Fachabitur. Mutter weigert sich auf Vollzeit zu gehen Ausrede ist der Hund.

Bedanke mich schon mal für die Aussage

06.05.2021 | 10:12

Antwort

von


(54)
Auf der Rinne 43
37308 Heilbad Heiligenstadt
Tel: 03606 506459
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Beratungsanfrage, wie folgt:

Vorab, es wär hilfreich, wenn Sie mir die Berechnung des Jugendamtes einmal zur Verfügung stellen könnten, damit konkret darauf eingegangen werden kann. Denn zu Ihrer zweiten Frage - Wohnwert - kann ich nicht ganz nachvollziehen, was dort Ihrem Kind angerechnet werden soll, der Wohnwert hat ggf. nur Auswirkungen auf die Einkommenshöhe des unterhaltspflichtigen Elternteils. So kann dann, wenn Sie kostenfrei im eigenen Haus leben, der Wohnvorteil anzurechnen sein. Wenn Sie noch einen Abtrag leisten, können die Zinsen und nach neuerer Rechtsprechung auch die Tilgung bis zur Höhe des objektiven Wohnwerts abgezogen werden.

Was die Vollzeitbeschäftigung der Mutter betrifft: hier kann fiktives Einkommen zugrunde gelegt werden, wenn die Mutter ohne triftigen Grund eine möglich Aufstockung Ihrer Stundenzahl unterlässt, oder andere zumutbare Beschäftigungen nicht annimmt. Die Versorgung eines Hundes ist mit Sicherheit kein triftiger Grund.

Bezüglich der Versicherungen gilt: Absetzen vom Einkommen können Sie Beiträge für die Arbeitsunfähigkeitsversicherung, denn diese Risikoversicherung dient der Sicherung des Arbeitseinkommens (BGH, Urteil vom 27. Mai 2009 - XII ZR 111/08).
Die Beiträge der Lebensversicherung können Sie absetzen, wenn die Versicherung eine angemessene Vorsorge zur Absicherung des eigenen Lebensbedarfs darstellt (= Rücklagenbildung zur Absicherung des Lebensstandards), wovon ich einmal ausgehen möchte.

Die Unfallversicherung ist nur dann zu berücksichtigen, wenn Sie selbständig tätig sind. Bei Angestellten besteht grundsätzlich eine gesetzliche Unfallversicherung. Bei freiwilligen Beiträgen zur privaten Unfallversicherung ist zu prüfen, ob sich diese im angemessenen Rahmen bewegen, hier ist die Berücksichtigungsfähigkeit im Einzelnen höchst streitig.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen guten Überblick verschaffen und Ihnen weiterhelfen; bei Unklarheiten fragen Sie gerne nach.

Mit freundlichen Grüßen,

Rechtsanwältin Müller


Rückfrage vom Fragesteller 06.05.2021 | 12:11

Hallo Frau Rechtsanwältin Müller,

die Unterlage wie Sie in ihrer Antwort gewünscht hatten, habe ich Ihnen per Mail gesendet.

Antwort und Frage von Ihnen:
Vorab, es wär hilfreich, wenn Sie mir die Berechnung des Jugendamtes einmal zur Verfügung stellen könnten, damit konkret darauf eingegangen werden kann.
Denn zu Ihrer zweiten Frage - Wohnwert - kann ich nicht ganz nachvollziehen, was dort Ihrem Kind angerechnet werden soll, der Wohnwert hat ggf. nur Auswirkungen auf die Einkommenshöhe des unterhaltspflichtigen Elternteils. So kann dann, wenn Sie kostenfrei im eigenen Haus leben, der Wohnvorteil anzurechnen sein. Wenn Sie noch einen Abtrag leisten, können die Zinsen und nach neuerer Rechtsprechung auch die Tilgung bis zur Höhe des objektiven Wohnwerts abgezogen werden.

Meiner noch Frau wird 1104€ Wohnwert zum einkommen in erster Line anerkannt aber dann die Hälfte für das wohne der Tochter abgezogen, so dass ein Wohnwertvorteil nur noch von 552€ anerkannt wird.

Ich Zitiere vom Schreiben " Der Wohnwert beträgt 1104,00 € (138qm * 8,00 €). Da sie die Immobilie zusammen mit Ihnen bewohnt, ist der Wohnwert zu halbieren, da für ein volljähriges unterhaltsberechtigtes Kind der Wohnwert entsprechend zu reduzieren ist"

Also hat das Kind ein zus. Wohnwert bekommen von 552,00€ und müsste eigentlich wie Kindergeld berechnet werden oder wie soll ich das alles Verstehen ?!?!

Die Kredite inkl. Tilgung werden natürlich zu 100% bei der Berechnung berücksichtigt.

Thema LV ist so gedacht, dass es später für meine Rente dient oder wenn ich leider versterbe zur Verfügung steht.

MfG

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 06.05.2021 | 18:35

Guten Tag,

ich habe Ihre Email bekommen und mir die dortige Berechnung angeschaut:
Was den Wohnwert angeht, so kann man diese Berechnung tatsächlich so vornehmen.
Der Wohnwert bildet fiktives Einkommen für beide.
Was die Versicherungen betrifft, so bleibt es bei meiner Einschätzung, die Lebensversicherung muss abgesetzt werden.

Sie sollten daher Ihrer Tochter einen Vorschlag unterbreiten, welchen Unterhalt Sie bereit und in der Lage sind zu zahlen. Vielleicht kann man ja unter Berücksichtigung der obigen Ausführungen eine Einigung finden.

Ich wünsche Ihnen dafür jedenfalls viel Erfolg, und alles Gute!

Rechtsanwältin Müller

ANTWORT VON

(54)

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