Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.405
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unterhalt Volljährig


| 22.12.2011 17:45 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

Bitte errechnen Sie auf der nachfolgenden Basis den Barunterhalt eines volljährigen Auszubildenden, der in seiner eigenen Wohnung lebt.

Alter: 22 Jahre
mtl. Nettoeinkommen: 700,00 € netto (incl. Kindergeld
Einkommen Vater: 1.700 € netto
Einkommen Mutter: 800 € netto (geschätzt)

Die Eltern sind geschieden.

Der Azubi hat bisher Unterhalt (freiwillig) erhalten, um seine Wohnung finanzieren zu können.
Aufgrund privater Streitigkeiten ist dieser Unterhalt zum 31.3.2012 vom Unterhaltsgeber gekündigt worden.

Ist das möglich oder gilt der Grundsatz von "Treu und Glauben"?

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage!


Nachfolgend möchte ich gerne unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung sowie Ihres Einsatzes Ihre Frage wie folgt beantworten:

1. Der Unterhaltsbedarf für ein in Ausbildung befindliches Kind mit eigenem Hausstand folgt einem festen Regelbetrag und ist nicht vom Einkommen der Eltern abhängig. Er beläuft sich nach der Düsseldorfer Tabelle auf 670 €.

Davon ist das Kindergeld bei Volljährigkeit voll in Abzug zu bringen, also 184 € (gilt für das 1. und 2. Kind), so dass 486 € Unterhaltsbedarf verbleiben.

2. Anzurechnen hat das Kind - ebenfalls nach der Düsseldorfer Tabelle - auf den Unterhaltsbedarf jedoch seine Ausbildungsvergütung, die zuvor um 90 € ausbildungsbedingten Mehrbedarf zu bereinigen ist.

Sie teilten mit, das Einkommen des Kindes belaufe sich auf 700 € netto inklusive Kindergeld, also auf 516 € reine Ausbildungsvergütung.

Der Unterhaltsbedarf ist daher noch um (516 - 90 €) 426 € zu kürzen.

3 . Damit verbleibt ein Unterhaltsbetrag von (486 € Unterhaltsbedarf - 426 € anrechenbares Eigeneinkommen des Kindes) 60 € im Monat.

4. Bei volljährigen Kindern ist der Unterhalt von beiden Elternteilen im Verhältnis Ihrer Einkommen zueinander zu bestreiten, jedoch nur sofern beide Elternteile leistungsfähig sind (§ 1606 Abs. 3 BGB).

Der jedem Elternteil zustehende Selbstbehalt beläuft sich auf 1.150 € im Monat.

Da die Mutter mit ihrem Einkommen darunter liegt, wäre der Unterhalt daher leider von Ihnen allein zu entrichten.

5. Sollten Sie zuvor einen höheren Unterhaltsbetrag geleistet haben, dann begründet dies keinen Rechtsanspruch auf Beibehaltung der Zahlung in dieser Höhe.

Vertrauen in eine höhere als die gesetzlich geschuldete Leistung ist grundsätzlich nicht schutzwürdig.

Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!


Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Driftmeyer
Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers 22.12.2011 | 18:58


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Herr Driftmeyer,

herzlichen Dank für Ihre umfassende Beantwortung.
Das Kind wird nicht froh sein, der Vater ist es allerdings auch nicht.

Schöne Feiertage "
FRAGESTELLER 22.12.2011 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60143 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle und hilfreiche Antworten. Kompetent und freundlich. So wünscht man es sich als Mandant. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr hilfreiche Informationen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle und ausführliche, sehr gute Antwort. ...
FRAGESTELLER