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Unterhalt Tochter minderjährig während Ausbildung

30.09.2019 22:14 |
Preis: 51,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Meine Tochter Jahre macht seit 1.9.19 eine Ausbildung. Sie verdient 800,00 € brutto und wohnt während der Ausbildung bei ihrem Onkel, der zugleich auch ihr Chef ist. Sie hat auch ihren 1. Wohnsitz bei ihrem Onkel. Bis August 2019 wohnte sie bei ihrer Mutter, die sie jetzt gelegentlich an den Wochenenden besucht.
Angaben Vater: Unterhalt bis August 2019: 394 €. Nettoverdienst: 1830 €.
Angaben Mutter: Verheiratet seit 10.10.2014 und Beschäftigung auf 450 €. Sohn 3 Jahre alt
Fragen:
Sind ab 1.9 beide Erziehungsberechtigten barunterhaltsoflichtig und wer muss, falls ja, welche Unterhaltshöhe bezahlen und wer bekommt das Kindergeld.

Sehr geehrter Fragesteller,


Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Da die Mutter nicht leistungsfähig ist, ist allein der Vater unterhaltspflichtig. Der Bedarf der Tochter liegt, da sie nicht im Haushalt eines Elternteils lebt, bei 735 €. Darauf ist das komplette Kindergeld und ihr eigenes Nettoeinkommen, bereinigt um einen Freibetrag von 90 €, anzurechnen. Der Elternteil, der das Kindergeld erhält, muss es an sie weiter reichen.

Die sich dann ergebende Differenz zwischen Kindergeld, bereinigten eigenen Einkommen und 735 € als Bedarf ist vom Vater zu decken.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-

Nachfrage vom Fragesteller 30.09.2019 | 23:20

Muss nicht das Nettoeinkommen der Tochter um 90 € gekürzt und dann halbiert werden. Dieser halbierte Betrag plus Kindergeld ist dann vom Bedarf abzuziehen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.10.2019 | 07:19

Sehr geehrter Fragesteller,


das ist die „normale" Berechnung, wenn das Kind bei der Mutter lebt. Dann erbringt die Mutter den Betreuungsunterhalt, so dass das Einkommen des Kindes hälftig auf den Bar- und hälftig auf den Betreuungsunterhalt angerechnet wird.

Wenn das Kind aber nicht bei der Mutter lebt, leistet diese keinen Unterhalt. Die Rechtsprechung rechnet deshalb - in den wenigen Fällen, in denen Minderjährige bei Fremden leben - so wie bei Studenten und anderen Volljährigen. Nach meinem Dafürhalten kann deshalb das ganze Einkommen, bereinigt um die Pauschale, auf den (ja auch höheren) Unterhaltsbedarf angerechnet werden.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel

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