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Unterhalt Studiengebühren


28.07.2007 15:57 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Tochter möchte zum 1. September dieses Jahres mit einem Studium an einer privaten Hochschule anfangen. Unstrittig zwischen uns ist, dass ich ihr monatlich 320 Euro als anteiligen Unterhalt zahle. Unstrittig ist auch, dass ich mich ebenso an Kosten für die Krankenversicherung beteilige.

Sie fordert zudem von mir die Übernahme der Hälfte ihrer monatlichen rpt. monatlichen Studiengebühren, die bei 480 Euro liegen, was für mich zusätzlich 240 Euro monatlich bedeutet.

Zudem hat sie bereits angekündigt, dass im Verlaufe des dreieinhalbjährigen Studiums weitere Kosten auf mich zukommen würden, da das Studium einen Auslandsaufenthalt vorsieht. Über diese Kosten werde sie mich später informieren.

Ich bin an der Entscheidung, an welche Universität meine Tochter studiert, nicht beteiligt gewesen.

Meine Fragen:

- Bin ich verpflichtet, anteilig für die (hohen) Studiengebühren an einer privaten Hochschule aufzukommen. (An einer staatliche Hochschule lägen die Kosten bei 250 Euro pro Semester)

- Gibt es eine Grenze für die Übernahme von Studiengebühren durch mich?

- Bin ich verpflichtet, für Aushaltensaufenthalte während des Studiums zusätzlich zu den normalen Unterhaltskosten die Kosten zu übernehmen?

- Was muss ich jetzt unternehmen?

Vielen Dank. Mit bestem Gruß, osham.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Die Studiengebühren stellen unterhaltsrechtlich betrachtet sogenannten "Mehrbedarf dar", die Kosten des Auslandssemesters stellen entweder Mehrbedarf oder Sonderbedarf dar. Beides ist nicht vom Regelbedarf eines Studenten, der in der Regel mit monatlich 640,00 EUR anzusetzen ist, abgedeckt, es handelt sich vielmehr um zusätzliche Kosten.

Zu der Frage, inwieweit sich unterhaltspflichtige Eltern an den Kosten für Studiengebühren beteiligen müssen, gibt es bislang noch keine aussagekräftige Rechtsprechung. Man wird davon ausgehen müssen, dass das Kind jedenfalls dann, wenn der unterhaltspflichtige Elternteil kein überdurchschnittliches Einkommen hat, darauf verwiesen werden kann, für die Finanzierung der Studienkosten einen Bildungskredit oder ein vergleichbares Kreditangebot aufzunehmen. Dies sollten Sie auch tun.

Hinsichtlich des Auslandsaufenthaltes sieht es etwas anders aus. Insoweit sind unterhaltspflichtige Eltern grundsätzlich gehalten, diesen Mehr- oder Sonderbedarf ihrer Kinder zu finanzieren, da ein Auslandsaufenthalt heutzutage integraler Bestandteil zahlreicher Studiengänge ist und die beruflichen Aussichten der Studenten mitbeeinflusst. Bildungskredite u.ä. decken Auslandsaufenthalte nicht ab.

Erklären Sie Ihrer Tochter also, dass Sie nicht bereit sind, für die Studiengebühren aufzukommen, und dass Ihre Tochter versuchen soll, diese über einen Bildungskredit oder ein Stipendium o.ä. abzudecken. Hinsichtlich des Auslandsaufenthalts müssen Sie sich jedoch darauf einstellen, dass Sie insoweit mehr Unterhalt zahlen müssen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen, und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)
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