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Unterhalt-Kind lebt in Schweiz

13.09.2010 20:13 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Guten Tag,

meine Tochter (15 Jahre) lebt in der Schweiz bei ihrem Vater, aktuell Schülerin. Ich zahle mtl. Euro 304,00 Unterhalt bei einem Nettoeinkommen von Euro 1.540,00 (keine weiteren unterhaltsberechtigten Personen vorhanden).

Frage: Ist die Höhe des Unterhalts so korrekt? Wenn nein, wie wäre der richtige Betrag?

Wenn meine Tocher nächstes Jahr eine Ausbildung beginnt (in der Schweiz), muss ich dann weiter voll Unterhalt zahlen? Gibt es eine ähnliche Regelung wie in Deutschland?

Danke!

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworten darf.

Bei Kindern, die im Ausland leben, bestimmt sich der zu zahlende Kindesunterhalt nach dem Recht des Heimatlandes. Ich gehe davon aus, dass Ihre Tochter Deutsche ist.

Die Höhe des Unterhaltes bestimmt sich nach der Düsseldorfer Tabelle. Bei dem geschilderten Nettoeinkommen wären Sie in die Einkommensstufe 3 einzuordnen und würden 469 EUR abz. des hälftigen Kindergeldes in Höhe von 92 EUR. Es wären also 377 EUR zu zahlen.

Wenn Ihre Tochter im nächsten Jahr eine Ausbildung beginnt, wäre die Ausbildungsvergütung selbstverständlich auf den Unterhalt anzurechnen, sofern sie eine erhält. Ihre Zahlung würde sich dann also entsprechend reduzieren.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben und stehe Ihnen für eine weitergehende Beratung und Vertretung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Bitte kontaktieren Sie mich dazu über die unten genannte Rufnummer bzw. E-Mail-Adresse.


Mit freundlichen Grüßen

Andreas Schwartmann
Rechtsanwalt



Nachfrage vom Fragesteller 13.09.2010 | 21:08

generell lese ich immer, dass die Unterhaltssätze anwendbar sind aus dem Land, in dem das Kind lebt. Sprich: Kind lebt in Schweiz, also errechnet sich der Unterhalt nach der Züricher Tabelle. Wieso sagen Sie nach deutschem Recht-Düsseldorfer Tabelle? Gilt das schweizer Recht nur, wenn man auch in der Schweiz eine Unterhaltsklage einreichen würde? Danke!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.09.2010 | 21:25

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Nach Art. 18 Abs. 7 EGBGB sind für die Bemessung des Unterhaltes, egal ob dieser nach deutschem oder schweizerischem Recht geschuldet wird, die wirtschaftlichen Verhältnisse zu berücksichtigen. Deshalb findet die Düsseldorfer Tabelle Anwendung.

Wenn das Kind in einem Land mit geringeren Lebenshaltungskosten lebt, kommt ggf. ein Abschlag von der DT in Betracht.

Dieser Abschlag wird u. a. nach dem Devisenkurs und der sogenannten Verbrauchergeldparität berechnet, z. T. auch nach der Ländergruppeneinteilung des Bundesfinanzministeriums.

Für die Schweiz wird demnach kein Abschlag vorzunehmen sein, da die dortigen Lebenshaltungskosten teurer als in Deutschland sind.


Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann

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