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Unterhalt Kind - Ehemann

31.01.2019 19:40 |
Preis: 25,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Sehr geehrte Damen und Herren,
meine Ehefrau hat eine 14 jährige Tochter. Wir haben zwei gemeinsame Kinder 7 und 8 Jahre alt. Die Tochter will zum Vater ziehen, unser Haus verlassen. Meine Frau ist auf Lohnsteuer 5 und bekommt 950€ netto. Ich bin auf 3 und bekomme 2900€ netto.
Aufgrund unserer gemeinsamen kleinen Kinder arbeitet sie nur halbtags.
Muss ich als Ehemann für den Unterhalt ihrer Tochter den wir an den Vater zahlen müssten mit aufkommen? Ihr Gehalt liegt knapp unter dem Selbstbehalt und immerhin hat sie ja noch unsere gemeinsamen Kinder die ebenfalls Geld kosten. Muss meine Frau überhaupt aufgrund der beiden gemeinsamen Kinder für die Tochter Unterhalt leisten bzw. wieviel wäre der Unterhalt grob geschätzt? Mit freundlichen Grüßen.

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Sie sind der 14 Jahre alten Tochter Ihrer Ehefrau nicht (mit)unterhaltspflichtig. Barunterhaltspflichtig ist ausschließlich die Kindesmutter, also Ihre Ehefrau.


2.

Allerdings besteht die Möglichkeit, bei einer Fallkonstellation, wie Sie sie schildern, dass der Selbstbehalt Ihrer Ehefrau heruntergesetzt wird, so dass sich daraus eine Zahlungsverpflichtung trotz Unterschreitens des Selbstbehalts ergeben kann.

Der Grund für diese Verfahrensweise liegt darin, dass Ihre Ehefrau für ihren eigenen Unterhalt nicht allein aufkommen muss, sondern dadurch, dass sie mit Ihnen verheiratet ist, weniger zum Lebensunterhalt benötigt, als wäre sie alleinstehend. Dies gilt auch vor dem Hintergrund, dass Sie über ein passables Einkommen verfügen.


3.

Der Mindestunterhalt für ein 14-jähriges Kind liegt nach der Düsseldorfer Tabelle bei 476 €, wobei das hälftige Kindergeld, das der Vater erhält, abzuziehen ist.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 03.02.2019 | 10:57

Wird denn nicht berücksichtigt, dass noch zwei Kinder vorhanden sind?
Meiner Meinung nach ist dadurch auch eine finanzielle Belastung auf meiner Frau lasten auch wenn diese nicht beziffert ist.
Eine fiktive monetäre Aufwendung sollte doch auch berücksichtigt werden.
Meine Frau und ich haben getrennte Konten. Ich zahle das Haus inkl. Nebenkosten sowie Anschaffungen.
Meine Frau zahlt den Lebensunterhalt für uns alle sowie ihr eigenes KFZ. Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.02.2019 | 12:14

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Selbstverständlich berücksichtigen die Gerichte alle Gegegebenheiten des Falls, also auch die Unterhaltspflicht bezüglich weiterer Kinder.

Bei den Überlegungen des Gerichts spielen aber nicht fiktive Aufwendungen eine Rolle, sondern stets die konkreten finanziellen Verhältnisse. Es kommt also auf exakte Zahlen an. Ob getrennte Konten geführt werden, ist unmaßgeblich. Entscheidend ist allein die gesamte finanzielle Situation, die die Grundlage für die Interessenabwägung zwischen Selbstbehalt der Unterhaltspflichtigen und dem Unterhaltsanspruch des Kindes sind.


2.

Im Einzelfall muss also genau gerechnet werden, um eine Grundlage für eine Interessenabwägung zu schaffen. Allgemein kann man mangels eine Grundlage nicht sagen, ob und ggf. in welcher Höhe der Selbstbehalt der unterhaltspflichtigen Mutter herabgesetzt wird.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

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