Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unterhalt Kind?

16.05.2008 11:30 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Haeske


Ich habe mit meiner ehemaligen Partnerin (unverheiratet) ein Kind gezeugt (Vaterschaft anerkannt).
Auch wenn ich aus persönlichen Gründen weder Umgang mit ihr noch mit meinem Kind habe, bezahle ich bisher dennoch Unterhalt für mein Kind.
Nun möchte sie heiraten und (mit meinem Kind) den neuen Namen annehmen und evtl das Sorgerecht auf ihren neuen Lebenspartner übertragen.
Bin ich weiterhin zur Unterhaltszahlung verpflichtet, wenn ich dem zustimme oder wäre hierfür eine Adoption notwendig?

Sehr geehrter Fragesteller,

durch eine bloße Einbenennung erlischt nicht Ihre Unterhaltspflicht für das Kind. Diese erlischt erst dann, wenn der Ehemann Ihrer ehemaligen Partnerin das Kind adoptiert hat und Sie rechtlich nicht mehr Vater des Kindes sind. Nach § 1751 Abs. 4 BGB (-> http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1751.html) sind die Kindesmutter und deren Ehemann bereits dann vorrangig vor Ihnen unterhaltspflichtig, sobald die erforderliche Einwilligung von Ihnen und der Kindesmutter in die Adoption vorliegt und das Kind in deren Obhut ist.

Wird das Kind durch den Ehemann nicht adoptiert, wird es aber auch kaum möglich sein, das Sorgerecht auf diesen mit zu übertragen, da das Gesetz gemeinsames Sorgerecht nur für die Eltern des Kindes vorsieht. Ist die Mutter des Kindes allein sorgeberechtigt, hat deren Ehemann ohnehin in deren Einvernehmen die Befugnis zur Mitentscheidung in Angelegenheiten des täglichen Lebens, soweit dies durch das Familiengericht nicht eingeschränkt oder gänzlich ausgeschlossen worden ist (§ 1687 b BGB, -> http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1687b.html).

Ich hoffe, dies hilft Ihnen als erste rechtliche Orientierung in Ihrer Angelegenheit weiter.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.
Soweit ansonsten aus dem Bereich frag-einen-anwalt.de heraus eine Kontaktaufnahme an mich gewünscht ist, bitte ich zunächst ausschließlich um Kontakt per E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Haeske
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 16.05.2008 | 14:55

Also führt an einer Adoption kein Weg vorbei?
Verzeihen Sie die Rückfrage, aber Adoption hinterlässt bei mir irgendwie einen "faden Nachgeschmack".

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.05.2008 | 16:55

Sehr geehrter Fragesteller,

ohne Adoption bleiben Sie rechtlich der Vater Ihres leiblichen Kindes. Und solange Sie Vater im rechtlichen Sinne sind, besteht der Anspruch Ihres Kindes gegen Sie auf Unterhalt (sofern Sie finanziell leistungsfähig sind). Ein Verzicht auf zukünftigen Kindesunterhalt ist nicht möglich, eine entsprechende Vereinbarung mit der Kindesmutter wäre nichtig. Von daher sehe ich nur den Weg der Adoption, wenn Sie dem Kind gegenüber nicht mehr unterhaltspflichtig sein möchten.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Haeske
Rechtsanwältin



FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 67941 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Danke, Herr RA Schröter, für die verständliche Erklärung meines Sachverhaltes. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle Antwort, auch auf die Rückfrage. Problem wurde geklärt, jetzt fühlt man sich schon gleich besser gewappnet gegen ggf. unberechtigt eintreffende Forderungen :) ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Bin top zufrieden. Auch bei einer dritten Nachfrage per E-Mail wurde meine Frage abschließend beantwortet. Gerne jederzeit wieder. ...
FRAGESTELLER