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Unterhalt: Frau bekommt zweites Kind von zweitem Mann

27.02.2019 19:18 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


21:01

Zusammenfassung: Betreuungsunterhalt

Sehr geehrte Damen und Herren,

hier die Situation:
Eine Frau hat ein einjähriges Kind mit Vater Nr.1. Nach der Trennung muss Vater Nr.1 für die erste 3 Lebensjahre Betreuungsunterhalt an die Mutter zahlen. Nun bekommt die Frau aber innerhalb dieser Zeit von einem neuen Mann (Vater Nr.2) ein zweites Kind.

Frage:
1) Beginnt der Zeitraum in der Vater Nr.1 Betreuungsunterhalt zahlen muss durch die Geburt von Kind Nr.2 wieder von vorn (nochmal 3 Jahre)?

2) Wird der Betrag während der Überschneidung der Zeiträume (oder der Gesamtzeit, siehe Frage 1) zwischen den beiden Vatern aufgeteilt? Wie wird aufgeteilt?

3) SIE und Vater Nr.2 sind seit einem Jahr fest zusammen. Beide haben zwar noch einen getrennten Haushalt, aber bald ein gemeinsames Kind. Tritt nun § 1579 Nr. 2 in Kraft (verfestigten Lebensgemeinschaft)? Oder muss dringend ein gemeinsamer Haushalt vorliegen?

Vielen Dank vorab für Ihre Hilfe!
27.02.2019 | 19:53

Antwort

von


(676)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1) Beginnt der Zeitraum in der Vater Nr.1 Betreuungsunterhalt zahlen muss durch die Geburt von Kind Nr.2 wieder von vorn (nochmal 3 Jahre)?

Nein, sie geht nur die Betreuung ihres Kindes etwas an, das andere ist Sache von Vater 2.

2) Wird der Betrag während der Überschneidung der Zeiträume (oder der Gesamtzeit, siehe Frage 1) zwischen den beiden Vatern aufgeteilt? Wie wird aufgeteilt?

Hier wird i.d.R. anteilig aufgeteilt. Dies wäre konkret im Einzelfall zu berechnen.

3) SIE und Vater Nr.2 sind seit einem Jahr fest zusammen. Beide haben zwar noch einen getrennten Haushalt, aber bald ein gemeinsames Kind. Tritt nun § 1579 Nr. 2 in Kraft (verfestigten Lebensgemeinschaft)? Oder muss dringend ein gemeinsamer Haushalt vorliegen?

Beide sind erst seit einem Jahr zusammen, es müsste eher ein längerer Zeitraum sein - viele Gericht sprechen gerade dann, wenn kein Zusammenleben stattfindet, von einer Zeit von 2-3 Jahren. Hier kommt es aber auch konkret darauf an, wie das Erscheinungsbild nach außen ist. Ein neues Baby könnte trotz der kurzen Zeit für einen Verwirkungstatbestand sprechen, hier gibt es aber leider deutschlandweit die unterschiedlichsten Auffassungen, sodass ich in meinem Kanzleialltag schon viele Auffassungen von Richtern erlebt habe. Hier ist Argumentation alles!!

Beachten Sie auch, dass Sie die Unterhaltszahlungen richtig in der Steuer angeben, mehr dazu: <a target="_blank" href="https://www.youtube.com/watch?v=vKMvSld1M8E&t=24s" rel="nofollow">https://www.youtube.com/watch?v=vKMvSld1M8E&t=24s</a>

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

Rückfrage vom Fragesteller 27.02.2019 | 20:19

Hallo Frau Seiter,

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort!

Zu 1) Die Mutter kann/muss ja nun weitere 3 Jahre nicht für Ihren Lebensunterhalt sorgen. Soweit ich verstanden habe, kann die Frist von 3 Jahre im Fall, dass die Mutter begründet nicht Beschäftigungsfähig ist, ausgeweitet werden. Oder wird dann davon ausgegangen dass Kind Nr.1 z.B. in den Kindergarten gehen muss (wenn zumutbar) und Vater Nr.2 für den gesamten Betreuungsunterhalt, welcher ja nun durch das zweite Kind hervorgerufen wurde, alleine aufkommen muss?

Zu 2) Wie wird das Geld dann von Vater Nr.2 berechnet/eingetrieben? Wenn die Mutter nur Betreuungsunterhalt von Vater Nr.1 verlangt (da sie ja mit Vater Nr.2 zusammen ist), welche Handhabe hat Vater Nr.1 z.B. an Gehaltsnachwese zu kommen?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 27.02.2019 | 21:01

Zu 1) Die Mutter kann/muss ja nun weitere 3 Jahre nicht für Ihren Lebensunterhalt sorgen. Soweit ich verstanden habe, kann die Frist von 3 Jahre im Fall, dass die Mutter begründet nicht Beschäftigungsfähig ist, ausgeweitet werden. Oder wird dann davon ausgegangen dass Kind Nr.1 z.B. in den Kindergarten gehen muss (wenn zumutbar) und Vater Nr.2 für den gesamten Betreuungsunterhalt, welcher ja nun durch das zweite Kind hervorgerufen wurde, alleine aufkommen muss?

Diese Verlängerungsmöglichkeit gibt es ja, aber die Nicht-Fremd-Betreuung ist dann ja nicht durch Ihr Kind verursacht.

Beachten Sie, dieser Fall ist so selten, dass es keine gefestigte Rechtsprechung gibt, es kommt zudem auf den Einzelfall an!
Sie müssen eben hier gut argumentieren. Aber aus meiner Sicht muss nur der zahlen, den es betrifft!

Zu 2) Wie wird das Geld dann von Vater Nr.2 berechnet/eingetrieben? Wenn die Mutter nur Betreuungsunterhalt von Vater Nr.1 verlangt (da sie ja mit Vater Nr.2 zusammen ist), welche Handhabe hat Vater Nr.1 z.B. an Gehaltsnachwese zu kommen?
Die Mutter muss Ihnen - wenn Sie Geld haben will - Beweis erbringen, wie hoch Ihr Anteil (1) ist. Ein direktes Recht gegenüber Vater 2 haben Sie nicht.

ANTWORT VON

(676)

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27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
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