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Unterhalt-Einkommensberechnung und Kommanditbeteiligung

24.10.2018 01:52 |
Preis: 80,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Ich habe mehrere Beteiligungen an Windparks (geschlossene Fonds als GmbH & Co. KG), die etwa 15 Jahre alt sind. Die steuerlichen Ergebnisse waren in den ersten Jahren negativ, nach Rückzahlung der Darlehen (ca. nach 10 Jahren) dann positiv. Wenn bei der Unterhaltsberechnung das steuerliche Ergebnis der letzten drei Jahre geltend gemacht wird, ergeben sich aus den Gewinnen "Einnahmen". Faktisch sind jedoch in mehreren Gesellschaften die Ausschüttungen aller vergangenen Jahre in Summe noch geringer als die ursprügliche Einlage, so dass es sich bei den steuerlichen "Gewinnen" nur um den Ausgleich von Verlusten aus Vorjahren handelt und die Ausschüttungen also bisher nur Rückzahlungen der Einlage sind, keine Erträge auf die Einlage.

Müssen die steuerlichen Gewinne dennoch wie Einnahmen in die Einkommensberechnung für den Unterhalt einfließen?

Können (solange noch keine Berücksichtigung in der Einkommensteuer erfolgt ist) die in Vorjahren üblichen Einkommensteuer-Prozentsätze von diesen "Einnahmen" abgezogen werden?
24.10.2018 | 07:16

Antwort

von


(193)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Die steuerrechtliche und die unterhaltsrechtliche Bewertung unterscheiden sich. Insbesondere soll im Unterhaltsrecht keine Möglichkeit bestehen sich "arm" zu rechnen. Alle Einkünfte im fraglichen Zeitraum stehen als Einkommen zur Verfügung und hätten das ehrlich Zusammenleben geprägt. Voran gegange Investitionen haben das Vermögen geschmälert und werden dadurch im Zugewinnausgleich berücksichtigt. Etwas lapidar gesagt: Wenn Sie mit Ihrer Frau die Verluste getragen haben (auch bei getrennten Kassen und eventueller Unkenntnis der Ehefrau) dann soll Sie auch am Gewinn teilhaben (so der Wille des Gesetzgebers). Es werden demnach die steuerlichen Gewinn der letzten drei Jahre im Durchschnitt berücksichtigt. Liegen diese unrealistisch hoch oder niedrig, kann bei guter Argumentation auf die vergangenen fünf Jahre abgestellt werden.

Ich rate Ihnen insoweit zu einer anwaltlichen Vertretung.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollten Rückfragen bestehen, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 26.10.2018 | 09:42

Ich habe die Unterhaltsberechnung auf Basis 2015-2017 vorgenommen. Die KG-Bescheide liegen für 2017 aber noch nicht von allen Gesellschaften vor; einmal fehlt sogar 2016. Was tun? Ältere Jahre ersatzweise heranziehen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.10.2018 | 09:49

Sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für die Nachfrage.

Wenn Sie die Unterhaltsberechnung selbst vorgenommen haben, sind Sie wohl noch nicht im gerichtlichen Verfahren angekommen. In diesem Fall sollten Sie dem Unterhaltsberechtigten das Ergebnis mitteilen. Dann ist dieser am Zug ob er Vorlage der Belege verlangt und ob er die Berechnungsgrundlage so akzeptiert.
Sind Sie doch bereits im gerichtlichen Verfahren, sollten Sie die Belege der Gegenseite vorlegen. Diese kann dann den Unterhalt (eventuell vorläufig) berechnen. Klar ist: Sie können nichts vorlegen was Sie nicht haben.

Ich rate Ihnen davon ab, sich auf die eigenen Unterhaltsberechnung zu sehr zu verlassen. Häufig kommt es hier zu Fehlern, die über die Zeit gerechnet, teuer werden können.


Sollten Sie weitere Rückfragen haben, können Sie mich via Email kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

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