Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unterhalt / Berücksichtigung neue Lebensgefährtin


22.02.2006 19:42 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Lebensgefährte ist geschieden und hat zwei Kinder im Alter von 13 und 8 Jahren.

Momentan steht eine Unterhaltsverhandlung an, da es sich mittlerweile durch das Älter werden der Kinder zu einem Mangelfall entwickelt hat.
Der 13 jährige bekommt ca 350,-- Euro, die 8 jährige ca. 300,-- und die Exfrau 515,-- Euro. Der bereinigte Nettoverdienst beträgt 1.869,-- Euro.
Das Ziel der Verhandlung soll 850,-- Euro Unterhalt für alle betragen. (OLG Karlsruhe)

Stimmt es dass der Selbstbehalt (890,-- Euro) um 25% reduziert werden kann, wenn die Lebensgefährtin (also ich) auf Grund eines Hauskaufs
ca. 240.000 Euro Schulden hat bzw. eine Eigentumswohnung vermietet hat. (diese ist bis zu 80% gezahlt) Ich bin „voll“ berufstätig und mein
Verdienst beläuft sich auf 1700,-- Euro (zusätzlich Urlaubs- und Weihnachtsgeld).

Besten Dank und freundliche Grüße






Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Ratsuchende,


Es ist in der Tat auch in diesem Mangelfall ein Abschlag vom notwendigen Selbstbehalt zu machen, allerdings nur wegen der Kostenersparnis Ihres Lebensgefährten durch die gemeinsame Haushaltsführung.

Ihr Einkommen und Vermögen ist hierbei grundsätzlich unbeachtlich, da Sie nicht unterhaltsverpflichtet gegenüber Ihrem Lebensgefährten sind.

Eine Quote von 20 bis 25 % wird hier eher die absolute Obergrenze (vgl. OLG Hamm FamRZ 1998, 1508) dessen sein, was nach Treu und Glauben und unter Berücksichtigung des eigenen, den ehelichen Verhältnissen entsprechenden Lebensbedarfs (BGH NJW 1984, 1537) anzusetzen ist.


Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben.

Sollte noch Etwas unklar geblieben sein, nützen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 22.02.2006 | 20:53

...und in wieweit sind die 850,-- Euro realistisch unter Berücksichtigung der 5% berufsbedingten Aufwendungen und wenn es keinen gemeinsamen Haushalt gibt.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.02.2006 | 00:03

Sehr geehrte Ratsuchende,

abgesehen von einzelfallbedingten Abweichungen gibt es bei einem Nettoverdienst von € 1.869 abzüglich berufsbedingter Aufwendungen von pauschal € 93,45 und abzüglich des notwendigen Selbstbehalts (€ 890) ein verteilungsfähiges Resteinkommen in Höhe von € 885,55, so dass Ihr Freund bereits sehr nahe an dem angestrebten Ergebnis liegt.

Abweichungen zu seinen Gunsten können sich aus erhöhten Abzügen vom Einkommen ergeben.
Dies sind im Wesentlichen z.B. höhere tatsächliche berufsbedingter Aufwendungen bis zu einem Betrag von € 150, sowie die berufsbedingten Fahrtkosten (gegebenenfalls auch die für die berufliche Nutzung erforderlichen Kosten der Anschaffung und Unterhaltung eines eigenen Pkw), ferner alle berücksichtigungsfähigen Schulden (insbesondere familienbedingte Schulden, unter Umständen auch die Scheidungskosten) sowie Kosten des Umgangs mit den Kindern, soweit dieser über das normale Maß des Besuchsrechts erheblich hinaus geht.

Im Übrigen ist es Verhandlungssache, inwieweit auch ein gegebenenfalls über den Selbstbehalt liegendes (bereinigtes) Einkommen unangetastet bleibt, um dem Kindesvater und geschiedenen Ehemann einen Anreiz zum schaffen, seine Leistungsfähigkeit zu erhalten und zu erhöhen.

Ich hoffe, Ihre Anfrage nunmehr umfassend beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER