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Unterhalt, Lehrling, 18 Jahre


| 29.07.2007 17:45 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

zur Zeit zahle ich für meinen Sohn einen Unterhalt von 307€ monatlich auf die Kontoverbindung seiner Mutter.
Mein Sohn wird im August 18 Jahre alt und beginnt ebenfalls im August mit seiner Ausbilung. Die Ausbildungsvergütung beträgt 268€. Er wohnt bei seiner berufstätigen Mutter. Das Einkommen meiner Exfrau ist mir nicht bekannt, sie befindet sich in privater Insolvenz und hat noch eine Tochter aus einer späteren Beziehung.
Meiner Vermutung nach, dürfte sich der Unterhalt verringern, da er bald eigenes Einkommen hat? Leider weigert sich meine Exfrau den Unterhalt neu berechnen zu lassen. Sie besteht auf weitere Zahlung des Betrages von 307€ auf ihr Konto.
Mein Sohn will auf Druck seiner Mutter verständlicherweise auch nicht mit mir gemeinsam das Jugendamt aufsuchen.

Wie kann ich mich hier korrekt verhalten, um eine Neuberechnung des Unterhalts zu erreichen?
Mit welcher Unterhaltshöhe kann ich rechnen? Mein Nettoeinkommen beträgt 1271€.
Darf ich in Zukunft den Unterhalt direkt auf das Konto meines Sohnes überweisen?

Für Beantwortung bin ich Ihnen sehr dankbar und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch einen Anwalt / Anwältin ersetzen kann.

Die rechtliche Beurteilung kann unter Umständen anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen, wenn bestimmte Angaben hinzugefügt oder weggelassen werden.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben, wie folgt:

Ihr Sohn hat während seiner Ausbildung grundsätzlich Anspruch auf Unterhalt. Die Höhe richtet sich nach dem Bedarf des Unterhaltsberechtigten. Da er bereits volljährig ist, sind die Einkommen der Eltern zusammenzurechnen. Da nicht bekannt ist, wie hoch das Einkommen der Kindesmutter ist, kann der konkrete Bedarf nicht errechnet werden.
Angenommen Ihre Ehefrau hätte kein Einkommen würde sich der Bedarf Ihres Sohnes nach der Düsseldorfer Tabelle auf 389 € belaufen. Für die Deckung des Bedarfs muss Ihr Sohn das Kindergeld in voller Höhe von 154 € einsetzen. Darüber hinaus ist hier teilweise das Einkommen Ihres Sohnes zu berücksichtigen. Dieses wird in der Regel um pauschale berufsbedingte Aufwendungen von 90 € gekürzt, sodass ein anzusetzender Betrag von 196 € verbleibt. Nach alledem bliebe ein ungedeckter Bedarf in Höhe von 57 €, der von Ihnen durch Unterhaltszahlungen zu decken wäre. Jedoch kann dies aufgrund des nicht bekannten Einkommens der Mutter nicht abschließend geklärt werden.

Ich gehe davon aus, dass hinsichtlich des Unterhalts ein Titel in Form einer Jugendamtsurkunde besteht. Dieser Titel müsste zunächst abgeändert werden, damit Sie den Unterhalt reduzieren können. Soweit sich keine einvernehmliche Lösung mit Ihrem Sohn und der Kindesmutter findet, wären Sie gezwungen den Unterhalt im Wege einer Abänderungsklage zu ändern.

Bevor Sie jedoch eine Abänderungsklage erheben können, müssen Sie den tatsächlichen Bedarf zunächst ermitteln. Dieses geht jedoch nur mit Kenntnis über das Einkommen der Kindesmutter. Daher haben Sie ihr gegenüber einen Anspruch auf Auskunft über Ihr Einkommen aus Treu und Glauben nach § 242 BGB. Dieser Anspruch ist notfalls auch gerichtlich durchsetzbar.

Soweit der vorhandene Titel kein Urteil ist, kann die Abänderung auch rückwirkend geltend gemacht werden.

Ab der Volljährigkeit hat Ihr Sohn einen eigenen Anspruch Ihnen gegenüber. Daher dürfen Sie selbstverständlich den Unterhalt an Ihn direkt zahlen.

Ich empfehle Ihnen, einen Anwalt mit der Neuberechnung des Unterhalts beauftragen. Dieser kann die notwendigen Unterlagen einsehen und daher auch konkret eine Unterhaltsberechnung durchgeführen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit der Antwort weiterhelfen. Sollten Sie noch weiteren Klärungsbedarf haben, nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.

Mit freundlichen Grüßen

Christopher Tuillier
Rechtsanwalt


info@rechtsanwalt-tuillier.de
www.rechtsanwalt-tuillier.de
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