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Unterfangen der Grenzwand

| 06.06.2016 16:50 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


Wir wohnen in Hessen und haben nach sehr harte 2 Jahren und jede menge kosten endlich eine Baugenehmigung für unseres schmales Grundstück bekommen und zwar Grenzbegegnung . Da wir ursprünglich das Haus anders geplant hatten aber beide Nachbarn Links und rechts (beide an der Grenze gebaut und wollen am bestens kein anderes Haus in der Mitte sehen ) uns verhindert haben die Genehmigung zu holen , ist das Verhältnis sehr schlecht .
Nun weil unsere Haus tiefer liegt als bereit bestehendes Haus und wir grenz-bebauen sollen , ist eine Unterfangung notwendig .Nach 2 Wochen Erdarbeiten und direkt am Anfang der Unterfangung , hat der Nachbar sich bei der Bauaufsicht beschwertet und erst mal Baustopp wurde angeordnet , allerdings nach der Prüfung der Statiker , haben wir weider Baufreigabe bekommen .
Der Nachbar hat sein Anwalt eingeschaltet und sie fördern wieder einen Baustopp wegen fehlende Zustimmung der Nachbar für die Unterfangung .
Von Baurechtliche Seite sagt der Bauamt wir dürfen weitermachen allerdings die Sachbearbeiterin hat mir empfohlen erst alles mit dem Nachbar zu klären , d.h wieder mal alles von vorne anzufangen.
Es gibt in viele andere Bundesländer bereits eine Klausel in Nachbarrechtsgesetzt (aber in hessen nicht ) als folgendes :
Muss der Nachbar zur Errichtung seines Gebäudes seine Grenzwand tiefer als die zuerst errichtete Grenzwand gründen, so darf er diese unterfangen, wenn keine erhebliche Schädigung des zuerst errichteten Gebäudes zu besorgen ist und das Unterfangen nur mit unzumutbar hohen Kosten vermieden werden könnte


Bitte um Rat wie wir in diese Situation vorankommen können ? kann der Nachbar uns verhindern zu bauen ?

vielen dank im voraus .




06.06.2016 | 21:21

Antwort

von


(2253)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,


das Bauamt prüft nur die Einhaltung der öffentlich-rechtlichen Bauvorschriften, nicht die nachbarrechtlichen Interessen (und Streitigkeiten), so dass der Rat des Bauamtes schon richtig ist.

Da eine Einigung aber wohl nicht in Betracht kommt, kann der Nachbar dann in der Tat wieder zivilrechtlich einen Baustopp verursachen, was aber auch nicherlich nicht ganz unrichtig ist.

Denn stellen Sie sich den umgekehrten Fall vor; der Nachbar will nun Ihr Haus unterfangen und Beschädigungen sind möglich - ich denke nicht, dass Sie das widerspruchlos hinnehmen würden.


Um aber so ein Vorgehen des Nachbarn zu entkräften, sollten Sie bereits nun ein Gutachten dazu einholen, dass der Bau anders nicht erstellt werden kann und keine Beschädigungen des Nachbarhauses mit der beabsichtigten Maßnahme verbunden ist. Nur so können Sie das Vorgehen des Nachbarn im Keim ersticken.


Da aber ein Privatgutachten sicherlich vom Nachbarn auch in Hinblick auf die Richtigkeit bestritten werden wird, wird so ein Gutachten als reines Parteigutachten gewertet. Um das zu vermeiden, sollten Sie ein selbständiges Beweissicherungsverfahren einleiten, wobei ich Ihnen raten, dazu anwaltliche Hilfe zu nehmen, um bei so einem Verfahren keinen Fehler zu begehen.

Mit so einem Gutachten - welches aber auch wieder Zeit und Geld kostet - werden Sie dann alle Schritte des Nachbarn unterbinden können.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


Rückfrage vom Fragesteller 07.06.2016 | 03:19

Vielen Herzlichen Dank Herr Bohle ,

Was für uns ganz wichtig wäre , ist die Frage brauchen wir die Einwilligung der Nachbar für der Unterfangung ?
wie ich schon erwähnt habe , das Verhältnis zwischen uns ist leider sehr schlecht , trotz unsere Bemühungen das Verhältnis wieder aufzubauen (wir haben mehrmals versucht der Nachbar zum essen einzuladen und die alte Wunden bei Seite zu legen ) , obwohl wir als einzige in der ganze Sache am meistens beschädigt wurden .
meine andere Frage lautet Herr Bohle , würde diese fall für Sie in Frage kommen ?

MfG

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 07.06.2016 | 08:45

Sehr geehrter Ratsuchender,


ja, Sie werden seine Einwilligung brauchen, da Sie ja auf seinem Grundstück Bauarbeiten vornehmen, die Auswirkungen auf sein Eigentum haben.

Verweigert er sie, werden Sie gerichtlich vorgehen müssen und dafür benötigen Sie das oben erklärte Gutachten, da ein Gericht nur dann die nachbarliche Zustimmung durch Urteil ersetzen wird.


Sicherlich würde der Fall auch für uns in Betracht kommen, allerdings geben ich zu bedenken, dass nicht unerhebliche Mehrkosten durch die Ortsverschiedenheit entstehen werden, die dann nicht erstattungsfähig sind.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 07.06.2016 | 03:20

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