Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
479.578
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Untehaltszahlungen


| 10.05.2007 13:30 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Schweizer



Sehr geehrte Damen und Herren

Ich (47) habe mich in 2005 aus dem Berufsleben zurückgezogen, da es notwendig wurde meinen Eltern, die vermögend sind, mehr zur Seite zu stehen.

Ich beziehe keinerlei staatliche Hilfe, bin privat krankenversichert und zahle keine Rente in eine staatliche Einrichtung.

Meine Aufgaben bestehen bei der Hilfe in alltäglichen Dingen,
(Garten, Küche, einkaufen, reinigen sowie in der Verwaltung der Immobilien und des Vermögens.
Dafür erhalte ich von meinen Eltern Unterhalt, mit dem ich meine Lebenshaltungskosten bestreiten kann.
Ich lebe in einem eigenen Haus.
Ist es zwingend erforderlich hier etwas schriftlich zu machen
und wie wird das auf beiden Seiten steuerlich behandelt?

ich habe sonst nur Pachteinkommen von ca 5000,00 EUR pro Jahr,
und das vorhandene Kapital, von dem ich lebe.
aus meiner selbstständigkeit habe ich einen relativ hohen Verlustvortrag.
Wie lange ist so ein Verlustvortrag gültig.
Muß ich jetzt jedes Jahr beim Steuerberater für 5000,00
eine Steuererklärung machen lassen um diesen Verlustvortrag zu erhalten? Was ist ich mit den Zahlungen, die ich so von meinen Eltern bekomme?
Muß hier bei meinen Eltern oder mir irgend etwas angegeben werden?

Herzliche Grüße
Sehr geehrte Fragestellerin,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben und Einsatzes beantworten möchte:

1.)

Die erhaltenen Unterhaltsleistungen brauchen Sie nicht anzugeben, da es sich insoweit NICHT um steuerpflichtige Einkünfte handelt (§ 22 Nr. 1 Satz 2 EStG).
Auf der anderen Seite können Ihre Eltern die Unterhaltszahlungen steuerlich nicht (als außergewöhnliche Belastungen) geltend machen.
Voraussetzung dafür wäre u. a., dass Sie kein oder nur ein geringes Vermögen besitzen (§ 33a Abs. 1 Satz 3 EStG).
Als geringfügig sieht die Finanzverwaltung ein Vermögen bis zu einem Verkehrswert von 15.500,00 € an, wobei selbst genutztes Wohneigentum außer Ansatz bleibt (R 33a.1 Abs. 2 EStR).
Die Grenze von 15.500,00 € dürfte hier wohl aufgrund Ihrer Angaben (Immobilien- und Vermögensverwaltung, vorhandenes Kapital) überschritten sein, sodass Sie insoweit nicht als bedürftig i. S. des Steuerrechts gelten.


2.)

Der Verlustvortrag ist in einem selbstständigen Verfahren gesondert festzustellen (§ 10d Abs. 1 Satz 1 EStG) und ZEITLICH UNBEFRISTET gültig.
Sie müssten daher über die Höhe des Verlustes einen entsprechenden Feststellungsbescheid erhalten haben.
Nach § 56 Satz 2 EStDV ist eine Steuererklärung ZWINGEND abzugeben, wenn zum Schluss des vorangegangenen Veranlagungszeitraums ein verbleibender Verlustabzug festgestellt worden ist.
Trotz der geringen Pachteinnahmen sind Sie deshalb zur jährlichen Abgabe einer ESt-Erklärung verpflichtet. Gerne bin ich Ihnen dabei im Rahmen eines Mandats behilflich.
Es fällt dann zwar keine Einkommensteuer an, aber der festgestellte Verlust mindert sich dann jährlich in Höhe der Pachteinnahmen und zwar solange, bis der Verlust endgültig verbraucht ist (§ 10d Abs. 4 Satz 4 EStG).

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte und weise bei Unklarheiten auf die kostenlose Nachfragefunktion hin.
Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit besten Grüßen aus dem benachbarten Rheindorf
RA, Dipl.-Fw. Schweizer

E-Mail: reinhard.schweizer@gmx.net

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, sodass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.


Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Sehr schnell und verständlich beantwortet. Hat mir sehr weitergeholfen.Vielen Dank "